Puderbacher Ausdauersportler absolvierten „Alpencross-Challenge“ V

Von Garmisch bis zum Gardasee mit dem Mountainbike

Ein Abenteuer, bei dem 14.900 Höhenmeter überwunden wurden

03.08.2020 - 14:27

Puderbach. Vom Homeoffice geplagt und durch den Ausfall sämtlicher geplanter Wettkampfveranstaltungen in diesem Jahr (u.a. des beliebten Malberglaufs), musste für drei Puderbacher Lauftreffathleten und einem Freund aus dem Allgäu eine neue Motivation und Herausforderung gefunden werden. Schnell bot sich daher als ideale Lösung eine Alpenüberquerung mit dem Mountainbike an. Die fahrtechnisch wie konditionell anspruchsvolle „Alpencross-Challenge“ von Garmisch durch das Karwendel, über die Stubaier- und Ötztaler Alpen ermöglichte es den vier Mountainbikern, den Gardasee auf einer hohen Route östlich von Reschenpass und Timmelsjoch in einer Tourenwoche abzufahren.

Ihr Bike Abenteuer starteten die drei Lauftreffathleten Sven Dau, Michael Hoben und Jendrik Graß am Morgen des 17. Juli im Westerwald. Im Startort Garmisch komplettierte dann Philipp Lauber das Quartett, der aus dem Allgäu angereist war. Zum „einrollen“ absolvierten die Biker nachmittags eine kurze Etappe von Garmisch zum ersten Quartier in Scharnitz/Österreich.

Samstags Morgen ging es dann sofort hoch hinauf ins Karwendel Gebirge. Dort drängen sich auf einer Fläche von 900 qkm zweihundert Berggipfel zwischen Isar, Inn, Achenseefurche und Seefeldflanke. Es galt 63 km mit 2300 Hm an diesem Tag zu absolvieren zum geplanten Ziel in Pertisau am Achensee.

Der Sonntagmorgen begann nicht gut für die Mountainbiker! Nach einer kurzen Trail-Abfahrt vom Achensee hinunter nach Jenbach hatte Philip ein defektes Hinterrad mit gebrochener Speiche. Nach einem Tipp von einem Ortansässigen älteren Herrn, klingelten die Vier bei einem Bike Shop, dessen Besitzer direkt darüber wohnen sollte. Es wurde tatsächlich geöffnet und die Speiche wurde repariert! Was für ein Service am Sonntagmorgen um 8.30Uhr! Somit konnte doch noch die Tagesetappe fortgesetzt werden. Über die Weidener Hütte ging es hoch zum Gipfel des Geiseljoch auf 2291 m und wieder hinab in das Tuxer Tal und von dort noch einmal steil hinauf zum Tuxer-Joch-Haus auf 2313 m, was auch das Tagesziel war. Im Roadbook wurde die Tagesetappe mit 78 km und 3300 Hm notiert!

Nächstes geplantes Ziel war die Schneeberghütte, doch sollte es hier anders kommen als geplant. Nach langen Schiebepassagen am Vormittag und zwei Reifendefekten konnte der Zeitplan der Vier nicht eingehalten werden. Die Tagestour musste gegen Abend in Mareit im Rindautal frühzeitig beendet werden und ein Quartier für die Nacht gesucht werden. An diesem Tag wurden 77 km gefahren und 2000 Hm absolviert.

Am nächsten Morgen wartete der anspruchsvollste Anstieg der gesamten Tour. Es galt 1300 Hm zum Schneebergjoch zu überwinden, wovon die letzten 500 Hm, das Bike auf hochalpinen Wanderwegen auf dem Rucksack getragen werden musste! Von dort ging es über einen wunderschönen Trail, vorbei an der Schneeberghütte bis hinunter zur Timmelsjochstraße. Auf dieser ging es weiter hinab bis nach Moos im Passeiertal.

Aufgrund der Verkürzung am Vortag musste am nächsten Tag das Eisjöchle entfallen und es wurde der Radweg über Meran nach Naturns gewählt. Auf einer Etappenlänge von 78 km wurden wieder 1600 Hm absolviert!

Am nächsten Morgen startete das Bike-Quartett bereits früh. Nach dem Frühstück um 6.45 Uhr erfolgte gegen 7.30 Uhr die Abfahrt von der Pension „Wir hatten viel vor“! Es ging sofort wieder nach oben über 1400 Hm zur Naturnser Alm, von dort leicht ansteigend über die Naturnser Böden zum Martscheinberg und über einen Panorama-Trail hinab nach St. Walburg und dem Zoggler Stausee. Ab St. Gertraud folgte der zweite lange Anstieg des Tages hinauf zum Rabbi Joch auf 2467 m. Zur Belohnung gab es eine fast nicht enden wollende Abfahrt bis hinunter nach Male auf 735 m. Die Scheibenbremsen waren an Ihren Grenzen und auch die Vier waren froh nach 88 km und 3300 absolvierten Hm das Tagesziel in Dimaro zu erreicht zu haben. Am Abend fiel noch der Satz: „der letzte Tag ist geschenkt“, was so jedoch nicht ganz stimmen sollte!

Es warteten noch einmal 81 km mit 2000 Hm auf die Vier Mountainbiker. Wieder einmal ging es direkt nach dem Frühstück steil bergan in Richtung Madonna di Campiglio. Hinab zur Vallesinella Talbrücke mit Gegenanstieg und einem 50-minütigen Schiebestück hinauf zum Passo del Gotro auf 1847 m! Gefolgt von einer traumhaften Abfahrt bis Ponte Arche, um von dort bei 38 Grad auf Asphalt einen letzten Anstieg zum Passo di Ballino zu bezwingen. Und dann kam „ER“ in Sicht, der „Largo di Garda“! Bei diesem Anblick waren sofort sämtliche Tour Strapazen vergessen! Der Rest der Abfahrt in Richtung Riva war zum Genießen. Dort folgte Standesgemäß der Sprung in voller Radmontour in den Gardasee. Ein unvergessliches Abenteuer ging für das Bike Quartett des Lauftreffs Puderbach zu Ende...

Pressemitteilung
Lauftreff Puderbach

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juergen mueller:
Warum immer so kompliziert - 30 Grad Differenz - wen interessiert`s. Steingärten sind optisch monoton und ökologisch = 0. Die NACHTEILE - Teuer in Anschaffung und Pflege, Insekten,Vögel u.andere Gartentiere finden weder Nahrung noch Lebensraum, Schnell unansehnlich durch Algen und Pflanzenaufwuchs, Regelmäßiges Reinigen nötig - Einsatz von Laubbläsern, Hochdruckreiniger kostet Energie und schädigt Kleinlebewesen, Einsatz von Pestiziden tötet Lebewesen, Schotter heizt sich im Sommer auf, Feinstaub wird nicht gefiltert, Staubbelastung steigt, Lärm wird verstärkt, Boden wird verdichtet u.zerstört, später aufwendige Renaturierung nötig, Wasser kann gar nicht oder nur schwer versickern. Das muss reichen, um dagegen zu sein, oder?
juergen mueller:
Was für Träumereien - ein Neubau, etwas was der ein oder andere in diesem Leben eh nicht mehr erleben wird, Hauptsache,darüber geredet - wie lange schon?. Und die Frage ist - WOFÜR? Vor Jahrzehnten ABENDSPORTFEST ... ade FUSSBALL ... ade Also - WOFÜR eine neue Tribüne, Herr NAUMANN?
juergen mueller:
Seit wann setzen vor allem CDU und SPD auf Transparenz?Dieses Wort gibt es nicht in deren Wortschatz.Die leben ihre undurchsichtige Politik nach wie vor nach dem Motto aus:"Bürger*innen dürfen zwar alles essen, aber nicht alles wissen".Politik lässt sich nicht in die Karten schauen.Da wird vertuscht,getäuscht,gelogen und verarscht und das auf einem sprachlichen und gestikreichen absolut unterem Niveau - man schaue sich auf FACEBOOK den Senf der SPD-Fraktion einmal näher an.Ein Herr Biebricher/CDU zerreißt sich das Maul immer nur dann,wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist - inhaltlos,verständnislos,absolut desorientiert,uninformiert,selbstgefällig,von seiner eigenen unwichtigen Wichtigkeit überzeugt,das Bild eines Möchtegern-Politikers,der seine Abwahl als Landtagsabgeordneter immer noch nicht verkraftet hat,weil ihm vom Wähler aufgezeigt wurde,dass es dafür dann doch nicht reicht - die SPD mit eingeschlossen. BÜRGERBETEILIGUNG - BÜRGERNÄHE = eine verlogene POLITIK.
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