Der SC 2013 Bad Neuenahr in Zeiten der Coronakrise
Training im Home-Office- Modus und jede Menge Ungewissheit
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Am zurückliegenden Wochenende hätte die erste Mannschaft des SC 13 in der Regionalliga Südwest ein Auswärtsspiel beim TSV Schott Mainz bestreiten sollen und die U 17-Juniorinnen wären zum Bundesligaheimspiel gegen den FSV Gütersloh angetreten. Doch die Trikots blieben in den Koffern und das rund Vinyl im Ballschrank. Das Coronavirus sorgt für eine noch nie dagewesene Situation und hat den Amateurfußball derzeit fest im Griff und lässt auf unabsehbare Zeit gleichermaßen den Spielbetrieb und die Sportstätten brach liegen.
Doch hinter den Kulissen, bei den sportlichen und administrativen Entscheidungsträgern der Kurstädterinnen, wird hochtourig an der Gegenwart und der Zukunft gearbeitet. So sind etwa für die Vereinspräsidentin Manuela Jüngling, die sportliche Leiterin Anne-Kathrine Kremer und Jugendleiterin Saskia-Oebel Noack zahlreiche Telefonate, Videochats und sonstige Wege mit allen zur Verfügung stehenden technischen Kommunikationsmitteln zum Alltag geworden. „Der Kontakt mit Spielerinnen, Trainern und Vorstandskollegen und die Planung für die neue Saison nehmen täglich mehrere Stunden in Anspruch“, so Oebel-Noack. Dabei weiß niemand, wann die neue Spielzeit beginnt. Das macht die Weichenstellung für Kremer, die auch als Trainerin der sich mitten im Abstiegskampf befindenden ersten Mannschaft agiert, besonders schwer.
Hinter den Kulissen
„Solange die Ligenzugehörigkeit für die neue Spielzeit nicht feststeht, ist es schwer, mit dem aktuellen Spielerbestand zu verlängern und potenzielle Neuzugänge von einem Wechsel zu überzeugen, zumal derzeit ja noch nicht einmal klar ist, ob die Saison weitergeführt wird“, sagt Kremer. „Bis Ende Mai sollte schon der eine oder andere Verband eine Entscheidung über den Fortgang oder Abbruch der Saison treffen“, meint die im Dezember zur Vereinspräsidentin gewählte Manuela Jüngling. Für die Interessen der SC 13-Teams sind drei Fußballverbände zuständig. Für die die U 17-Juniorinnen ist das der DFB, während für die erste Mannschaft der Fußball Regionalverband Südwest das übergeordnete Gremium darstellt. Alle anderen Jugendmannschaften gehören dem Fußballverband Rheinland an. Aufgrund der föderalen Struktur des DFB ist jeder Verband für seinen eigenen Spielbetrieb zuständig, sodass sich sogar innerhalb des Vereins unterschiedliche Szenarien ergeben könnten. Während bspw. die erste Mannschaft über den Sommer hinaus die Spielzeit 2019/2020 wieder aufnimmt, könnten die Jugendmannschaften bereits zur gleichen Zeit in die Saison 2020/2021 starten. Ein Szenario was sich rund ums Apollinarisstadion niemand wünscht.
Individuelle Trainingspläne und Challenges
Auch die Trainerteams, wenn auch nicht auf dem Platz, sind gefordert. „Die Mädels bei Laune halten und den Gemeinschaftssinn fördern“, ist für U-17-Trainerin Denise Blumenroth ein besonderes Anliegen. Neben individuellen Trainingsplänen fordert die Übungsleiterin ihre Mädels immer wieder mit verschiedenen Challenges und Aufgaben rund um den Fußball.
Ach wenn die leistungsorientierten Nachwuchskickerinnen, wie auch alle anderen Aktiven des Vereins, diese Angebote sehr gerne annehmen, vermissen sie den Fußball doch ungemein. Sehr passend brachte es U-17 Spielerin Anga Bartzen auf den Punkt. Auf eine Interviewfrage, wie derzeit ein Leben ohne Fußball ist, antwortete die Schülerin: „Wie eine Hühnerleiter - beschissen“
Sponsoren bleiben treu
Unter finanziellen Gesichtspunkten hat sich die Coronakrise beim Frauen- und Mädchenfußballverein aus dem Ahrtal ebenfalls bemerkbar gemacht.
Neben den fehlenden Eintrittsgeldern, ist es der Ausfall des alljährlichen an den Pfingstfeiertagen ausgetragenen Kurstadtcups - eines der größten internationalen Juniorinnenturniere in Deutschland.
Allerdings kommt dem Verein zugute, dass Finanzvorstand Hartmut Völcker in der Vergangenheit nachhaltig und hanseatisch kaufmännisch gearbeitet hat und treue Sponsoren auch weiterhin den Weg gemeinsam mit dem SC 13 bestreiten werden.
„Möglichst bald und möglichst gesund“, so Saskia Oebel-Noack, auf die Frage, wie es weitergehen soll. Hört sich gut an.
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