Lokalsport | 23.02.2026

Fußball-Rheinlandliga, 20. Spieltag - Der SV Eintracht Mendig musste beim Mitkonkurrenten FV Rheingold Rübenach eine bittere 1:2 (1:0)-Niederlage hinnehmen

„Wir sind endgültig im Abstiegskampf angekommen“

Da der FV Rübenach (in der Mitte Jordi Frohn) im ersten Abschnitt mit Windunterstützung agierte, musste auch der Mendiger Stürmer Brice Braquin (links) hinten mithelfen und Nikolas Groß unter die Arme greifen.

Koblenz. Der Auftakt nach der Winterpause war nicht das Wochenende des SV Eintracht Mendig:

Während die SG Arzfeld mit einem 4:2 (1:0) über die FV Hunsrückhöhe Morbach, der SV Laubach mit einem 1:0 (0:0) über den VfB Wissen und der TuS Immendorf mit einem 2:0 (0:0) am 20. Spieltag der Fußball-Rheinlandliga wichtige Heimsiege feierten, unterlag die Mannschaft von Trainer Damir Mrkalj im Sechs-Punkte-Duell beim FV Rheingold Rübenach mit 1:2 (1:0). Mendig und Immendorf (beide 20 Punkte) liegen gerade noch über dem Strich. Laubach (19 Zähler), Rübenach (18 Punkte) und Arzfeld (16 Zähler) dürfen wieder Hoffnung schöpfen.

„Wir sind endgültig im Abstiegskampf angekommen, dessen sollte sich jeder bewusst sein. Es ist besser, wenn wir jetzt damit konfrontiert werden als vier Spieltage vor Schluss“, redete Mrkalj Tacheles. „Rübenach war der glückliche Sieger, ein Unentschieden wäre für uns verdient gewesen. Diese Frage stellt sich jetzt aber nicht mehr. Bei beiden Gegentoren hatten wir im Zentrum keinen Zugriff, wir haben praktisch zweimal geschlafen.“

Vor 150 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz am Mühlenteich im Koblenzer Stadtteil Rübenach hätte die frühe Führung den Gästen in die Karten spielen müssen. Nach sieben Minuten traf Innenverteidiger Nikolas Groß per Kopf zum 1:0. Eine von Kapitän Niklas Heinemann getretene Ecke von links hatte Matthias Hergenroth zuvor ebenfalls mit seinem obersten Körperteil auf Groß verlängert. SV-Torhüter Nico Fogolin, der den gesperrten Schlussmann Robin Rohr ein letztes Mal vertrat, verhinderte gegen Jayden Juranovic den durchaus möglichen Ausgleich (9.). Da die Gastgeber den Wind im Rücken hatten, wurde es bei Ecken brandgefährlich. In der 22. Minute musste Fogolin den Ball von der eigenen Torlinie schlagen. Kurz vor der Pause lenkte der junge Torhüter einen verunglückten Kopfball seines Mitspielers Pascal Zimmer mit den Fingerspitzen über die Latte (40.).

„Ich möchte nicht sagen, dass wir den Sieg mehr gewollt haben. Es war aber klar zu erkennen, dass der Gegner den Erfolg über die Zeit bringen wollte. Die Eintracht stand nach gut einer Stunde nur noch in der Defensive“, fasste FV-Übungsleiter Benedikt Lauer den Verlauf der zweiten Halbzeit aus seiner Sicht zusammen. „Ich habe vier brutal starke Leute von der Bank bringen können, sie haben ein richtiges Feuer entfacht. Das könnte den Ausschlag gegeben haben.“ Nach einem Angriff über die rechte Seite erzielte Philipp Pitkowski den 1:1-Ausgleich (67.). Ein Schlenzer von Brice Braquin landete am linken Innenpfosten, das hätte auch die erneute Führung der Gäste sein können (70.). So kam es, wie es kommen musste: Mit einer Kopie seines ersten Tores markierte Pitkowski den 2:1-Siegtreffer (85.), der eingewechselte Ex-Mayener Hamza Aliou hatte das Spielgerät scharf nach innen geschlagen.

„Rübenach hatte vor der Partie mehr Druck als wir. Wir sind aber im Allgemeinen zu passiv aufgetreten“, räumte Mrkalj ein. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Allerdings hat der Gegner die wichtigen Duelle für sich entschieden. Wenn wir durch Braquin das 2:1 machen, dann gehen wir als Sieger vom Platz.“

FV Rheingeld Rübenach: Tobias Oost, Kian Freisberg, Philipp Pitkowski (90. + 1 Leon Emmerich), Marvin Geissen (76. Antonio Fejza), Marcel Miller (64. Hazem Ben Khelifa), Kevin Schenk (64. Hamza Aliou), Jordi Frohn, Lorenc Canaj, Milan Freisberg (76. Pascal Tillmanns), Kadir Mete Begen, Jayden Juranovic.

SV Eintracht Mendig: Nico Fogolin, Michael Koch, Pascal Zimmer, Nikolas Groß, Max Bernads, Matthias Wengenroth (61. Adrian Medic), Carsten Thelen (61. Tim Montermann), Niklas Heinemann, Leonard Zerwas (87. Kodai Stalph), Brice Braquin (71. Dama Kanouté), Jason Weber (71. Alexej Eberhardt).

Schiedsrichter: Nicolas Prinz (Ehrang).

Zuschauer: 150.

Torfolge: 0:1 Nikolas Groß (7.), 1:1, 2:1 Philipp Pitkowski (67., 85.).

Nächste Aufgabe für den FV Rheingold Rübenach: am Samstag, 28. Februar, um 17.30 Uhr bei der Spvgg Wirges.

Nächste Aufgabe für den SV Eintracht Mendig: am Sonntag, 1. März, um 15 Uhr gegen die SG Arzfeld.

SK

Da der FV Rübenach (in der Mitte Jordi Frohn) im ersten Abschnitt mit Windunterstützung agierte, musste auch der Mendiger Stürmer Brice Braquin (links) hinten mithelfen und Nikolas Groß unter die Arme greifen. Foto: SK

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