Fußball-Bezirksliga Ost
Spielabbruch beim TuS Montabaur
SpVgg Steinefrenz-Weroth - SG Betzdorf 1:1 (0:0). Neun Minuten fehlten der SpVgg Steinefrenz-Weroth zum ersten Dreier in der Saison 2018/2019. Ebrima Tamba konnte in der Schlussphase den Führungstreffer von Patrick Görg doch noch ausgleichen. Betzdorfs Trainer Ingo Neuhaus war dies jedoch zu wenig: „Unsere Leistung heute hatte kein Bezirksligaformat.“ Auf Steinefrenzer Seite war Trainer Thorsten Hehl am Ende sauer über den unnötigen Platzverweis von Jannik Bendel, der sich für diese Schiedsrichterentscheidung mit einem rüden Foul höchstpersönlich empfohlen hatte. „Wir hatten uns gerade für den guten Start nach der Pause belohnt“, hatte Hehl zumindest die Hoffnung, dass Görgs Führungstreffer für den ersten Saisonsieg reichen könnte. „Doch danach konnte Betzdorf druckvoller agieren und kam so eben auch noch zum Ausgleich.“ Ansonsten aber sahen die rund 60 Zuschauer eine eher durchwachsene Partie zweier Kellerkinder, die wohl auch beide bis zum Saisonende um den Klassenverbleib kämpfen müssen.
SpVgg Steinefrenz-Weroth: Weimer, Bode, Gloning, Paul, Hosel, Brand, Schuh, Pörtner (75. Eidt), Diensberg (65. Simon), Görg (85. Rick), Bendel.
TuS Burgschwalbach - SG Ahrbach 1:2 (0:0). In einem waren sich am Ende beide Trainer einig: Held des Tages war Ahrbachs Torhüter Florian Weimer. Nur die Beschreibung fiel recht unterschiedlich aus. „Vom Spielverlauf her ist das Ergebnis Wahnsinn“, konnte Burgschwalbachs Trainer Torsten Baier nach Spielende noch immer nicht begreifen, welche Möglichkeiten seine Mannschaft ausgelassen hatte. Ahrbachs Chef brachte es schon mehr auf den Punkt. „Wir haben heute mit einem überragenden Torwart gespielt und konnten uns so erfolgreich gegen die Angriffe der Gastgeber wehren“, strahlte Peter Olbricht. Und strahlen konnte der Ahrbacher Trainer. Denn sein Team hatte nicht nur 2:1 gewonnen, sondern eben auch mal schnell den Tabellenführer von Thron gestoßen. Dies deutete sich schon drei Minuten nach der Pause an. Hier hatte Niklas Wörsdörfer die Gäste in Führung geschossen. Doch die TuS erholte sich von diesem Rückschlag und kam nach einer guten Stunde durch Julian Ohlemacher (62.) zum Ausgleichstreffer. In der Folgezeit sahen die Zuschauer ein starkes Spiel, in dem die Hausherren vor allem in der Schlussphase die besseren Gelegenheiten hatten. Doch immer wieder stand Weimer, der an diesem Nachmittag nicht mehr zu überwinden war, im Mittelpunkt. Fünf Minuten vor Schluss nutzte Simon Trumm die Vorarbeit von Oskar Höwer zum Siegtreffer.
SG Ahrbach: Weimer, Quirmbach, Laux, Trumm, F. Kuhn, Linz, Schaaf, Rausch (84. Höwer), T. Kuhn, Fein (75. Bruch), Wörsdörfer.
SG Westerburg - SG Hundsangen/Obererbach 2:0 (1:0). „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat alles gegeben. Dass sie nach dem schweren Pokalspiel nicht mehr so frisch agierte, ist verständlich. Trotzdem ist die Mannschaft zeitweise ein hohes Tempo gegangen“, nahm Hundsangens Trainer Thomas Arzbach seine Elf in Schutz. Erst nach einer Stunde gelang Matthias Wengenroth mit seinem zweiten Treffer die Entscheidung. Der gleiche Akteur hatte auch in Halbzeit eins getroffen (20.). Zwar spielte die SG Westerburg in den letzten zehn Minuten der Partie nach einer Gelb-Roten Karte für Tim Buchmann in Unterzahl, aber die SG Hundsangen konnte auch diesen Umstand nicht mehr für sich ausnutzen.
SG Hundsangen: Schmitt, Faulhaber, Meuer (66. Schwickert), Hannappel, Noll (84. Aßmann), Weimar, Tuchscherer, F. Steinebach, N. Steinebach (60. Brühl), Heinz, Hürter.
TuS Montabaur - VfB Wissen abgebrochen. Tumulte und eine Boxeinlage sorgten bei der Begegnung zwischen dem TuS Montabaur und dem VfB Wissen für einen Spielabbruch beim Stand von 2:3 in der 83. Minute. „Ich fühlte mich bedroht“, äußerte sich Schiedsrichter Jonas Schäfer nur knapp zu seinen Beweggründen. Auslöser war ein Handgemenge zwischen Max Ebach (Wissen) und einem Spieler aus Montabaur. Schäfer zeigte dem Wissener Akteur zunächst die Gelb-Rote Karte. Dies löste wiederum einen Tumult aus, in dem der eingewechselte Samet Sögünmez seinen Gegenspieler Justin Keeler mit einem Faustschlag niederstreckte. Auch hiernach kehrte nochmals Ruhe ein. Als aber der Schiedsrichter dem Übeltäter für seinen Schlag ebenfalls vorzeitig unter die Dusche schickte, gab es erneut heftigen Widerstand, der dann letztendlich zum Spielabbruch führte. Dies war übrigens bereits der dritte Platzverweis der Partie gewesen. Bereits vor der Pause hatte TuS-Akteur Eugen Rexhepi vorzeitig Zeit für ausgiebige Körperpflege erhalten, nachdem er bei einer Aktion gegen Ebach nachgetreten hatte.
TH
