TV Vallendar-Volleyball 2. Damen
Überraschung gegen den Tabellenführer
Vallendar. Die 2. Damenmannschaft des TV Vallendar empfing als ersten Gegner den aktuellen Tabellenführer, die Westerwaldvolleys. Die Mädels um Trainer Mischa Schinke waren hochmotiviert, das scheinbar Unmögliche möglich zu machen. Mit einer Umstellung des Spielsystems sollte der Block und so auch die Feldabwehr gegen die hart angreifenden Westerwälderinnen verstärkt werden. Der Plan ging auf, die Mannschaft um Zuspielerin Steff Kunze kam gut ins Spiel und zeigte bei zwischenzeitlich engen Spielständen Nervenstärke. Starke Aufschläge und platzierte Angriffe setzten die Gäste stets unter Druck, so dass es ihnen kaum gelang ihr sonst so druckvolles Spiel zu entfalten. Der Satz ging mit 25:22 an den TVV.
Durchgang 2 startete ähnlich souverän. Schnell ging der TVV durch eine Aufschlagserie von Kim Thönnißen mit 9:1 in Führung. Weiterhin konzentiertes Spiel in Annahme, Abwehr und Zuspiel brachten die Gegner in Zugzwang, was diese bisher nicht gewöhnt waren. Sie produzierten dadurch viele Eigenfehler und kamen nicht in Schwung. Dieser Satz ging nun deutlicher mit 25:19 an den TVV.
Leider zeigt sich wieder einmal, dass der 3. Satz im Volleyball stets der Schwerste ist. In Durchgang Nummer 3 verloren die TVVlerinnen die Souveränität und ließen so die Gäste aus dem Westerwald wesentlich besser ins Spiel kommen. Diese fanden nun zu ihrer gewohnten Angriffsstärke zurück und platzierten ein ums andere Mal harte Angriffsschläge im Feld der TVVlerinnen. Der Satz ging somit verdient mit 25:19 an die WWVolleys.
Im 4. Satz des Spieles gelang es den Spielerinnen des TVV wieder, von Anfang an konzentriert zu bleiben und den Gästen Paroli zu bieten. Mittelblockerin Janine Schincke brachte die Mannschaft noch zu Beginn des Satzes mit starken Aufschlägen zu einem 4 Punkte Vorsprung (8:4). Von da ab gelang es den TVVlerinnen stets in leichter Führung zu bleiben, so dass dieser Satz mit 25:21 an den TVV ging und somit 3 Punkte für die Tabelle heimgeholt werden konnten.
Einen großen Beitrag zu diesem verdienten Sieg leisteten auch die Zuschauer, die den TVV während des gesamten Spiels sehr lautstark unterstützt haben.
Als zweiter Gegner des Tages wartete nun mit dem Tabellenletzten TuS Asbach der vermeintlich schwächere Gegner. Leider entpuppte sich dieses Match jedoch als deutlich schwerer als erwartet, vor allem, da man viel Kraft und Energie in das erste Spiel stecken musste.
Im ersten Durchgang fanden die Vallerinnen kaum ins Spiel, so dass man sich erstmal mit 16:25 Punkten geschlagen geben musste. In Satz Nummer 2 sah es ebenfalls zunächst nicht gut aus, bis es der frisch eingewechselten Jana Breidert gelang, den TVV durch eine Aufschlagserie in Führung zu bringen (18:17). Bis zum Ende des Satzes blieb der Ausgang ungewiss, die Gäste aus Asbach hielten dagegen. Erst durch eine weitere Aufschlagserie von Sabine Wächter konnten sich die Vallerinnen entscheidend absetzen und Satz Nummer 2 mit 25:22 für sich entscheiden. Im dritten Durchgang kam es erneut zu engen Spielständen, jedoch gelang es diesmal den Vallerinnen nicht, die Nerven zu behalten. Unnötige Fehler, vor allem in der Absprache der Annahme, gegen Ende des Satzes brachten die TVVlerinnen aus der nötigen Konzentration und so ging der Satz, nun ebenfalls mit 22:25 an die Gegnerinnen.
Jetzt mussten es also 5 Sätze werden, wollte man noch den Sieg nach Hause holen. Trainer Mischa besann sich auf das erste, gewonnene Spiel und stellte erneut das Spielsystem um. Den Durchbruch brachte jedoch wieder eine fulminante Aufschlagserie einer Vallerin, Johanna Schmidt, die dem TVV acht Punkte in Folge bescherte. Ab da zweifelte keiner mehr an dem Gewinn des 4. Satzes. Er ging sehr deutlich mit 25:12 an die Gastgeberinnen. Im entscheidenden letzten Durchgang zeigten sich die TVVlerinnen von Anfang an bissig und voller Siegeswillen. Der TuS Asbach sah mehr und mehr seine Felle davon schwimmen und musste sich letztlich sehr deutlich mit 7:15 dem TV Vallendar geschlagen geben.
Ein hartes Stück Arbeit war vollbracht und wieder schallte es durch die Halle: Super Valler, super Valler, Hey, Hey!
