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Zehntes Jubiläum der Charity-Aktion Race4Friends

Vollgas für den guten Zweck

Rennfahren für Menschen mit Behinderung

20.11.2019 - 15:51

Rheinbach. Regen, Wind, kalte Luft, typisches November-Wetter in der Eifel eben. Und doch an jeder Ecke glückliche, strahlende Gesichter. Wie kann das sein? Ganz einfach, Race4Friends. Eine Charity-Aktion, die sich dieses Jahr zum nun zehnten Mal wiederholte und somit ein kleines Jubiläum feiert. Worum handelt es sich hierbei genau? 2009 schloss sich der Verein Race4Friends e.V. zusammen, um Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen es zu ermöglichen, Motorsport hautnah im Auto auf der Strecke zu erleben und für eine kurze Zeit ihre Einschränkungen zu vergessen und hinter sich zu lassen. Hierfür stellen Teams aus verschiedensten Rennserien und Klassen ihre Fahrzeuge sowie Fahrer den Teilnehmern vollkommen kostenfrei zur Verfügung und chauffieren sie jeweils um die Grand Prix-Strecke des legendären Nürburgrings.

Eine wiederholte Teilnahme ließ sich auch ein Team aus Rheinbach nicht nehmen. Rheinland Motorsport, gegründet im Jahr 2016 und ist seit diesem Jahr fest im Rheinbacher Industriegebiet ansässig. Das Team und Patrick Gierlich und Ralf Schreiber machte sich mit ihrem Rennwagen bereits Sonntag abends in die Eifel auf. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Nissan Sunny GTi, Baujahr 1991, welcher aus einem optimierten 2-Liter-16V Motor eine Leistung von rund 165 PS schöpft. Mit diesem Fahrzeug wird Rheinland Motorsport 2020 in die Serie GLP (Gleichmäßigkeits-Prüfung) auf der Nordschleife zurückkehren, nachdem die 2019er Saison bereits im dritten Lauf nach einem Einschlag im Bereich Wehrseifen und einem daraus folgenden Totalschaden an ihrem BMW E36 frühzeitig beendet war.

Zum nun dritten Mal in Folge nehmen sie nun an ihrer „Herzensangelegenheit“ teil, wie das Team diese Veranstaltung einstimmig nennt. „Es ist einfach unglaublich, welche ehrliche Dankbarkeit sowie ungefilterte Freude vom Beifahrersitz zurückkommt.“ gaben sowohl Ralf als auch Patrick zu Protokoll. „Wir fahren zwar bei weitem nicht am Limit, denn es geht ja nur um den Spaß für unsere Fahrgäste und da darf man die Sicherheit niemals außer Acht lassen. Aber trotzdem lässt es sich bei diesen Wetterverhältnissen nicht vermeiden, dass das Auto mal ein wenig ins Rutschen kommt. Aber anstatt ängstlich zu reagieren, kommen laute Freudenschreie und unglaubliches Jubeln von der Seite. Das muss man einfach erlebt haben!“

Die Turns pro Beifahrer dauern drei Runden. Bevor es ins Auto geht werden die Beifahrer von ehrenamtlichen Helfern mit Helmen ausgestattet, anschließend zum in der Boxengasse des Formel-1-Kurses wartenden Fahrzeug geführt. Dort wird ihnen beim Einstieg sowie beim Anschnallen geholfen. Die meisten Fahrzeuge verfügen hier auch auf der Beifahrerseite über Schalensitze mit entsprechenden 6-Punkt-Anschnallgurten, die dadurch ein hohes Maß an Sicherheit gewährleisten. Anschließend geht es raus auf die Strecke. Auf der Strecke sind in der Regel gleichzeitig circa 30 Fahrzeuge, sodass es auch zu echten Überholmanöver kommt, die das „Erlebnis Rennstrecke“ komplett machen. Am Ende des Turns geht es wieder zurück in die Boxengasse. Am Ausstieg stehen ebenfalls Helfer bereit, die die Fahrgäste in Empfang nehmen und zurück ins Fahrerlager führen, wo sie ihren mitgereisten Familien, Freunden oder Betreuern mit einem strahlen im Gesicht von ihren Erlebnissen berichten und die oft selbst gefilmten Handyaufnahmen präsentieren. Dieses Jahr standen über 80 Fahrzeuge bereit. Von einem 40 Jahre alten Opel Kadett bis hin zum Ferrari oder Porsche war alles vertreten. Meist sind diese Fahrzeuge mit zwei Fahrern besetzt, die sich über den Tag am Steuer abwechseln, um den rund 1000 angereisten Motorsportfreunden einen unvergesslichen Tag zu bereiten. „Natürlich entstehen bei diesem Event hohe Kosten für uns. Allein schon der Sprit, den wir an diesem Tag verbrauchen, geht in dreistellige Euro-Bereiche. Aber das sind in Augen unwichtige Peanuts gegen das, was wir unseren Co-Piloten an dem Tag zurückbekommen. Wir sind gesund, können dieses Hobby ausüben. Also geben wir anderen, die zwar die gleiche Freude am Motorsport haben, aber einfach nicht die körperliche Möglichkeit, sehr gerne etwas zurück!“ sagte Patrick Gierlich. Eine sehr gute Nachricht wurde unmittelbar nach der Veranstaltung bekannt gegeben. Die Betreiber des Nürburgrings werden auch 2020 dem Race4Friends e.V. Strecke sowie Boxenanlage und Fahrerlager zur Verfügung stellen, um dann zum 11. Mal fröhliche Gesichter bei eingeschränkten Mitmenschen hervorzurufen. Ein genaues Datum wird im Frühjahr bekannt gegeben. Auch Rheinland Motorsport hat eine erneute Teilnahme schon zugesagt.

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Kommentare
juergen mueller:
Frau Esken u.Erfahrung? Die SPD u.gute Umweltentwicklungen u.sozial verträglicher Klimaschutz schon "immer" eine Herzensangelegenheit? Seit wann das denn?Schon mal besser gelogen. Es ist nicht zu fassen,mit welcher Abgebrühtheit man sich hier noch als glaubhaft verkaufen u.aus dem roten Scherbenhaufen noch ein einigermaßen ansehnliches Puzzel machen will.Anstatt sich die Glaubensfrage selbst zu stellen,wird weiter lustig polarisiert u.an für die mit sozialen Unwahrheiten zu fütternde Bevölkerung gearbeitet.Sozial u.christlich sollte die SPD aus ihrem Wortschatz einfach streichen.
Uwe Klasen:
Schon zweimal startete der Sozialismus in Deutschland " ... in die neue Zeit" und endete Tragisch!
juergen mueller:
Bei all dieser Lobhudelei wird wohl vergessen,dass durch SchuWi Koblenz in eine Schuldenfalle geraten ist,von der sie sich bis dato u.bis in die Zukunft nicht erholen wird.Auch unvergessen sollte sein,dass er Widerstände aus der Bevölkerung als "Blödsinn" abgetan hat.Und ja,zu seiner Zeit als OB durchgeboxte Projekte haben Koblenz auch geschadet.Apropo Umweltamt - eine Phantombehörde,deren Berechtigung über Jahrzehnte man als überflüssig bezeichnen kann,da sie in Sachen Umwelt total versagt hat.Vermessen u.voreingenommen ist zu behaupten,in seiner Amtszeit habe eine wohltuende/offenherzige Identifikation der Koblenzer Bevölkerung mit ihrer Heimatstadt stattgefunden.Ich finde,dass hier ein Mensch seine Arbeit gemacht hat nach dem Motto:"Mein Wort ist Gesetz",nach seinen Vorstellungen,keine Widerstände duldend,schon garnicht aus der Bevölkerung.Unter "etwas besonderes u.unverzichtbar" stelle ich mir etwas anderes vor.Es fehlt nur noch,dass Hofman-Göttig ebenfalls Ehrenbürger wird.
Christian S.:
Ich lebe seit Jahren in den USA. Eigentlich wollte ich zurückkehren nach Deutschland. Aber mir wird himmelangst bei diesen Entwicklungen. Ich fühle mich nicht mehr sicher bei meinen Besuchen in Deutschland. Es wird immer meine Heimat bleiben, doch eine die ich nicht wiedererkenne.
Karl:
Ein Deutschland in den wir gut und gerne leben!!!! Es kotzt einen an. Es wird einfach alles hingenommen!
Donald Trump:
An solche Vorfälle müssen wir uns erinnern, wenn wir auf dem Weg zur Wahlurne sind.
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