Sportlerehrung in Rheinbach
Verdiente Sportler wurden geehrt
Rheinbach. Die Rheinbacher Sportlerehrung, ein Event von besonderer Bedeutung, ist nicht mehr aus der Stadt wegzudenken. Als der Vorsitzende des Stadtsportverbandes (SSV), Jens Jensen, vor einigen Jahren die Sportlerehrung in abgeänderter Form wieder einführte, hat er selbst nicht damit gerechnet, dass seine Idee auf so fruchtbaren Boden fallen würde. Seit dieser Zeit werden jedes Jahr Hunderte von Sportlerinnen, Sportler oder Mannschaften in der Stadthalle mit Pokalen, Medaillen und Urkunden für hervorragende Leistungen geehrt. Das gilt sowohl für Kinder und Jugendliche, als auch für Erwachsene. Vizebürgermeister Claus Wehage und Bernd Beißel, Vorsitzender des Ausschusses Schule, Bildung und Sport, betonten in ihren Begrüßungsreden, dass der Vereinssport auch Solidarität und Teamgeist fördert und dabei auch für Spaß und Freude sorgt.
Medaillen und Pokale
Sie hoben hervor, dass in Rheinbach 8.000 Menschen im Verein Sport treiben, davon 3.500 Kinder. Es gibt neun Sportplätze und 16 Turn- oder Mehrzweckhallen. Das Schwimmbad monte mare steht den Schwimmabteilungen auch zu bestimmten Zeiten zur Verfügung. Beim ersten Teil der Veranstaltung (Kinder und Jugendliche) waren auch Petra Vajer-Schulze, die Erste Vorsitzende der Sportjugend Rhein-Sieg und Jugendbildungsreferent Christian Buschmann anwesend: Als Geschenk hatten sie sechs Volleybälle mitgebracht. Durch die Jugendveranstaltung führten die beiden Moderatoren Tim Leffler und Celia Werner, beide Mitglieder im Jugendparlament. Claus Wehage nahm die Ehrungen bei den Kindern und Jugendlichen vor und begrüßte zuerst die jungen Turnerinnen des RTV. Sie hatten noch Ende des letzten Jahres im Geräteturnen die Verbandsmeisterschaft und die Rheinische Vizemannschaft gewonnen. Den Einzeltitel als Verbandsmeisterin holte sich Anna Nelles. Einen Einzelauftritt hatte die elfjährige Carolin Inhoffen, die als jüngste Balletttänzerin in der Altersklasse zehn bis 13 Jahre beim Deutschen Ballett-Wettbewerb den 3. Platz belegte. Weitere Medaillen und Pokale für herausragende Leistungen gingen an die Tischtennis-Jugendabteilung des TuRa „Germania“ Oberdrees, an die Mädchen-Tennismannschaft vom St. Joseph-Gymnasium und an die Hockey Sportgemeinschaft des Vinzenz-Pallotti-Kollegs. Bevor die jungen Ringer ihre Ehrung entgegennehmen konnten, gab es eine beachtliche Vorführung der Nachwuchs-Ringer. Handballer, Volleyballer und die Fußballjugend des VfL, des Schwarz-Weiß Merzbach und des SV Wormersdorf waren in großer Zahl erschienen und erhielten ihre Würdigung
Ehrungen
Die Veranstaltung wurde im 1. und auch im 2. Teil tänzerisch aufgelockert durch Vorführungen der Abteilung Turnen beim RTV unter der Leitung von Angela Bargel sowie auch durch klassische Showtänze von der Rheinbacher „Tanzwelle.“ Um 20 Uhr begann die Ehrung der erwachsenen Sportlerinnen und Sportler. Nach einer schwungvollen Einführung durch den versierten Moderator Andreas „Billy“ Moh, begrüßte Jens Jensen offiziell das Publikum. Auch der Präsident des KreisSportBundes Rhein-Sieg, Sebastian Schuster, ließ es sich nicht nehmen, Grußworte auszurichten. Ihm folgten die Sponsoren, darunter Stephan Moos von der KSK Köln und Peter Kruse von der Raiffeisenbank. Ein Dank galt auch den Firmen Mauel und Evation für Brezeln und Freigetränke für die Kids.
Gewürdigt für ehrenamtliches Engagement
Vor der Ehrung der erwachsenen Sportler wurden folgende Personen für beispielhaftes ehrenamtliches Engagement gewürdigt: Kerstin Klier legte letzte Woche ihr Amt als Vorsitzende des RTV nieder. Sie hat sich mit großem Engagement Jahrzehnte für den Verein eingesetzt. Werner Bens war Vorsitzender des TuRa Oberdrees und hat viele innovative Ideen in den Verein getragen. Hans-Peter Rhein war lange Jahre Vorsitzender des VfL und leidenschaftlicher Fußballer und Torwart. Hubert Middendorf vom SV Wormersdorf zeigte außergewöhnliche Fähigkeiten als Finanzverwalter. Last, but not least, wurde Frank Schneider von Schwarz-Weiß Merzbach auf die Bühne gebeten. In seiner Laudatio wusste Bernd Beißel zu berichten, dass Schneider seit 44 Jahren Vereinsarbeit macht. Als Leiter der Tennis-Abteilung kümmert er sich um die Stadtmeisterschaften, die maßgeblich von ihm ins Leben gerufen wurden. Nun ging es an das Verteilen der Pokale und Urkunden. Die TT-Sportlerinnen, Sportler und Mannschaften des TuRa Oberdrees und die verschiedenen Tennisabteilungen der Stadt (Damen und Herren) hatten erhebliche Erfolge vorzuweisen. Die Handball-Spielgemeinschaft Rheinbach-Wormersdorf glänzte mit ihrem Trainer Dietmar Schwolow und dem „Torschützenkönig“ Mike Ribbe. Besonders hervorgehoben wurde der Volleyballer Eric Schneider vom Vinzenz-Pallotti-Kolleg. Zusammen mit Norbert Engemann wurde er in diesem Jahr Westdeutscher Beachvolleyballmeister U 17. Den Aufstieg in die Bezirksklasse der Volleyball Mixed-Mannschaft schaffte der RTV 1905 e.V. mit Bravour. Die Schützenbruderschaft konnte nur mit Walter Hohnerbach aufwarten, der mehrere erste Plätze auf Kreis-, Bezirks- und Bundesebene belegen konnte. Von den Bogenschützen erschien kein Mitglied. Bei den erwachsenen Ringern konnten ebenfalls beachtliche Erfolge erzielt werden Für eine besondere Sportart, der „World, Police and Fire-Games“ machte sich Wolfgang Otten von der JVA stark im Berg- und Treppenlauf. Seine Kollegin Ute Jonas, die im Berglauf „Gold“ erreichte, konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Veranstaltung teilnehmen. Nun wurde noch die Fußball-Seniorenmannschaft aus Wormersdorf geehrt, dann war das Sportabzeichen an der Reihe. Karin-Helga Eckstein legte in diesem Jahr zum 57. Mal das Sportabzeichen ab, eine außergewöhnliche Leistung. Karl-Heinz Carle nimmt das Sportabzeichen ab und konnte auch in diesem Jahr fünf Urkunden verteilen. Zusammen mit Jens Jensen plant er im nächsten Jahr einen Aktionstag „Sportabzeichen.“
Neues und Ungewöhnliches
Etwas ganz Neues und Ungewöhnliches, auch für den SSV, war die Auszeichnung für Anne Lenz. Sie ist Trainerin im Hundesport in der Sportart „Agility“. In dieser Disziplin ist sie die amtierende Deutsche Meisterin. „Bei dieser Sportart laufen nicht nur die Hunde, sondern auch ihre Besitzer“, verriet Anne Lenz. Gegen 22 Uhr war die Veranstaltung in der Stadthalle beendet, eine gewisse Müdigkeit machte sich breit, aber alle, die Teilnehmer und die Organisatoren, waren hoch zufrieden.
Bei der Handball-Spielgemeinschaft Rheinbach-Wormersdorf wurden der „Torschützenkönig“ und der „beste“ Trainer besonders hervorgehoben, links Jens Jensen, rechts Bernd Beißel.
