Lokalsport | 27.03.2018

Fußball-Regionalliga Südwest

TuS Koblenz sorgt für eine Überraschung

Schängel holen beim souveränen Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken drei ganz wichtige Punkte

Bei diesem Foulspiel von Sascha Wenninger an Kevin Lahn hätte Schiedsrichter Mario Hildenbrand in Halbzeit eins durchaus auf Strafstoß entscheiden können.TH

Völklingen. Die TuS Koblenz ist immer für eine Überraschung gut. Dies hat sie nun wieder einmal eindrucksvoll bewiesen.

Beim souveränen Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken - die Gastgeber hatten vor der Partie bereits zehn Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Kickers Offenbach, siegten die Schängel mit 1:0 und fügten somit der Elf von Trainer Dirk Lottner die erste Niederlage seit genau sieben Monaten zu. „Uns ist es heute nicht gelungen, unsere Möglichkeiten, die wir durchaus hatten, sauber zu Ende zu spielen. Aber Koblenz hat es auch gut gemacht, ist mutig aufgetreten.

Daher ist der Sieg der TuS hier und heute auch verdient“, gab Lottner unumwunden zu. Knapp 3000 Zuschauer hatten den Weg in die Saarbrücker Wahlheimat Völklingen gefunden und sahen zunächst eine engagiert auftretende Saarbrücker Mannschaft, die durchaus bemüht war, rund um den Koblenzer Strafraum Druck aufzubauen. Aber eben genau das gelang nicht. Die Schängel schafften es immer wieder auszubrechen und sich bei ihren Kontern eben selbst Möglichkeiten zu erarbeiten. So hatte bereits in der Anfangsphase Dimitrios Popovits Pech, als er bei einem dieser Konter nur das Außennetz traf.

Aber natürlich hatten auch die Gastgeber ihre Gelegenheiten. Wie nach einer guten Viertelstunde, als Markus Wenniger von der rechten Seite zum Flanken kam und Patrick Schmidt erreichte, der aus fünf Metern nur die Hand von Dieter Paucken traf und der TuS-Schlussmann den Ball an den Außenpfosten lenkte. Oder als nach einer guten halben Stunde nach einem Eckball von Markus Mendler Oliver Oschkenat zum Kopfball kam. Ein Koblenzer Abwehrspieler konnte den Ball von der Linie kratzen, aber das Spielgerät fiel vor die Füße von Fanol Perdedaj, der aber aus rund fünf Metern zu hoch ansetzte.

Nach der Pause agierten die Schängel offensiver und kamen häufiger vor den Kasten der Gastgeber.

Wie eben nach 51 Minuten, als Popovits auf Marco Müller passen konnte, doch Daniel Batz hier noch parieren konnte. Aber die Schängel blieben am Drücker und belohnten sich fünf Minuten später für ihren Auftritt selbst.

Der FCS bekam nach einem Freistoß die Spielsituation nicht richtig geklärt. Marco Müller schnappte sich den Ball und hatte das Auge für Dejan Bozic. Der traf mit seinem ersten Ballkontakt überhaupt und markierte so die Gästeführung.

Doch wer dachte, dass sich die TuS jetzt zurückziehen würde, rieb sich verwundert die Augen. Die Schängel versteckten sich keineswegs. Die kontrolliert vorgetragenen Angriffe sorgten weiterhin für Gefahr. Natürlich hatten auch die Hausherren ihre Gelegenheiten. Selbst als die Schängel in Unterzahl kamen (Andreas Glockner hatte in der 73. Minute die Gelb-Rote Karte gesehen), fand der FCS kein geeignetes Mittel, um die TuS-Abwehr zu knacken.

Als dies einmal gelang, pfiff der Schiedsrichter die Lottner-Schützlinge zurück, denn zehn Minuten vor Spielende traf Kevin Behrens ins Schwarze.

Doch Mario Hildenbrand hatte zuvor ein Handspiel gesehen und verweigerte diesem Treffer die Anerkennung.

Und auch hier erwies sich Lottner nach Spielende als sportlicher Verlierer und bremste somit auch die heimische Presse aus. „Wieso soll ich jetzt etwas Negatives über den Schiedsrichter sagen? In der Partie gab es mit der Elfmeterszene für die Koblenzer oder auch die Situation, wo es Rot gegen uns geben kann, Szenen, wo der Schiedsrichter anders entscheiden kann.“

So konnte nach 90 Minuten Lottners Kollege Anel Dzaka strahlen: „Wir wollten heute hier mutig agieren und Fußball spielen. Das ist den Jungs gelungen. Wir werden weiterhin alles dafür tun, dass wir die Liga halten können. Das hat die Region verdient, das haben der Verein und die Fans verdient und vor allem die Menschen, die sich Tag für Tag hier engagieren, um den Club am Leben zu halten.“

TuS Koblenz: Paucken, Antonaci, von der Bracke, Schüler, Müller, Bajric, Stahl, Popovits (78. Lorenzoni), Glockner, Lahn (82. Lundy), Bozic (86. Hombach). TH

Bei diesem Foulspiel von Sascha Wenninger an Kevin Lahn hätte Schiedsrichter Mario Hildenbrand in Halbzeit eins durchaus auf Strafstoß entscheiden können.Foto: TH

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