Lokalsport | 03.04.2023, 10:41 Uhr

Absa Cape Epic Südafrika (Westkap)

Wenn Träume wahr werden

Gesamtstrecke 648 Kilometer, 15.475 Höhenmeter, Prolog plus sieben Etappen

Marco Sieler und Philipp Specht. Foto: privat
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Koblenz. Das Absa Cape Epic 2023 ist das jährliche Schaufenster des Mountainbike Marathonsports. Alle Augen richten sich auf die Wildnis Südafrikas, wo sich Herden von Fahrern, darunter die weltbesten Athleten, auf den Trails rund um Kapstadt zum härtesten Mountainbike Rennen der Welt versammeln. Die Teilnehmer messen sich beim Prolog und 7 Etappen, fahren in 2er-Teams, dabei dürfen sie nur einen Abstand von 2 Minuten haben. Beide Fahrer müssen ins Ziel kommen, um in der Gesamtwertung zu bestehen. Hilfe gibt es keine, evtl. Pannen auf der Strecke muss das DUO selbst beheben.

„Zusammen starten, zusammen kämpfen, zusammen ankommen“, lautet die Devise. Diesem harten Ausdauertest stellen sich die Teamfahrer der SIG Koblenz Marco Sieler und Philipp Specht, die im letzten Jahr noch als Hobbyfahrer unterwegs waren.

Dass die knüppelharten Etappen in den Bergen Mensch und Material auf die Probe stellen werden, damit hatten Marco und Philipp gerechnet, nicht einkalkuliert hatten sie jedoch die unberechenbare Wetterlage. Mit Regen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h, die selbst den Abbau der Race Village erforderlich macht, haben nicht nur die Beiden, sondern selbst die hartgesottenen Profis zu kämpfen.

Berge, viel zu viele Berge, bis zu 45 cm tiefe Sturzbäche, die es zu durchqueren gilt, sandige rasante Abfahrten, jede Menge Matsch, die die Trails fast unbefahrbar machen und zudem die Höhenmeter bringen Marco und Philipp zeitweise an ihre Grenzen. Dabei kommt so mancher Fluch über die Lippen: „Mist, wir stecken in einem Matschbecken wie bei einem Cyclocross Rennen“. Sich einmal Luft verschaffen befreit vielleicht, aber es bleibt nichts anderes übrig, wie eben bei einem Cyclocross Rennen, als das Rad zu schultern und die Stiche teilweise hoch und auch runter zu Fuß zu bezwingen. Mentale Stärke und volle Konzentration sind immer wieder aufs Neue gefordert. Aber Höhen und Tiefen sind Teile von Etappenrennen und ganz speziell von diesem besonderen einmaligen Etappenrennen.

Die Schlammverkrustung der Bikes, erfordert oft längere Reinigungs- und Wartungsprozeduren. Technische Defekte, wie „aufgefressene Bremsbeläge“, und zum Glück nur kleinere körperliche Blessuren gehören genauso dazu, wie Schweiß und brennende Muskeln.

Ein bisschen Wehmut kommt dann doch auf, als Marco und Philipp am Start der letzten Etappe stehen. Mit viel Spaß genießen die Beiden regelrecht Meter um Meter. Überglücklich fahren sie dem Ziel entgegen. Diese „Reise“ war die krasseste Erfahrung, die sie je zusammen gemacht haben.

Die Ergebnisse im Überblick

Amateurs Men, GesCat Pl.100, Overall Pl. 342, 46:43:53.6

7. Etappe, Amateurs Men, GCat 98, Overall Pl. 335, 5:36:56.2

6. Etappe, Amateurs Men, GCat 107,Overall Pl. 390, 7:30:41.5

5. Etappe, Amateurs Men, GCat 87, Overall Pl. 295, 7:17:47.4

4. Etappe, Amateurs Men, GCat 114, Overall Pl. 395, 2:57:39.6

3. Etappe, Amateurs Men, GCat 114, Overall Pl. 458, 7:38:54.5

2. Etappe, Amateurs Men, GCat 110, Overall Pl. 423, 7:20:46.6

1. Etappe, Amateurs Men, GCat 108, Overall Pl. 388, 6:39:20.9

Prolog, Amateurs Meng, GCat 121, Overall Pl. 419, 1:41:46.4

Weitere Infos zur SIG Koblenz Radsport findet man auf der Webseite: https://sig-koblenz.de.

Marco Sieler und Philipp Specht. Foto: privat

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