Fußball-Rheinlandliga, Nachholpartie vom 17. Spieltag
Vier Tore in gerade mal 13 Minuten
SG Eintracht Mendig/Bell behielt in Kottenheim gegen den TuS Montabaur deutlich mit 5:1 (4:0) die Oberhand
Kottenheim. Im vierten Spiel nach der Winterpause feierte die SG Eintracht Mendig/Bell in der Fußball-Rheinlandliga ihren vierten Sieg, zwölf Punkte bei 17:7 Toren sind eine erfreuliche Bilanz für das Team des weiterhin verletzten Spielertrainers Kodai Stalph. Nach dem 4:3 über den FSV Trier-Tarforst, dem 6:2 über die SG Schneifel Auw und dem etwas glücklichen 2:1 beim TuS Mayen gab es in einer Nachholpartie des 17. Spieltags mit dem souveränen 5:1 (4:0) über den abstiegsbedrohten TuS Montabaur den vierten dreifachen Punktgewinn in Serie. Da an der Mendiger Brauerstraße im myprintshop-Stadion ein neuer Kunstrasen verlegt wird, musste die Eintracht ins „Exil“ nach Kottenheim ausweichen. Die 140 Zuschauer, die den Weg zum Kunstrasenplatz im Waldstadion gefunden hatten, mussten ihr Kommen nicht bereuen.
Die Westerwälder hielten in der Anfangsphase noch gut mit und hätten in der 20. Minute durchaus selbst in Führung gehen können. Nach einem Steckpass von Tobias Schnabel tauchte TuS-Stürmer Robin Reifenberg mutterseelenallein vor SG-Schlussmann Robin Rohr auf, doch Reifenberg zeigte Nerven und setzte den Ball neben das Tor. Mit dem 1:0 durch Pascal Zimmer war der Bann gebrochen. TuS-Torhüter Luca Beck, früher selbst einmal in Diensten der Eintracht, konnte den Kopfball des langen Innenverteidigers nach einem Freistoß von Kapitän André Marx noch parieren, gegen den Nachschuss des Ex-Plaidters war er allerdings machtlos (26.). Danach gab es für die Gastgeber Möglichkeiten fast im Minutentakt: Eric Gelhard rettete bei einem Schuss von Tim Montermann für den bereits geschlagenen Torhüter Beck, Sekunden später wurde ein Kopfball von Marx von der Linie geköpft (31.).
Mit dem 2:0 durch Marx, der den Ball nach einer Ecke aus zwei Metern nur noch mit dem Fuß ins Netz drücken musste, war die Messe praktisch gelesen (33.). Alexander Court spitzelte das Spielgerät nach einer Hereingabe von Brice Braquin zum 3:0 ins Tor (35.), Montermann schraubte das Resultat auf Vorlage von Ali Mirzaie noch vor der Pause weiter in die Höhe (39.). Vier Treffer in gerade einmal 13 Minuten, das konnte sich sehen lassen. „Das Treffer zum 1:0 war für uns der Dosenöffner. Wir wollten unsere Körpergröße bei Standardsituationen noch mehr ausnutzen, das ist uns vor allem beim Führungstor gelungen“, blickte Stalph auf die einseitigen 90 Minuten zurück. „Wenn wir in der ersten Hälfte noch ein oder zwei Törchen nachgelegt hätten, dann hätte sich der Gegner auch nicht beschweren können. Insgesamt gesehen haben wir unsere Chancen aber eiskalt ausgenutzt und den Puffer verwaltet.“
Spätestens nach dem 5:0 nur vier Minuten nach Wiederanpfiff schalteten die Gastgeber in den Verwaltungsmodus. Mit seinem zweiten Tor an diesem Abend, erneut auf Vorarbeit von Braquin, krönte Court seine starken Leistungen in den vergangenen Wochen. Dem agilen Reifenberg gelang zumindest noch der Ehrentreffer (57.). „Über die Leistung in den zweiten 45 Minuten breiten wir besser den Mantel des Schweigens“, meinte der Sportliche Leiter Frank Schmitz. „Nach dem hervorragenden Auftritt im ersten Abschnitt und den anstrengenden Wochen zuvor müssen wir den Jungs bei so einem klaren Vorsprung auch einmal einen solchen Durchhänger zugestehen.“
Stalph richtete den Blick gleich auf die beiden kommenden Auswärtsspiele. Am Mittwoch, 30. März, geht es zur SG Ellscheid, die Begegnung wird um 19.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Gillenfeld angepfiffen. Am Sonntag, 3. April, ist die Eintracht beim Ahrweiler BC zu Gast, die Partie auf dem Kunstrasenplatz in Heimersheim beginnt um 15 Uhr. „Mit 29 Punkten sind wir zwar im Mittelfeld-Getümmel, aber mit 29 Punkten steigst du ab. Wir sollten also genau so weitermachen. Ellscheid ist allerdings unser Angstgegner. Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals von dort etwas mitgenommen zu haben“, so Stalph. „Über die Qualität des ABC brauchen wir nicht zu reden. Die vier Siege hintereinander geben uns aber großes Selbstvertrauen, wir rechnen uns schon etwas aus.“ In beiden Spielen fehlen wird Niklas Heinemann, der sich beim Derby in Mayen einen Muskelfaserriss zugezogen hat.
SG Eintracht Mendig/Bell: Robin Rohr, Milan Rawert, André Marx (60. Florian Schlich), Pascal Zimmer, Florian Birnstock, Ali Mirzaie, Manuel Oster, Philipp Pohl (68. John Rausch), Tim Montermann, Alexander Court (75. Lars Assenmacher), Brice Braquin.
TuS Montabaur: Luca Beck, Almin Selman, Robin Reifenberg, Steffen Klöckner, Tobias Schnabel, Dominik Bischoff, Christoph Weiser (52. Luca Serdarusic), Eric Gelhard, Fabio Scumaci (87. Elmin Selman), Lorenz Marquardt, Tim Woche (76. Antonio Brugnano).
Schiedsrichter: Jan Schmidt (Koblenz).
Zuschauer: 140.
Torfolge: 1:0 Pascal Zimmer (26.), 2:0 André Marx (33.), 3:0 Alexander Court (35.), 4:0 Tim Montermann (39.), 5:0 Court (49.), 5:1 Robin Reifenberg (57.).
Nächste Aufgaben für die SG Eintracht Mendig/Bell: am Mittwoch, 30. März, um 19.30 Uhr bei der SG Ellscheid und am Sonntag, 3. April, um 15 Uhr beim Ahrweiler BC.
