Lokalsport | 06.09.2017

Turnverein Rheinbach, Handball C1

Teilnahme am Berliner Sparkassen-Cup

Team errang einen respektablen achten Platz

Die Mannschaft vor dem Berliner Reichstag.privat

Rheinbach. Vor Kurzem startete die C1-Jugend des TV Rheinbach beim 40. Berliner Sparkassen-Cup der Füchse Berlin. Bereits am Freitagvormittag machte sich die 20-köpfige Reisegruppe auf den Weg vom Rheinland in die Bundeshauptstadt.

Im Sportkomplex Hohenschönhausen angekommen, erwartete die dezimierte Mannschaft (mit Finn, Andreas, Felix und Moritz fehlten gleich vier Spieler) mit dem Gastgeber Füchse Berlin sofort eine erste Härteprüfung. Warum die „Füchse“ im bundesweiten Vergleich der Nachwuchsleistungszentren am Effektivsten arbeiten, sollte bereits nach wenigen Spielminuten klar werden.

Die körperlich unterlegene Mannschaft aus Rheinbach versuchte zu Beginn, die athletischen Defizite mit viel Spielwitz im Angriff sowie mit Laufbereitschaft, Kampf und Wille in der Abwehr wieder auszugleichen – mit Erfolg. Denn durch eine starke Abwehrleistung, mit einem noch stärkeren Tim Sandmann im Tor, führte Grün-Weiß nach elf Spielminuten mit 5:4. Die umkämpfte Partie blieb tatsächlich ein Spiel auf Augenhöhe, und als Rheinbach bei 12:10 (26. Min.) erstmalig mit zwei Toren in Führung ging, lag eine Sensation in der Luft. Mit der Umstellung auf eine Manndeckung egalisierten die Füchse jedoch den Rückstand, und am Ende stand ein leistungsgerechtes 13:13 gegen den späteren Turnierzweiten auf der Anzeigetafel.

Am nächsten Tag ging es erst um 12 Uhr gegen die tschechische Mannschaft Mêsto Lovosice sportlich zur Sache. Gegen das technisch starke, aber körperlich schwächere Team spielten die Rheinbacher ihre eigene Stärke aus. Nach verschlafenem Beginn mit 5:3 (fünfte Min.) stand die Abwehr felsenfest, und aus dieser Kompaktheit heraus wurden die Ballgewinne mit konsequent durchgeführten Gegenstößen bestraft. Über ein 9:4 (elfte) kam Grün-Weiß zu einem ungefährdeten 26:7-Erfolg.

Auch Sightseeing stand auf dem Programm

Im weiteren Tagesverlauf stand „Berlin-Sightseeing“ auf dem Plan, mit anschließendem Essen im Gasthaus „Rustikal“, wo die „Buletten-Pfanne Oma“ nicht fehlen durfte.

Am Sonntagmorgen betrat die Rheinbacher Mannschaft bereits um 8 Uhr die Sporthalle des Sport- und Leistungszentrums Berlin, um gegen den slowenischen Vertreter Gorenje Velenje zu spielen. Die Grün-Weißen agierten in der Anfangsphase kühlschrankfrisch gegen die 5:1-Deckung der Slowenen, die mit ihren beiden etwa 1,90 Meter großen Spielern im Innenblock jegliche Wurfchance zunichtemachten. Doch auch in der Abwehr spielten die Rheinbacher zu fade und schläfrig. In der Folge lagen sie schnell mit 1:8 (zehnte Min.) beziehungsweise 5:15 (20.) hinten.

Ausgerechnet die Verletzung von Jakob Kazimierski sowie die Umstellung auf eine offene Manndeckung schienen die Mannschaft aufzuwecken. In der Folge holten die Grün-Weißen mit einem 8:2-Lauf Tor um Tor zum 13:17 (25.) auf, mussten sich am Ende aber trotzdem mit 17:22 geschlagen geben.

Im letzten Vorrundenspiel gegen die Junglöwen der SG Kronau-Östringen konnte der RTV mit langen, disziplinierten Angriffen die Anfangsphase ausgeglichen gestalten: 3:3 (sechste). Mit zunehmender Spieldauer machte sich beim kleinen Kader jedoch der immense Kräfteverschleiß bemerkbar, und über ein 5:9 (15.) setzte sich Kronau kontinuierlich zum 7:12 (19.) ab. Am Ende verloren die Rheinbacher mit 7:21, doch spiegelte das Ergebnis nicht den tapferen Auftritt der Mannschaft wider.

Die Kräfte ließen nach

Das abschließende Platzierungsspiel (um Platz 7) fand um 15 Uhr gegen den Handball Sport Verein Hamburg statt. Rheinbach startete ordentlich, sodass die Lücken der offensiven Abwehr der Hanseaten gut genutzt werden konnten. Nach dem 3:2 (vierte) gaben die Hamburger jedoch den Ton an und führten stets mit ein bis zwei Toren. Beim 14:16 (25.) schienen der rheinischen Mannschaft gegen den 16-köpfigen Kader der Gegner dann die Kräfte auszugehen, doch mit einer Energieleistung sowie der Nervenstärke von Jakob am Siebenmeter-Punkt war es Leo Jochim vergönnt, mit der Schlusssirene den 18:18-Ausgleich zu erzielen. Im anschließenden Siebenmeter-Werfen war nach jeweils drei Schützen immer noch nichts entschieden, sodass es im „SuddenDeath“ weiterging. Am Ende war das Quäntchen Glück aufseiten der Hamburger, und Rheinbach errang einen respektablen achten Platz.

„Mit dem Auftritt meiner Mannschaft bin ich sehr zufrieden“, resümierte Trainer Tobias Swawoll das Turnier, welches in „sportlicher wie menschlicher Hinsicht ein voller Erfolg war“.

Für den RTV spielten: Tim Sandmann (TW), Joel Castillo Buchner, Florian Boehnert, Mats Hoffstadt, Robin Kremp, Leonardo Maia Jochim, Jakob Kazimierski, Sebastian Pohl, Arne Michaelsen und Nicolas Eusterholz.

Die Mannschaft vor dem Berliner Reichstag.Foto: privat

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