Vorhang auf für die ersten Spiele
Bad Neuenahr. Bei durchwachsenem Wetter und einer bestens präparierten Sandplätzen startete am Dienstagmorgen die 70. Deutsche Tennismeisterschaft mit den Begegnungen der älteren Semester, den Herren 90 und Damen 85, in die Eröffnungsrunde. Von Tennismüdigkeit ist beim Mammutturnier von Bad Neuenahr auch bei der 70. Auflage nichts zu spüren. 569 Tenniscracks treten hier 13 Tage lang zur Titeljagd an. Die Crème de la Crème des deutschen Senioren-Tennis wird dabei in 47 Konkurrenzen die Rackets schwingen, um die Deutschen Meister 2025 im Einzel, Doppel und Mixed zu ermitteln. Nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ bewegt die deutsche Tennissenioren-Turnierlandschaft mal wieder auf höchstem Niveau. Dramatik in den Matches gab es am ersten Tage allerdings wenig zu sehen, und sportlich hob sich der Auftakt der „Deutschen“ mit Favoritensiegen dann auch nicht von den Vorgängermodellen ab – zumindest, was die Damen betrifft, nur auf den zweiten Blick. Zum Start setzte sich bei den Damen 85 Irmgard Gerlatzka, die Weltmeisterin von 2024 ist in Bad Neuenahr an drei gesetzt, im Sauseschritt gegen die amtierende deutsche Meistern Victoria Aselmann klar in zwei Sätzen (6:0, 6:0) durch. Keinerlei Probleme bei seinem Auftaktmatch Herren 90 hatten ebenso der mehrfache Deutsche Meister und vielfache Welt-, Europameister, Herbert Althaus. Zur klaren Angelegenheit entwickelten sich sein Match gegen Franz Schlüter (SV Lüttringen). Mit 6:2 und 6:3 fegte Althaus sein Konkurrenten Schlüter innerhalb von nur 68 Minuten vom Feld. „Ich habe einen fantastischen Gegner gehabt. Es ist der zweitfitteste Tennissenioren Spieler überhaupt – es gibt eigentlich nur zwei fitte: das sind er und ich. Er spielt die Stopps so gut, da kann man nicht erkennen, wird er kurz oder wird er lang. Auch mit seinem Slice hat er mich gleich ein paar Mal erwischt. Wir kennen uns gut, es macht Spaß hier zu spielen – natürlich macht es Spaß, überhaupt noch gesund auf dem Platz zu kommen, und auch gesund wieder vom Platz runter zu kommen“, brachte es der Altmeister Althaus auf den Punkt.
