Lokalsport | 10.10.2018

SV Rot Weiß Queckenberg

Wiederauferstehung der Queckenberger Fußballspiele

Rheinbach. Seit der Wiederauferstehung des Queckenberger Fußballspiels Anno Domini 2011 gab es jeweils sechs Begegnungen mit Rot Weiß Merl und dem VfL Meckenheim. Doch bis auf ein hart erkämpftes 4:3 liest sich die Erfolgsgeschichte bei fünf Remis und sechs Niederlagen eher bescheiden. In allen Begegnungen schnürte übrigens Dominik Declair seine Fußballstiefel und führt die Kerle von der Madbach mittlerweile als Capitano und unverwüstlicher Dominostein in die Schlachten.

Der Spielplan der aktuellen Saison bescherte dem RWQ zwei Heimspiele hintereinander gegen die mittlerweile ehrenhaft ergrauten Reservetruppen der jeweils höher kickenden Elitetruppen aus Meckenheim. Zunächst machte die Seidel-Truppe aus Merl ihre Aufwartung und sollte schließlich in ihre Grenzen gewiesen werden. Die Döring-Bures-Buben sind derzeit heiß wie Frittenfett und genau das sollten auch die Gäste zu spüren bekommen. Bei dem recht deutlichen 7:2 Heimsieg war jedoch nicht alles Gold, was rot-weiß glänzte. So hätte man sich trotz Chancen im Überfluss, u. a. zweimal Holztreffer sowie ein etwas zu arrogant versemmelter Elfmeter, zur Halbzeit über ein 2:2 nicht beschweren dürfen.

Obwohl Döring in seinem Pausentee deutliche Worte fand, um die schmerzlich vermisste Professionalität und die in Teilen nicht vorhandene Einstellung einzufordern, blieb man auch im zweiten Abschnitt den fast dreistellig erschienenen Madbach-Ultras vieles schuldig in Sachen Einstellung und Moral. Ausgenommen von der berechtigten Trainerkritik waren der bärenstarke Cipera, die fehlerlosen und stets leidenschaftlichen Energiebündel Wappenschmidt, Breuer und Uygur sowie der eigentlich kaum beschäftigte und trotzdem stets hellwache P. Watty. Am Ende wurde schließlich doch gefeiert, trotzdem sich die Queckies mehr zu diesem Erfolgserlebnis hinrumpelten, denn galant zum Sieg eilten.

Für die Treffer zeichneten Bures (11., 27., 83.) sowie A. Watty (72.) und Ring (47., 60., 87.) verantwortlich. Dabei sorgte Letzterer mit einer Kopfballbogenlampe und einem Treffer auf dem Allerwertesten liegend für zahlreiches schmunzeln und Szenenapplaus. Als Vorbereiter erhaschten dreimal Klemm sowie je einmal Bures, „Cipi“ Cipera, A. Watty und der unkaputtbare Klimaszewski Scorerpunkte.

Aufgrund der teilweise etwas faden Vorstellung schwörte Döring seine Jungs entsprechend ein auf den nächsten Gast aus dem Rheinbacher Speckgürtel. Die Gäste um Gunnar Nissen traten den Aufstieg an die Madbach ohne eigene Verstärkung an. Während der kompletten Begegnung hatte man das Gefühl, das hier ein junges, aufgemotztes, rot-weißes Cabrio auf der Überholspur das ungleiche Duell mit einem auf dem Standstreifen tuckernden und mächtig dampfenden Oldtimer suchte. Leider vergaßen die mit offenem Verdeck über den Mount Queck cruisenden Gastgeber zu oft, die Handbremse zu lösen und das Gaspedal richtig durchzutreten. Nicht zuletzt war der Übungsleiter abermals nicht ganz im reinen mit seinen Jungs. Jedoch sprechen am Ende nur die nackten Zahlen, und die können sich wahrlich sehen lassen: 6:0 durch Doppelpacks der Offensivungeheuer Bures, Ring und Klimaszewski bedeuten den sechsten Sieg im siebten Spiel.

Die Weste bleibt bei einem Unentschieden porentief rein und der RWQ pustet dem punktgleichen Spitzenreiter FC Pech II heißen, giftig-schwefligen Atem in den Nacken. Vor allem dank des türkischen Voreifelvulkans Uygur als Libero und dem niemals lächelnden Eisschrank Breuer verlebte P. Watty einen weitgehend geruhsamen Nachmittag und feierte seinen 13. Shutout für Queckenberg, während Cipera und Pferdelunge Bures mächtig Kilometer abspulten und immer wieder an der Kurbelwelle drehten. Daneben gefiel besonders „Sturmhaube“ Fahrenbruch, der nach seiner Einwechslung mächtig Dampf machte und sich wirklich ein Törchen mehr als verdient gehabt hätte.

Neben den derzeit goldenen sportlichen Meldungen feierte der RWQ am letzten Sonntag ebenfalls die Rückkehr seines Außenpostens Patrick Rücker aus Mali. Den letzten Dreier widmen die Queckies jedoch ihrem schwer erkrankten Edelfan und Vereinsmasskottchen Charly Nazarek, in der Hoffnung, dass Torwartlegende und ehemaliger Schrecken aller Stürmer im Fußballkreis Bonn bald wieder bessere Zeiten erleben darf.

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