Lokalsport | 29.03.2016

Fitness- und Gesundheitssport im Turnverein 1878 Vallendar e.V.

Vitaler Start in das Frühjahr

Frühjahrswanderung mit der Übungsleiterin Hanni Lentes-Wieland

Nebel auf den Eifelhöhen. privat

Vallendar. Uns ist mal wieder nach wandern zumute! Nach einem langen Winter starten die Walkingmädels gleich in ein lebendiges Frühjahr. Das heißt: „Ab ins Freie“, den Frühling begrüßen und sich etwas Gutes tun. Und so starten wir unseren Wandertag mit winterlichen Temperaturen, noch grau und neblig in der warmen Kaminstube der „Bauernschmause“ mit einem leckeren Frühstück. Die liebevolle Einrichtung lässt sofort echtes Flair aufkommen, das Büffet ist liebevoll zubereitet, die Laune könnte nicht besser sein; es geht doch nichts über ein gemütliches Frühstück in geselliger Runde. Nach einem solchen ausgiebigen Frühstück in idyllischer Atmosphäre kann der Wandertag eigentlich nur noch erfolgreich werden. Nachdem sich zwei Wandermädels verabschiedet haben, fahren wir zur Pyrmonter Mühle, am Himmel zeigen sich schon die ersten blauen Lücken. Warm und winddicht eingepackt beginnen wir dort unsere Wanderung auf dem Traumpfad „Pyrmonter Felsensteig“, der 2015 zu Deutschlands schönstem Wanderweg gekürt wurde.

Der Weg führt nach der Steinbrücke über den zweigeteilten Wasserfall hinauf zum Stationsaltar „Drei Kreuze“. Danach windet sich ein erster schmaler Pfad den Wald hinauf, der bald übergeht in einen weichen Wiesenweg. Linkerhand erahnen wir das Elztal, ansonsten umgeben uns Felder und Wiesen, der Himmel wird immer heller.

Nachdem wir ein Wäldchen durchquert haben, ergeben sich weite Blicke auf das Umfeld und über die Eifelhöhen. Der Weg steigt weiter an, von Weitem sehen wir schon das große Holzkreuz auf dem Sammetzkopf, der Himmel schon deutlich blauer. Doch der Traumpfad lässt uns nicht geradeaus auf das weithin sichtbare Kreuz laufen, sondern führt erst einmal hinab und dann wieder hinauf. Wir verweilen am Gipfelkreuz, von dem wir eine unendlich weite Sicht haben.

Danach verlassen wir die offene Feld- und Wiesenlandschaft, der Weg biegt nach rechts ins Naturschutzgebiet Juckelsberg ab. Nach der rustikalen Hauenhütte treten wir in eine andere Welt ein, der Weg verengt sich und wird zu einem schmalen Pfad. Es wird buschiger, die Erlen sind noch unbekleidet, der steinige Pfad führt hinauf und wieder hinab, bald hören wir den Elzbach rauschen. Der Pfad schlängelt sich hinunter ins Tal, wir nähern uns der Elz, doch schon lenkt er uns wieder bergan, um dann am Hang entlang dem Bach zu folgen. Durch einen Erlenwald folgt der reizvolle Pfad jeder Biegung des Baches und passiert die eindrucksvollen Klippen der Teufelskammer. Im ständigen Auf und Ab geht es über Felsenpfade durch Auenlandschaften. Die Elz, die viel Wasser führt, rauscht, plätschert und gurgelt neben uns, immer wieder queren wir sie über Brücken.

Der Weg ist traumhaft schön. Wir genießen den Weg, so macht wandern Spaß. Eine Augenweide bietet sich im Tal: An der Enz entlang entdecken wir immer wieder Schneeglöckchenwiesen. Tausende von Einzelblüten bilden ein großflächiges Blütenmeer, was für ein Glück, diese üppig blühende Pracht bewundern zu dürfen.

Abwechslungsreich führt der Traumpfad weiter, auf einer Treppe steigen wir nach oben, um bald wieder abzusteigen zum „Ritt an der Elz“, einem kurios geformten Baumstamm, natürlich legen wir hier einen Fotostopp ein. Nach einer Weile schiebt sich die Burg Pyrmont ins Blickfeld und beansprucht durch ihre gewaltige Präsenz unsere Aufmerksamkeit. Letztlich bringt uns der Weg hinauf zur Burg und nach kurzem Blick auf das Gemäuer der mittelalterlichen Burg setzen wir unseren Weg auf einem herrlichen Felsenpfad mit efeuumrankten Höhlen, steilen Klippen und hohen Schieferfelsen fort. Der Felsensteig führt zunächst hinab zum Bach, um dann abermals an Höhe zu gewinnen. An einer Bank gewährt eine freie Stelle einen herrlichen Blick auf die gewaltige Burg. Die letzte Strecke führt abwärts, wir hören schon das tosende Wasser, das unter der steinernen Straßenbrücke hervorbricht und nach unten stürzt. Bald haben wir die Mühle erreicht, biegen aber zunächst rechts ab, um das besondere Ensemble von Weiher, Wasserfall, Mühle und der hoch oben thronenden Burg genau in Augenschein zu nehmen und das obligatorische „Wasserfall-Mühle-Burg“ Foto zu machen. Nach diesem „Sahnehäubchen“ zum Abschluss unserer Wanderung kehren wir in der Mühle zum Abendessen ein und kosten den wunderschönen Tag einfach nur aus. Das Wandern hat uns wieder zusammengebracht, wir haben dabei die Natur und die Region erlebt, etwas für die Gesundheit und die Fitness getan und die Seele verwöhnt.

„Ritt an der Elz“.

„Ritt an der Elz“. Foto: Picasa

Ensemble: Wasserfall-Mühle-Burg.

Ensemble: Wasserfall-Mühle-Burg. Foto: Picasa

Immer wieder bergauf.

Immer wieder bergauf. Foto: Picasa

Nebel auf den Eifelhöhen. Fotos: privat Foto: Picasa

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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