Lokalsport | 15.07.2014

VfL Rheinbach

VfL in Aufbruchstimmung

Rheinbach. Einige Jahre dümpelte der VfL Rheinbach ohne funktionsfähigen Vorstand vor sich hin. Die Situation war so dramatisch, dass Gerichtsprozesse, ausstehende Gehälter, Schulden bei der Sozialversicherung, dem Finanzamt und dem Verband eigentlich in die Insolvenz führen mussten. Seit dem 15. Juli 2013 ist wieder Licht am Horizont erkennbar. An diesem Tag wurde der jetzt amtierende neue Vorstand um den Ersten Vorsitzenden Hermann J. Frings gewählt, und man machte sich sofort mit Elan an die Arbeit, um für die Rettung des Vereins zu kämpfen. Oberste Priorität hatte das Ziel, die Finanzen zu ordnen und eine gesunde Basis zu schaffen, damit wieder an frühere sportliche Erfolge angeknüpft werden kann.

Bei Amtsantritt musste der neue Vorstand allerdings erkennen, dass man eine riesige Hypothek übernahm und es praktisch an allem fehlte. Mit großem Engagement und der tatkräftigen Unterstützung von einiger verbliebener „Alt-VfLer“ konnte schon vieles angestoßen und realisiert werden. Auch wenn natürlich niemand über den Abstieg aus der Landesliga glücklich sein konnte, wollte man bewusst auch sportliche Rückschritte akzeptieren, um voran zu kommen.

Inzwischen laufen die Planungen für die neue Fußball-Saison in der Bezirksliga auf Hochtouren. Es ist gelungen, den alten Mannschaftsstamm fast komplett zu halten und durch Zugänge, die zum Teil große Erfahrung mitbringen, zum Teil gute Zukunftsperspektiven haben, zu verstärken. Mit Frank Schroden kommt ein Ur-Rheinbacher zurück, der mit seiner sportlichen Klasse eine ernorme Verstärkung sein wird. Auch mit Andrè Eckweiler und Dominik Brachmann finden ehemalige Spieler den Weg zurück nach Rheinbach. Aber auch junge Talente werden das Team verstärken – so kommen mit Tobias Schreiner, Hendrik Halfmann und Michael Hense drei Spieler aus der A-Jugend Mittelrhein, die sicher in der Bezirksliga eine gute Rolle spielen werden. Mit dem hoch motivierten Trainerteam um Alexander Mehl, der bereits zum Ende der letzten Saison für frischen Wind sorgte, als Chef-Trainer sowie Manfred Ruland als Co-Trainer und Walter Schneider als Torwarttrainer soll die Mannschaft in der Bezirksliga eine gute Rolle spielen.

Auch in der Jugendarbeit hat sich viel bewegt. Nach anfänglicher Skepsis aufgrund schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit ist man wieder eng zusammengerückt und die sich zur Verfügung gestellten Personen arbeiten gut zusammen. Zusätzlich zu den erfahrenen Kräften konnten glücklicherweise einige Nachwuchskräfte als Trainer gewonnen werden, so dass Anlass zur Hoffnung besteht, dass die Jugendabteilung wieder ein Aushängeschild des VfL wird.

Hermann J. Frings: „Wunschvorstellung des Vereins ist es, die erkennbare Aufbruchstimmung zu verstärken und einen sportlichen Aufwärtstrend in Gang zu setzen. Mittelfristig möchte der VfL wieder erste Adresse für talentierte Jugendliche werden und den eigenen Nachwuchs für den Seniorenbereich ausbilden statt sich auf Talente aus anderen Vereinen zu stützen. Hierzu werden noch viele Mitstreiter und tatkräftige Unterstützung in der Stadt Rheinbach erforderlich sein“.

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