Lokalsport | 19.03.2021

#handballistbunt - eine Kampagne des Jugendhandball Mülheim-Urmitz

Zeichen gegen Rassismus, Homophobie und Ausgrenzung im Handball

Quelle: Jugendhandball Mülheim-Urmitz

Urmitz. Der Jugendhandball Mülheim-Urmitz startete die Kampagne #handballistbunt. Dadurch setzt der Verein ein klares Zeichen gegen Rassismus, Homophobie und Ausgrenzung im Handball.

Leider ist es im Jahr 2021 immer noch so, dass Menschen auf Grund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion oder sexuellen Orientierung beleidigt, beschimpft, ausgrenzt oder körperliche Gewalt erfahren müssen. „Mit uns nicht!“: Es ist doch total egal, wie man aussieht, welche Religion man besitzt oder welche sexuelle Orientierung man hat. Wichtig ist nur eins - die Toleranz den Anderen so zu akzeptieren wie er ist.

Der Jugendhandball Mülheim-Urmitz will gerade bei Kindern und Jugendlichen mit dem Thema Rassismus, Homophobie und Ausgrenzung ganz offen umgehen. Viele Kinder und Jugendliche erleben auf dem Schulhof oder auch im privaten Umfeld häufig Situationen, bei denen anderen gemobbt oder fertiggemacht werden. Auch die Erfahrungen, selbst gemobbt oder ausgrenzt zu werden, haben schon viele in jungen Jahren miterleben müssen.

Leider werden diese Situationen nicht weniger, nein sie werden mehr und die Hemmschwelle, es selbst zu machen wird immer niedriger. Sicherlich hat es auch damit zu tun, dass viele Kinder und Jugendliche es als „normal“ ansehen und verschiedene Wörter (u.a. „schwul“) als Beleidigung nutzen. Diese Entwicklung macht Angst, wenn schon Wörter die heutzutage vollkommen „normal“ sein sollten, als Beleidigungen gelten. Da fängt Rassismus, Homophobie und Ausgrenzung an!

Gerade beim Sport Handball geht es doch nicht darum, wie jemand aussieht oder wen er/sie/es liebt. Es geht darum zusammen Handball zu spielen und Spaß zu haben.

„Fragt euch doch mal, warum ihr als Team alle das gleiche Trikot anzieht - genau, weil es total egal ist, wie jemand unter diesem Trikot aussieht. Ihr seid ein Team. Und als Team kann man nur gemeinsam spielen, oder habt ihr mal versucht, alleine gegen eine andere Mannschaft auf der Platte zu spielen? Lasst uns mal überlegen - geht nicht oder?“

Rassismus, Homophobie und Ausgrenzung wird nie einen Platz beim Jugendhandball Mülheim-Urmitz und im Handball haben. Als der Verein diese Kampagne gestartet hat, ahnten sie nicht, welche Ausmaße diese annimmt.

Der Deutsche Handballbund, der VfL Gummersbach, der Handballverband Mittelrhein sowie andere Vereine und Verbände reagierten auf die Kampagne und teilten das Kampagnenvideo, zu finden auf Facebook unter @jhmuelheimurmitz oder auf Instagram @handballistbunt.

Auch Radiosender wurden bereits aufmerksam. Dem Verein geht es nicht um die mediale Präsenz, sondern darum, dass viel mehr Vereine, Funktionäre, Trainer, Spieler*Innen etc. diese Werte ebenfalls teilen und vorleben.

Wer die Kampagne unterstützen möchte, kann sich unter handballistbunt@yahoo.com gerne melden. Der Jugendhandball Mülheim-Urmitz freut sich über jede Zuschrift, die ihn erreicht.

Quelle: Jugendhandball Mülheim-Urmitz

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