Lokalsport | 17.05.2016

Zaki und Benjamin Hassan bei den Tennis-Rheinlandmeisterschaften nicht zu schlagen

Wieder zwei Titel an Vater und Sohn

Auch Fabienne Schmidt erneut erfolgreich – Trotz der Kälte gut besuchtes Turnier

Im Finale der Damen verteidigte Fabienne Schmidt (TC Höhr-Grenzhausen) gegen Jelena Vucic (HTC Bad Neuenahr) mit 6:3, 6:4 den Titel der Rheinlandmeisterin. Wolfgang Heil

Koblenz. Zum dritten Mal Vater und Sohn: Nach 2013 und 2014 waren Zaki und Benjamin Hassan (TC Neuwied) erneut erfolgreich bei den Tennis-Rheinlandmeisterschaften. In einer Wiederholung des Vorjahres-Finales gewann Benjamin den Titel in der Herren-Sonderklasse durch ein diesmal mühsam erkämpftes 6:3, 2:6, 10:4 gegen den Bad Emser Florian Broska, Vater Zaki war bei den Herren 55 nicht zu schlagen. Auch in der Damen-Sonderklasse triumphierte die Titelverteidigerin, Fabienne Schmidt (TC Höhr-Grenzhausen) schlug Jelena Vucic vom HTC Bad Neuenahr mit 6:3, 6:4.

„Ich hatte gedacht, es würde so weitergehen wie im letzten Jahr“, meinte der jetzt viermalige Rheinlandmeister Benjamin Hassan in Erinnerung an seinen glatten Erfolg 2015. Aber diesmal machte es Broska dem Quadrupel-Champion deutlich schwerer. „Nach hektischem Beginn war ich im zweiten Satz lockerer und habe nicht mehr so verkrampft gespielt“, erklärte Broska, „leider hat sich das im Matchtiebreak nicht fortgesetzt.“ Mit zwei Doppelfehlern „habe ich Punkte unnötig verschenkt“, bei 4:8-Rückstand „war die Sache entschieden, dafür schlägt mein Gegner zu gut auf.“ Seriensieger Benjamin Hassan profitierte in dieser Phase des Finales, das mit fortlaufender Spielzeit an Qualität gewann, von seiner Stärke: „Ich kann mich in engen Situationen gut konzentrieren.“ Als Ulrich Klaus, Präsident des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) wie des Tennisverbandes Rheinland (TVR), den Siegerpokal überreichte, kam zum Abschluss dieser vier gelungenen Meisterschaftstage, an denen Spieler, Helfer und Zuschauer tapfer den Eisheiligen trotzten, sogar die Sonne raus. „Das Finale hatte Höhen und Tiefen, wie das Wetter“, so Klaus.

Gut gefüllte Zuschauer-Tribüne trotz Kälte

Erster Höhepunkt des Finaltages auf der Koblenzer Anlage der VfR Karthause war das Damen-Endspiel auf Platz eins vor gut gefüllter Zuschauer-Tribüne gewesen. „Unglaublich, wie viele Besucher trotz der Kälte gekommen sind“, staunte Präsident Klaus und fand in der durchschnittlichen Teilnehmerzahl (210 Meldungen gegen 245 im Vorjahr) sogar noch einen positiven Aspekt: „Dadurch konnten wir den wetterbedingten verspäteten Turnierbeginn am ersten Tag leichter auffangen.“

Zudem half die gute organisatorische Arbeit des VfR Karthause; der Verein wird auch die diesjährigen Rheinland-Jugendmeisterschaften vom 8. bis 10. Juli ausrichten.

Als Fabienne Schmidt und Jelena Vucic ihr Finale bestritten, blies ein kalter Nordwestern, der die Regen-/Hagelwolken vertrieb. So wie der Himmel allmählich aufklarte, gewann diese Begegnung an Spannung. Bei 6:3 und 5:2-Führung kassierte die Titelverteidigerin ein Break („Da habe ich mir zwei Doppelfehler geleistet, das darf man in so einer Phase des Spiels nicht machen“) und wurde nervös. „Jetzt bloß keinen Doppelfehler mehr“, verriet sie ihre Gedanken in dieser Phase der Begegnung, „ich habe mich überhaupt nicht sicher gefühlt.“ Das gute Gefühl kehrte erst zurück, als der zweite Matchball verwandelt war und sie sich der nächsten Herausforderung zuwandte: „Ich war noch nie Rheinland-Pfalz-Meisterin.“

Jelena Vucic, die vor zwei Jahren als 14-jährige bereits nach dem Titel gegriffen hatte, war in diesem Finale etwas zu spät in Schwung gekommen. „Fabienne hat konsequenter gespielt“, stellte sie fest und verwies auf gesundheitliche Probleme: „Ich habe Schmerzen im Arm, und nachdem ich bei den Medenspielen vor einer Woche kollabierte, musste ich sogar ins Krankenhaus.“

Einen Platz in der Damen-Sonderklasse strebt Stephanie Schmitt (TC BW Horchheim) an, die das Finale der A-Klasse gegen die Koblenzerin Ioana Porcos (TC Oberwerth) mit 6:2, 6:2 gewann. „Nächstes Jahr um den Rheinlandtitel zu spielen, das wäre eine Herausforderung“, meinte sie.

In der A-Klasse der Herren setzte sich Jonas Zabel (TC Oberwerth) nach hartem Kampf mit 6:4, 4:6, 10:5 gegen den Bad Neuenahrer Gerrit Frisch durch. „Mein Gegner hat mir alles abverlangt, zum Ende hin habe ich aggressiver gespielt und besser aufgeschlagen“, urteilte der Sieger, der noch anfügte: „Ich bestreite lieber in der A-Klasse zwei, drei enge Spiele, als in der Sonderklasse früh auszuscheiden.“

Bei den Finalspielen der Altersklassen machte der Bad Emser Seriensieger Horst Kelling, TVR-Referent Regelkunde und Schiedsrichterwesen, am frühen Vormittag (Kelling: In der ersten halben Stunde habe ich an Handschuhe gedacht) den Anfang. Bei seinem 7:6 (7:1)-Aufgabesieg gegen seinen Dauerkonkurrenten Hans-Willi Koch vom Post-SV Koblenz musste er acht Satzbälle abwehren.

Finale Herren 60 wurde zu einer glatten Sache

Eine glatte Sache war das Finale Herren 60, das Ulrich Gonsberg („Ich habe heute jeden Ball getroffen“) vom TC Rh.-W. Neuwied gegen Josef Kubis (SG DJK Andernach) in beiden Sätzen zu null gewann. Zaki Hassan, letztes Jahr wegen Knieproblemen nicht mit von der Partie, verriet nach seinem 6:1, 6:0 gegen Christoph Hilpisch (TC Rh.-W. Neuwied): „Ich sammle Titel von der Sonderklasse bis zu den Herren 75.“ Kontrahent Hilpisch anerkennend. „Er ist ein Ausnahmespieler.“

Das Linkshänder-Finale der Herren 50 entschied Guido Peckedrath (TC Oberwerth), erstmals in dieser Altersklasse, gegen Christof Einig (TC Am Kleeblatt Mayen), letztmals in dieser Altersklasse, mit 6:0, 6:1 für sich. „Als Herren 40-Regionalligaspieler darf man sich keine Blöße geben“, so Peckedrath. Für Roman Garzorz (HTC Bad Neuenahr) wurde das 6:4, 6:4-Finale der Herren 40 gegen Ales Friedl (Sportpark TC Simmern) „durch die Kondition entschieden.“ Sein Gegenüber stimmte zu: „Ich bin platt.“ Auch bei den Herren 30 gab es einen Favoritensieg: Der Bad Neuenahrer Philipp Gödtel hatte beim 6:2, 6:0 gegen Julian Mädrich (TC BW Bad Ems) „nur am Anfang Schwierigkeiten“ und gewann dann neun Spiele in Serie.

Die einzige Damen-Altersklasse beschloss fast gleichzeitig mit dem Herren-Sonderklassenfinale diese 67. TVR-Titelkämpfe.

Sabine Wächter (TC Metternich) gewann bei ihrem ersten Meisterschaftsauftritt gleich den Titel bei den Damen 40 mit 6:1, 2:6, 10:7 gegen Christine Hölzke (TC RL Lahnstein) und meinte. „Jeder hätte gewinnen können, es ging hoch und runter.“ Nach ihrem letzten Ballwechsel auf Platz vier wendeten sich die beiden Frauen dem Geschehen zwei Plätze entfernt zu, wo Benjamin Hassan gerade seine vierte Meisterschaft unter Dach und Fach brachte. Ob er diesen Titel verteidigen wird, ist ungewiss, es winkt ein College-Aufenthalt in den USA. „Eine Chance, die ein junger Mensch nutzen sollte“, befand TVR-Präsident Klaus. Entscheidungshilfe kann ein Blick in die Turnierchronik leisten: 2012, ein Jahr vor dem Beginn von Hassans Siegeszug, standen sich zwei US-Collegeboys während ihrer Semesterferien im Rheinland-Finale gegenüber.

Thomas Wächtler

Zum vierten Mal in Folge wurde Benjamin Hassan (TC Neuwied) Rheinlandmeister auf dem Freiplatz.

Zum vierten Mal in Folge wurde Benjamin Hassan (TC Neuwied) Rheinlandmeister auf dem Freiplatz. Foto: Wolfgang Heil

Im Finale der Damen verteidigte Fabienne Schmidt (TC Höhr-Grenzhausen) gegen Jelena Vucic (HTC Bad Neuenahr) mit 6:3, 6:4 den Titel der Rheinlandmeisterin. Fotos: Wolfgang Heil Foto: Wolfgang Heil

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Kreishandwerkerschaft
Alles rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht 2026
Oster-Anzeige
Koblenz blüht
Innovatives rund um Andernach
Titelanzeige
Stellenanzeige Personalreferent/in
Empfohlene Artikel
Der MGC Bad Bodendorf startet vielversprechend in die neue Saison.  Foto:privat
26

Köln. Mit Spannung war der erste Spieltag der NBV Bezirksliga 4 erwartet worden – und er hielt, was er versprach. Auf der Betonbahn in Köln-Neubrück schickten fünf Vereine insgesamt 39 Spielerinnen und Spieler ins Rennen. Der MGC Bad Bodendorf zeigte dabei eine kämpferisch, aber durchwachsene Teamleistung und belegte am Ende Rang vier. Besonders zwei Akteure rückten ins Rampenlicht: Oliver Frings und der noch schulpflichtige Nachwuchsspieler Simon Weber.

Weiterlesen

Die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring sind in Sachen der Teilnehmerzahl traditionell das größte Rennen der Welt.
37

Nürburg. Der Wandel gehört bei den ADAC RAVENOL 24h Nürburgring zum Konzept. Schließlich passen die zuständigen Organisatoren beim ADAC Nordrhein das Reglement des Klassikers seit der Premiere im Jahr 1970 immer wieder an. So halten sie mit der technischen Entwicklung schritt, aber auch die Abläufe wurden immer wieder verbessert und die Sicherheit für alle Beteiligten erhöht. Wie attraktiv das Rennen auch bei seiner 54 Auflage ist, zeigt der Riesenandrang der Teams.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2256

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Dauerauftrag 2026
Rund um´s Haus
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Dauerauftrag
Dauerauftrag 2025
Kreishandwerkerschaft
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Osterangebot
fit für`s Alter?
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Anzeige Lange Samstage
Unterstützeranzeige
Mitarbeiter IT-Administrator