Lokalsport | 28.11.2016

LAF Sinzig Volleyball

Volleyballer auf Abstiegskurs

Dritte Liga Süd: TV Waldgirmes – LAF Sinzig 3:0 (25:11, 25:15, 25:14)

Sinzig. Die Volleyballer der LAF Sinzig befinden sich nun definitiv auf Abstiegskurs. Beim vormaligen Tabellennachbarn kassierten die Rheinländer eine bittere 0:3 Niederlage, die in ihrer Deutlichkeit (25:11, 25:15, 25:14) keine Zweifel an ihrer Unterlegenheit ließen. Kapitän Matthias Michno fasste den Zwischenstand in der zehnminütigen Pause nach dem zweiten Satz zutreffend zusammen: „Wir sind in allen Disziplinen unterlegen. Jetzt geht es nur noch über den Aufschlag und die kämpferische Einstellung“. Doch auch das sollte am Ergebnis nichts mehr ändern. Im ersten Satz ging Sinzig zunächst noch in Führung. Doch es zeigte sich bald, dass die Eigenfehlerquote zu hoch war und dem Gegner immer zwei bis drei Breakpunkte bei eigenem Aufschlag gelangen - dieser mithin langsam aber sicher davon zog. Dabei zeigte insbesondere die Sinziger Annahme unerklärliche Schwächen, sodass die Mittelangreifer im Sinziger Spiel nicht ins Spiel fanden und Spiellenker Matthias Michno immer mehr den starken Diagonalangreifer Patrick Hehmann suchte. Diese Spielausrichtung war indes für den blockstarken Gegner zu leicht durchschaubar, mit der Folge zunehmender Punktgewinne der Gastgeber aus der Defensive heraus. Dabei begann Sinzig in ungewohnter Grundaufstellung: Patrick Hehmann ging von Anfang an statt über die Mittelposition über die Diagonale und ersetzte dort Neuzugang Dirk Funk. In der Hoffnung, den Sinziger Hauptangreifer über den Spielfluss besser in Szene setzen zu können, behielt Trainer Gilbert Deurer die Grundaufstellung bei, statt – wie in den vergangenen Spielen – sofort wieder zu rotieren. Doch eine Verbesserung war nicht ersichtlich. Der zweite Satz war ein Spiegelbild des ersten – mit Ausnahme der vormaligen kurzzeitigen Sinziger Führung zum Satzbeginn. In der nun folgenden zehnminütigen Pause kam es zu den oben zitierten Äußerungen. Mit der Hoffnung auf einen „Lucky Punch“ änderte Sinzig die Grundaufstellung grundlegend: Über die Mitte gingen nunmehr neben Serge Moor und der erstmals eingesetzte Jugendspieler Daniel Upgang. Dafür wurde Manuel Michno nach außen beordert mit der misslichen Folge, dass nunmehr entweder einer der bis dahin solide agierenden Defensivspezialisten Merlin Hinsche oder Konstantin Skok den Satz zum Teil auf der Bank verweilen mussten. Im Ergebnis brachte auch diese Änderung nichts – außer der erfreulichen Erkenntnis, dass der erstmalige Einsatz des Jugendspielers positiv zur Kenntnis zu nehmen ist. „Daniel hat eine gute Blocktechnik und beachtliche Reichhöhe“ meinte sein Teamkamerad und Trainer Manuel Michno anerkennend in der Nachschau. Und tatsächlich gelangen dem Neuzugang einige gelungene Blockaktionen, die von Dritten als „erfrischend“ bezeichnet worden sind. Doch letztlich änderte sich an der Kräfteverteilung an diesem Tag nichts. Auch dieser Satz ging völlig verdient und deutlich an die Hausherren. Als positiv an der anschließenden Krisensitzung der unmittelbar abstiegsbedrohten Rheinländer ist anzumerken, dass es – anders als üblich – keine Schuldzuweisungen, Verstimmungen oder sonstige Krisen gab. Vielmehr wurden konstruktiv und selbstkritisch individuelle Fehler besprochen und die Situation realistisch analysiert. „Klar sind wir jetzt Abstiegskandidat Nummer eins, aber sportlich sind wir ehrgeizig und wollen uns verbessern“, motivierte Kapitän Matthias Michno seine Mannen. Nun stehen zwei Wochen Spielpause bis zum nächsten Heimspiel, am 10. Dezember um 20 Uhr gegen Kriftel in der heimischen Rhein-Ahr-Sporthalle, an. An diesem Spieltag wird Coach Deurer aus familiären Gründen fehlen. Doch vielleicht gelingt ja hier aus dieser Drucksituation eine Überraschung. Für die LAF Sinzig spielten: Jan Niklas Comes, Esteban Deutschmann, Dirk Funk, Patrick Hehmann, Merlin Hinsche, Manuel Michno, Matthias Michno, Serge Moor, Daniel Upgang.

BC Dernbach - LAF Sinzig II 1:3 (10:25; 25:16; 21:25; 20:25)

Am Samstag hat die Sinziger Zweite den langersehnten ersten Sieg in der Verbandsliga Nord der Männer eingefahren. Mit viel Motivation gingen die Sinziger in das Spiel gegen den Tabellensechsten aus Dernbach. Durch zahlreiche erfolgreiche Angriffe von Max Füllmann über die Mitte und Reiko van Wees über Außen, wurde eine solide Führung aufgebaut. Durch eine sehr starke Annahme- und Abwehrleistung konnte die Führung über den Satz ausgebaut werden. Sehr überrascht durch die eigene Leistung und dem Spielstand feierte sich die Mannschaft für den ersten, recht deutlichen Satzgewinn in der Verbandsliga Nord. Der zweite Satz ging jedoch an die Gastgeber, die durch wenig Fehler und eine starke Leistung im Angriff den Satz dominierten. Nach der kurzen Unterbrechung und dem Aufruf zur Konzentration von Co-Trainer Engelmann, der ebenfalls als Spieler agierte und Trainer Manuel Michno vertrat, ging man gespannt in die nächsten Sätze. Hier zeigten sich die Qualitäten des Sinziger Spiels: Aus der starken Annahme konnte Zuspieler Jan Ketterer die Angreifer in Szene setzen. Auch trotz der gelegentlichen Schwierigkeiten, den Ball in der gegnerischen Hälfte zu versenken, gelang es ihnen die Oberhand zu gewinnen und ihr Spiel souverän durchzuziehen. Den letzten Satz gewannen die Sinziger ebenfalls, trotz einiger Schwierigkeiten im Block. Hierbei konnte auch Moritz Leimkühler viel Spielpraxis sammeln und trug seinen Teil zum ersten Sieg bei. Engelmann resümierte nach dem Spiel: „Wir haben heute eine gute mannschaftliche Leistung gezeigt und ich bin hoch motiviert, dass wir auch in den nächsten Spielen unsere Klasse zeigen werden und dass der nächste Sieg nicht lange auf sich warten lassen wird.“ Für die LAF spielten: Moritz Leimkühler, Jan Ketterer, Hendrik Ketterer, Max Füllmann, Jan Welkener, Reiko van Wees, Alexander Engelman.

SSG Etzbach – VSG Sinzig I 3:2 (27:25; 22:25; 25:17; 23:25; 16:14)

„Wenn man einen Matchball liegen lässt, ist es schwer, sich über den einen Punkt zu freuen“ so der Kommentar einer zerknirscht wirkende VSG Mittelblockerin Mona Bell nach Spielende am Samstagabend. Doch von vorn: Samstagnachmittag gegen 16 Uhr startete das Spiel der Verbandsliga Nord der Frauen zwischen der SSG Etzbach und der VSG Sinzig I unter keinem guten Stern. Mittelblockerin Michaela Eisele wird wohl für den Rest der Saison verletzungsbedingt nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen können und musste durch Larissa Pauly ersetzt werden. Dafür übernahm Tamara Rosauer die Außen-Annahme Position. Wechseloptionen boten sich dem Trainer zusätzlich keine, da Jennifer Fuchs die Liberoposition bekleidete. Der erste Satz war geprägt von vielen Unsicherheiten auf beiden Seiten und wurde letztlich knapp zugunsten der Heimmannschaft entschieden. Die Sinzigerinnen fanden danach besser ins Spiel und konnten sich den zweiten Satz nach solider Leistung in Aufschlag und Annahme sichern. Im dritten Satz nahm jedoch die Konzentration deutlich ab und so musste die VSG gleich mehrere Aufschlagserien hinnehmen. „Hier hatten wir nicht nur Probleme mit dem ersten Ball, sondern agierten auch im Angriff fehlerhaft“ so VSG Zuspielerin Sarah Rosauer, die einräumte „in diesem Satz hatte auch ich meine schwächste Phase in diesem Spiel“. Zu Beginn des vierten Satzes stellten die Gäste um. Tamara Rosauer übernahm die Diagonalposition, während die deutlich erfahrenere Melanie Deurer die Außen-Annahme Position übernahm und dort für deutlich mehr Sicherheit im Angriff sorgte. Daraus resultierend ging der vierte Satz knapp, aber im Ergebnis verdient, an die Sinzigerinnen. So musste also bereits zum dritten Mal in dieser Saison der fünfte Satz ein Spiel der VSG entscheiden. Diesmal war das Glück jedoch nicht auf der Seite der Sinziger Damen. Trotz einer Führung bis zum 11:8, mussten sich die Damen von der Ahr am Ende, nach einem nicht genutzten Matchball, mit 14:16 geschlagen geben. „Das Problem ist eher, dass wir immer wieder in Satzrückstand geraten“, so VSG Trainer Merlin Hinsche. „Hier müssen wir noch an der Konstanz arbeiten“ so Hinsche. Das nächste Spiel steht am 18. Dezember in der heimischen Halle an. Für die VSG spielten: Mona Bell, Melanie Deurer, Jennifer Fuchs, Larissa Pauly, Sarah Rosauer, Tamara Rosauer, Rilana Schnelzauer, Erika Sebold.

VC Neuwied II – VSG Sinzig II 3:2 (14:25; 25:21; 25:13; 17:25; 15:8)

Die zweite Mannschaft der VSG Sinzig konnte an diesem Wochenende ihren ersten Punkt in der Bezirksliga Ahr Westerwald beim Auswärtsspiel in Neuwied verbuchen. Das Spiel begann mit einer sehr konzentrierten Leistung der Gäste aus der Barbarossastadt, die vor allem im Aufschlag den Druck auf den Gegner konstant hochhielten und den ersten Satz deutlich für sich entscheiden konnten. „Das war tatsächlich gefährlich, denn die Mannschaft ist noch sehr jung und verfügt über wenig Erfahrung“ so VSG Trainer Merlin Hinsche. So warnte Hinsche seine Spielerinnen zu Beginn des zweiten Spielabschnittes davor, die Konzentration schleifen zu lassen. Leider verpuffte diese Warnung nahezu ungehört. In alle Bereiche des Sinziger Spiels schlichen sich Fehler ein und folgerichtig ging der zweite Satz knapp, der dritte jedoch deutlich an die Heimmannschaft. „Dann hatte Neuwied in Satz vier das gleiche Problem wie wir zuvor und wir konnten uns wieder reinkämpfen und den fünften Satz erzwingen“, so VSG Kapitän Vivane Welsch. Der fünfte Satz musste nun entscheiden. Bis zum 8:10 lief es noch gut für die Gäste, dann jedoch führten fünf sehr starke Aufschläge des Gegners gepaart mit einer spürbaren Unsicherheit in der Annahme zum am Ende deutlichen Satzverlust mit 8:15. „Wir haben einen Punkt gewonnen und wollen jetzt darauf aufbauen“ gibt sich Universalspielerin Denise Nalca kämpferisch. Für die VSG II spielten: Henriette Deurer, Annalena Dinkelbach, Denise Nalca, Rebecca Küpper, Rilana Schnelzauer, Alexandra Schäfer, Chiara Thelen, Viviane Welsch.

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