„Jungs vom Wasserturm“ spielen gegen Champions-League-Teilnehmer
Traumlos für den FV Engers: Im Pokal kommt Eintracht Frankfurt
Engers. Owen Ansah sei Dank: Zwar ließ der Weltklasse-Sprinter die Fans und Spieler im Vereinsheim am Wasserturm lange warten, doch als er dann die Loskugel mit dem Adler aus dem Topf zog, brach ein riesiger Jubelsturm los: Eintracht Frankfurt ist der Gegner des FV Engers in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals. Oder anders: Kapitän Chris Meinert, Flügelflitzer Manuel Simons und Mittelfeldmotor Jonas von Haake treten gegen Weltmeister Mario Götze, Kevin Trapp und Hugo Etikité an. Zwischen dem 15. und 18. August empfangen die „Jungs vom Wasserturm“ den Dritten der abgelaufenen Bundesliga-Saison - einen Champions-League-Teilnehmer mit einem Kader, dessen Marktwert das Portal „Transfermarkt.de“ auf 355,05 Millionen Euro beziffert.
„Absoluter Wahnsinn“, jubelte auch Julian Feit über seinen (fast) ersten Gegner als neuer Trainer des FVE. Für Vorgänger Sascha Watzlawik dagegen bekam das Fußball-Märchen, das eigentlich mit dem Rheinlandpokal-Sieg vor drei Wochen schon sein Happy End erfahren hatte, noch eine weitere Schlusspointe. Er war gemeinsam mit Kapitän Chris Meinert und Heinz Keuler ins Dortmunder Fußballmuseum gefahren, um die Auslosung live zu verfolgen. „Das wird ein großes Fußballfest mit bester Unterhaltung“, war sich Keuler dort sicher und überlegte, dass es wohl das größte Spiel in der Vereinsgeschichte werden dürfte. Nachdem ihm einst in der 50er-Jahren seine Mutter wegen seiner Heiligen Erstkommunion den Besuch des legendären Spiels der Engerser gegen den 1. FC Kaiserlautern untersagt hatte, freute sich die 78-jährige Vereinsikone umso mehr, „dass ich das noch erleben darf“.
Wo das Spiel stattfinden wird, ist allerdings noch offen. Klar ist vorerst nur, dass die Statuten des DFB eine Austragung auf Kunstrasen im Engerser Stadion nicht erlauben. Klar ist auch: Das Regelwerk ist insgesamt fast 100 Seien stark und das Interesse am Spiel im Umfeld ist riesig: Auf die Verantwortlichen und Helfer des FV Engers kommt in den nächsten Wochen sehr viel Arbeit zu.
„Gucken, aber nicht anfassen“: Im Dortmunder Fußballmuseum waren Fotos mit dem originalen DFB-Pokal erlaubt. Vereinsikone Heinz Keuler (von rechts) Kapitän Chris Meinert, Ex-Coach Sascha Watzlawik und Pressesprecher Ulf Steffenfauseweh nutzten die Gelegenheit.
Traumlos für den FV Engers: Kapitän Chris Meinert – hier kurz nach der Ziehung im Deutschen Fußballmuseum – und seine Mannschaftskollegen treten im DFB-Pokal gegen Eintracht Frankfurt an. Fotos: Ulf Steffenfauseweh
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