Fußball-Rheinlandliga
TuS-Coach Lopez war verärgert
TuS Oberwinter - SV Windhagen 3:3 (1:0)
Oberwinter. Im Kellerduell der Fußball-Rheinlandliga kam der TuS Oberwinter gegen den SV Windhagen über ein 3:3 (1:0) - Unentschieden nicht hinaus. Im Duell vorletzter gegen Schlusslicht dominierte die Lopez-Elf die erste Halbzeit und kam zu guten Einschussmöglichkeiten. Eine davon nutzte Christopher Klein (7.) nach Vorarbeit von Dannyking Kafunda-Beya zur frühen 1:0-Führung. Die defensiv eingestellten Gäste beschränkten sich auf wenige harmlose Offensivaktionen. Die 1:0-Pausenführung der Einheimischen schmeichelte dem SV Windhagen und hätte höher ausfallen müssen. Nach dem Wechsel bewies SVW-Trainer Jürgen Hülder mit der Einwechslung von Johannes Rahn ein glückliches Händchen. Der Ex-Profi kurbelte das Offensivspiel der Windhagener an. Nach zwei guten Tormöglichkeiten durch Rahn (49.) selbst und Adrian Glos (50.) markierte Yannick Waldbröl den 1:1-Ausgleich. Ein Treffer, der die Platzherren nicht beeindruckte, sondern anspornte. Die Lopez-Elf erhöhte das Tempo und wurden dafür belohnt. Rene Ebersbach (58.) mit einer schönen Bogenlampe sowie Tobias Nuhn (72.) nach einem sehenswerten Alleingang brachten Oberwinter mit 3:1 in Front. Wer dachte, die Partie wäre entschieden, der sollte sich täuschen. Als der Windhagener Christopher Alt (83.) auf 3:2 verkürzte, kam noch einmal Spannung auf. In der restlichen Spielzeit stand vor allem Schiedsrichter Ralf Volk aus Koblenz im Mittelpunkt. Vier Minuten Nachspielzeit hatte er angezeigt. Zur Freude der Gäste wurden es sechseinhalb Minuten. Kurz vor dem Abpfiff war Waldbröl (90.+6) zur Stelle und köpfte einen Eckball seines Mannschaftskollegen Jannik Pehlivan zum 3:3-Endstand in die TuS-Maschen. Kein Wunder, dass die Freude im Lager der Gäste groß war. „Wenn man nach einem 1:3 noch 3:3 spielt, dann ist es ein Unentschieden, das weiterhilft“, kommentierte SVW-Übungsleiter Hülder den glücklichen Punktgewinn. „Moral und Einstellung meiner Mannschaft sind top.“ Sein Trainerkollege Lopez war verärgert. „Wir haben den Sieg hergeschenkt. Jede Woche sprechen wir darüber, aber jede Woche bekommen wir solche dummen Gegentore“, sagte Lopez und blickte auf die kommende Aufgabe bei der SG 99 Andernach (Sonntag um 15 Uhr): „Zum Glück ist unsere Verletztenliste kleiner geworden. Für die Begegnung in Andernach ist das natürlich wichtig.“
TuS Oberwinter: Kauert, Nuhn, Münch, Schweigert, Groß, Ebersbach, Merken, Klein (82. Dira), Öztürk, Kafunda-Beya (65. Manneh), Jaber (78. Enke).
Schiedsrichter: Ralf Volk (Koblenz).
Torfolge: 1:0 Christopher Klein (7.), 1:1 Yannick Walbröl (53.), 2:1 Rene Ebersbach (58.), 3:1 Tobias Nuhn (72.) 3:2 Christopher Alt (83.), 3:3 Walbröl (90.5.).
LS
Tobias Nuhn machte das 3:1 in der 72. Minute.
