Lokalsport | 18.11.2019, 15:46 Uhr

Westerwald Volleys Herren erreichen Tabellenspitze

Westerwald Volleys im Siegestaumel

Der 21-jährige Jonathan Waters war einer der eifrigsten Punktesammler und zugleich eine Bank in der Annahme. Foto: privat
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Wirges. In zwei ansehnlichen Partien gegen die SG Feldkirchen/Neuwied I und den bisherigen Spitzenreiter TSV Speyer II setzten sich die Westerwald Volleys bei teilweise knappen Sätzen am Ende verdient mit jeweils 3:1 (25:21, 25:19, 23:25, 25:16 sowie 25:20, 25:19, 20:25, 25:21) durch. Die Kombinierten des Beach Club Dernbach/Montabaur und des SC Ransbach-Baumbach behalten damit ihre weiße Weste und stehen nach fünf Spielen verlustpunktfrei an der Tabellenspitze der Rheinland-Pfalz-Liga. Nach überstandener Verletzung war Linus Munsch erstmals dabei, wurde aber noch geschont.

Trainer Johannes Delinsky und der noch verletzte Simon Krippes als Co-Trainer brachten gegen das mit einigen ehemaligen Regionalligaspielern gespickte Neuwieder Team die Breite der Bank zum Einsatz. Die mit einem herausragenden Libero Felix Diebus agierenden Gäste verlangten den Westerwäldern alles ab und lagen zwischenzeitlich in Führung.

Bei 14:14 schickte das WWV-Trainergespann Jonathan Waters, der in beiden Partien mit viel Übersicht und einer bärenstarken Leistung in Annahme und Außenangriff glänzte, aufs Spielfeld. Bei 18:18 folgte Clemens Jahn, früher beim Zweitligisten Spandau-Berlin im Einsatz, danach wurde der Satz mit 25:21 eingetütet. Auch im zweiten Durchgang war Feldkirchen/Neuwied lange Zeit ebenbürtig. Bei 15:16 kam Spielertrainer Delinsky in die Partie, sorgte mit Angriff und krachenden Sprungaufgaben für fünf Punkte in Folge und stellte den 25:19 Erfolg her. Im ebenfalls ausgeglichenen dritten Durchgang brachten die späten Wechsel den Westerwäldern diesmal nicht den erhoffen Erfolg – knapp, aber verdient hatten die Deichstädter mit 25:23 die Nase vorn. Im vierten Satz brachte das Trainergespann die ‚6‘ aufs Feld, die im Spitzenspiel gegen Speyer an den Start gehen sollte. Der Durchgang war schon im ersten Drittel entschieden, als die Westerwald Volleys mit 11:6 führten und der Widerstand bei Feldkirchen/Neuwied sichtlich nachließ. Mit 25:16 war der finale Satz, begleitet vom Zampinoschen Trommelwirbel der Damen I, zum 3:1-Sieg eine klare Angelegenheit. „Feldkirchen/Neuwied hat stark gespielt und mit der Leistung spielen die im oberen Tabellendrittel. Unser Aufschlagdruck war leider nicht so groß wie geplant, dennoch haben wir verdient gewonnen“, zollte Delinsky dem Gegner ein Lob.

Spitzenspiel gegen TSV Speyer

Die Regionalligareserve vom TSV Speyer reiste mit einigen Krachern an und könnte zum letzten Mal in der Formation angetreten sein. Spielertrainer Ulrich Fischer hatte überwiegend Regionalliga erfahrene Spieler an Bord. Steller Arvid Schiller und Gerrit Jahn, Spielertrainer der ersten Pfälzer Mannschaft, dürften wohl demnächst im Regionalliga-Team ihren zweiten Einsatz fliegen und können dann in der Reserve nicht mehr eingesetzt werden. So aber sahen die 80 Zuschauer in der Wirgeser Sporthalle mit dem Tabellenführer und punktgleichen Zweiten eine echte Spitzenpartie. Zunächst hatte Speyer die Nase vorn. Doch als bei 10:14 Rückstand Christoph Heibel das Parkett betrat, drehten die Westerwald Volleys das Spiel und holten sich Satz Eins mit 25:20.

In der Formation ging es nahtlos weiter, neben Heibel glänzte in der Mitte auch Thomas Martin, was zum verdienten 25:19 im Folgesatz führte. Im dritten Durchgang machten sich bei den Westerwäldern Konzentrationsmängel bemerkbar. Das führte in der Folge zu mehr Eigenfehlern und weniger Druck.

Die Geschenke nahmen die Pfälzer dankbar an und sicherten sich verdient mit 25:20 den Durchgang. Zu Beginn des vierten Satzes stand wieder Steffen Siry als Zuspieler auf dem Feld.

Dem hatte eine zwischenzeitliche Pause im vorherigen Durchgang, der bereits der sechten Satz in Folge für den Routinier war, sichtlich die nötigen Körner zurückgebracht. Zudem schaufelte der glänzend aufgelegte Libero Dennis Schmidt auch im finalen Durchgang die Annahme präzise nach vorne, mit 25:21 behielten die Westerwald Volleys die Oberhand. „Die Westerwald Volleys waren einen Ticken zu gut für uns. Wir waren nicht clever genug und hätten weniger Fehler machen müssen“, gab Gästetrainer Fischer zu Protokoll. WWV Co-Trainer Simon Krippes sah „ein bis zwei Dinge, die wir noch besser machen müssen, ansonsten passt es, wir haben das recht souverän runtergespielt“.

Die WWV-Herren stehen mit 15 Punkten an der Spitze, während die nachfolgenden vier Teams nur neun Zähler aufweisen, darunter Speyer mit einem Match weniger.

Es spielten: Delinsky Johannes, Dilly Marc, Heibel Christoph, Heibel Matthias, Heibel Philipp, Heuser Christoph, Jahn Clemens, Kreichauf Stefan, Martin Thomas, Schmidt Dennis, Siry Steffen, Waters Jonathan.

Der 21-jährige Jonathan Waters war einer der eifrigsten Punktesammler und zugleich eine Bank in der Annahme. Foto: privat

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