Stadtrat Adenau auf den Spuren des „Walds der Zukunft“
Adenau. Einmal im Jahr lädt die Stadt Adenau zum Waldbegang ein. So hatten sich kürzlich Mitglieder des Stadtrats, der Vorstand der Jagdgenossenschaft, Vertreter der Jägerschaft, sowie einige interessierte Bürgerinnen und Bürger unter der Führung des Revierleiters Torsten Schwuchow im Stadtwald eingefunden. Die Begrüßung erfolgte durch Stadtbürgermeister Arnold Hoffmann, der alle Teilnehmer im Bürgerwald der Stadt Adenau willkommen hieß.
Bei idealem Wetter und leichtem Frost führte der kommunale Revierförster sachkundig durch den Wald und erklärte anhand der Waldbilder die Schwerpunkte der heutigen Arbeit im gut 300 ha großen städtischen Forstbetrieb. Trotz Käferkalamitäten, denen auch im vergangen Jahr einige hundert Festmeter Fichtenholz zum Opfer fielen, konnte der Bürgermeister einen sehr zufriedenstellenden Haushaltsabschluss für den Forstbetrieb des Jahres 2022 verkünden. Dieser war zwar etwas schlechter als geplant, konnte aber angesichts der angespannten Gesamtsituation im Wald dennoch ein zufriedenstellendes Betriebsergebnis nach Landeswaldgesetz von rund 52.000 Euro zum Stadthaushalt beisteuern. Dabei müsse jedoch deutlich gemacht werden, so der Bürgermeister an die Stadträte adressiert, dass in den nächsten Jahren erhebliche Aufwände in die Wiederaufforstung und die Jungbestandspflege in den ausfallenden Fichtenflächen zu tätigen seien, die möglichst mit trockenresistenten Baumarten wie Eiche, Esskastanie, Weißtanne u.a. aufgeforstet werden müssen. Auch die anwesenden Jäger beteiligten sich angeregt an der Diskussion hierüber, zumal der Jagd eine große Bedeutung bei diesem Thema zukommt. Denn trotz aller Anstrengungen bei Aufforstung und Pflege von Neuanlagen kann die Wiederaufforstung nur durch eine angemessene Bejagung und Begrenzung der Wildbestände Erfolg haben.
Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung war die Beteiligung am sogenannten Vertragsnaturschutz, bei dem gegen Zahlung einer staatlichen Förderung eine bestimmte Waldfläche z.B. für zehn Jahre aus der Bewirtschaftung genommen wird und für diese Zeit ausschließlich dem Naturschutz vorbehalten bleibt. Im Bereich der Stadt Adenau wäre dies eine Fläche von rund 50.000 qm. Revierleiter Schwuchow erläuterte anschaulich die Chancen und Risiken einer solchen Maßnahme, so dass die Stadträte bei ihrer nächsten Sitzung bestens informiert über den Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung entscheiden können.
Bei Einbruch der Dunkelheit wurde ein Restaurant aufgesucht, in dem die Gespräche in gemütlicher Runde fortgesetzt wurden.
Pressemitteilung der
Stadt Adenau
