HV Vallendar
Vallendarer Löwen punkten doppelt in Bingen
Vallendar/Bingen. Mit großen Erwartungen gingen die Löwen in die Partie gegen den Tabellennachbarn HSG Rhein-Nahe Bingen. Unbedingt wollte man aus Rheinhessen Zählbares mitnehmen und sich damit vorerst im gesicherten Mittelfeld platzieren. Dies sollte auch ohne Neuzugang Kalani Schmidt erreicht werden, der mit einem Kreuzbandriss noch mehrere Monate fehlen wird. Immerhin wurde Schmidt bereits operiert und bekam ein positives Feedback der Ärzte mit auf den Weg. Mit von der Partie war dafür Torben Waldgenbach, der wie auch im letzten Jahr ein Zweitspielrecht für den HVV besitzt.
Die Löwen starteten furios in die Begegnung und zogen ihr gefürchtetes Tempospiel auf. In den ersten Minuten hatten die Hausherren mit der aggressiven Defensive der Gäste zu kämpfen. Der Innenblock um Kapitän Oliver Lohner stand sicher und so liefen die Löwen immer wieder Gegenstöße. Geschuldet durch das hohe Tempo verlor Vallendar dann aber etwas den Faden, Bingen kam nun heran und konnte nach 15 Minuten das erste Mal in Führung gehen. Besonders der körperlich starke Rückraum der HSG Rhein-Nahe Bingen bereitete den Rheinländern Probleme und auch im Angriff lief der Ball nicht mehr so rund.
Zur Halbzeit konnte Vallendar mit einem Kraftakt aber wieder aufschließen. Besonders Torben Waldgenbach zeigte sich treffsicher und glich für seine Farben kurz vor dem Halbzeitpfiff zum 11:11 aus.
In der Kabine forderte Trainer Wolfgang Reckenthäler eine bessere Abschirmung des gegnerischen Kreisläufers, der im Zusammenspiel mit dem Rückraum bereits einige Treffer verbuchen sollte. In eigenem Ballbesitz wollte man fortan variabler und mit mehr Laufspiel überzeugen.
Dies gelang nach dem Seitenwechsel nur bedingt, Bingen konnte sich direkt auf zwei Tore absetzen. Hinten agierte der HVV oft zu langsam und gewährte der HSG zu viele Freiräume. Oliver Lohner war es, der sein Team mit guten Sperren und seiner Treffsicherheit im Spiel hielt. Er konnte am heutigen Tag eine 100-Prozent-Quote aufweisen und erzielte sechs Tore. Zehn Minuten vor dem Ende glich Vallendar schließlich aus. Die Löwen hofften, dass sich die breitere Bank bezahlt machen würde. In der Tat wechselte Reckenthäler nun zwei frische Leute ein und der HVV drückte das Gaspedal durch. Bingen kam nun nicht mehr hinterher und Torhüter Simon Stein vernagelte fortan sein Gehäuse und die Löwen gingen mit 23:22 in Front. Erneut war es Stein, der brillant hielt und im direkten Gegenzug gelang Torben Waldgenbach die Entscheidung zum 24:22.
Was folgte, war ausgelassener Jubel in der nur schwach besetzten Bingener Rundsporthalle, wo der HVV an diesem Sonntagnachmittag ein echtes Heimspiel hatte. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Fanclub für die unermüdliche Unterstützung.
Neuzugang Tin Orelj: „Das war ein hartes Stück Arbeit, Bingen hat uns das Leben extrem schwer gemacht. Wir sind über eine lange Zeit einem Rückstand hinterhergelaufen. Aber wir sind ein tolles Team und haben uns, wie letzte Woche auch, wieder rangekämpft. Es macht sehr viel Spaß in dieser Mannschaft zu spielen, jetzt müssen wir diese Leistung aufrechterhalten. Nächste Woche kommt ein extrem guter Gegner nach Vallendar, aber zu Hause ist alles möglich“
Torhüter Bastian Burgard ergänzt: „Das Spiel verlief weitgehend ausgeglichen. Vor allem Youngster Torben Waldgenbach hat uns heute sehr geholfen, durch ihn hatten wir mehr Durchschlagskraft aus dem Rückraum. Nächste Woche wollen wir den Aufstiegsaspiranten Saarpfalz ärgern. Wir haben Blut geleckt und wollen uns von unseren fantastischen Fans tragen lassen.“
Durch diesen Erfolg gelang den Löwen ein großer Sprung in der Tabelle, die Rheinländer befinden sich nun im Mittelfeld der Tabelle.
Am kommenden Samstag, 1. Oktober um 18 Uhr Uhr ist wieder Heimspielzeit auf dem Mallendarer Berg, dann ist Spitzenreiter VTZ Saarpfalz zu Gast.
Es spielten für den HVV: Burgard, Schenk, S. Stein (alle im Tor), Busse, Woods, Lohner, Meder, Hertz, Orelj, D. Stein, J. Schleier, Waldgenbach, Offermann.
