Lokalsport | 18.03.2015

Kreisliga B2 - SV Hertha Buschhoven

Zwanzig konfuse Minuten bringen verbesserte Hertha um die Punkte

1.FC Ringsdorff-Godesberg - SV Hertha Buschhoven 3:1 (3:0)

Die Hertha zeigte Einsatz musste sich aber mit 3:1 geschlagen geben. privat

Bad Godesberg. Beim Tabellendritten 1. FC Ringsdorff-Godesberg spielte der Tabellendreizehnte aus Buschhoven über weite Strecken ordentlich mit und musste sich den Bonnern am Ende dennoch mit 1:3 geschlagen geben.

Besonders eine Personalie bei den Gästen aus Swisttal sorgte in der Woche vor dem Spiel für Aufregung. Da auch der für den verletzten Torwart Simon Stute eingesprungene Severin Wolters verletzt ausfiel, suchte die Hertha den Kontakt zum 40-jährigen Ralf „Ralle“ Heinen, seines Zeichens ehemaliger Torwart der 1. Mannschaft und aktuell Jugendtrainer. Heinen musste seine aktive Karriere vor vielen Jahren wegen Verletzungsproblemen an der Hand vorzeitig beenden, erklärte sich nach der Anfrage des Vereins aber ohne zu Zögern sofort bereit zu helfen.

Die Gastgeber, angeführt von ihrem Kapitän Marc Braune, erwischten einen guten Start in die Partie und kamen nach einer Ecke in der 8. Minute zu einer ersten Chance, die Marvin Schuster und Heinen im Tor zunichtemachen konnten. In der 12. Minute wäre auch Heinen machtlos gewesen, als ein Schuss 11 Metern, erneut nach einer Ecke der Hausherren an den rechten Pfosten knallte und von dort wieder ins Feld sprang. Nach einer Viertelstunde bereits musste die Hertha das erste Mal wechseln, denn für Stefan Quast ging es nach einem Zusammenprall nicht mehr weiter, er musste wegen einer Blessur an der Hüfte für Carsten Schlösser das Feld verlassen. Eine Minute später konnte sich Heinen im Tor erstmals auszeichnen, als er in einer Eins gegen Eins Situation zur Ecke klären konnte. Auch diese Ecke wurde gefährlich, der Schuss aus der Drehung von einem Godesberger Spieler ging aber knapp links am Tor vorbei.

Zwar kam das Team aus Buschhoven erst nach gut zwanzig Minuten durch Roschan Monsef erstmalig in Tornähe, doch wirkten die Männer von Günter Weber und Heinz Prior keinesfalls hoch unterlegen und hielten mit dem stark aufspielenden Tabellendritten ordentlich mit. Wieder Roschan Monsef war auch für die nächste Torannäherung der Gäste verantwortlich. Ein Sololauf „an Freund und Feind vorbei“ endete erst im Strafraum am letzten Verteidiger.

In der 27. Minute musste die Hertha jedoch den ersten Rückschlag hinnehmen. Wieder war eine der vielen Ecken an diesem Nachmittag der Ausgangspunkt, am langen Pfosten ließ Jowan Haji Rachid seinen Gegenspieler ins Leere laufen und traf mit seinem Schuss ins lange Eck, wo Bernhard Schmitz am Pfosten stehend den Ball nicht mehr retten konnte.

Wie schon so oft in dieser Saison ging es nun Schlag auf Schlag und der Rückstand brachte die bis dato soliden Gästen völlig aus dem Konzept. Vier Minuten nach der Führung eroberte der Godesberger Kapitän Braune in der eigenen Hälfte den Ball und marschierte mit der Kugel am Fuß von mehreren Gegenspielern begleitet durch das Buschhovener Mittelfeld und die Abwehr und legte die Kugel im Strafraum ab, wo der Stürmer der Gastgeber von Basti Meller nur durch ein Foul zu stoppen war. Meller bekam gelb und Meier versenkte den Ball aus 11-Metern zum 2:0. Heinen bekam zwar noch die Fingerspitzen an den Strafstoß, war aber machtlos.

Ein Fernschuss kurz darauf hätte fast das 3:0 bedeutet, ging jedoch knapp drüber. Eine Minute später rettete Heinen wieder im Eins gegen Eins, mit einer starken Fußabwehr. Auch ein Schuss von der Kante des Sechzehnmeterraums im nächsten Angriff konnte Heinen zur Seite entschärfen. Christian Müllenborn hatte in der 35. Minute dann aber keine Mühe um den dritten Godesberger Treffer innerhalb von acht Minuten zu erzielen. Nach einer Flanke von links kam Schmitz nicht mehr an den Ball und Müllenborn vollendete aus kurzer Distanz freistehend.

Wie schon in Odendorf bahnte sich nun ein Debakel an, die Buschhovener standen völlig neben sich. In der 37. Minute landete der Ball tatsächlich wieder im Gehäuse vom bemitleidenswerten Heinen, jedoch erkannte der gute Schiedsrichter richtigerweise die vorausgegangene Abseitsstellung des Stürmers und verwehrte dem Treffer die Anerkennung. Zweimal noch kamen die Hausherren vor der Pause dem 4:0 sehr nahe, in der 39. Minute segelte ein Freistoß knapp daneben, in der 42. klärte Heinen einen Schuss aus kurzer Distanz zur Ecke.

Zweite Hälfte

Auch die erste Chance der zweiten Hälfte hatte der 1. FC Ringsdorff-Godesberg, einen scharf aufs Tor getretenen Freistoß von Braune konnte Heinen entschärfen. Glück hatten die Gäste, als eine Balleroberung von Timo Meller in der Zentrale nicht als Foul abgepfiffen wurde. Overkamp leitete den von Meller kommenden Ball in die Spitze weiter zu Monsef, der im Laufduell kühlen Kopf bewahrte und den Ball im Fallen sehenswert unter die Latte schraubte (58.). Plötzlich witterten die Herthaner ihre Chance und übernahmen nun die Kontrolle über das Spiel. Etwas mehr als eine Stunde war gespielt, da ereignete sich ein folgenschwerer Zusammenprall mit den Köpfen zwischen Schuster und Dennis Schönenstein. Beide blieben angeschlagen liegen, konnten nach einer Unterbrechung aber weiterspielen. In der 73. Minute mussten die Gäste dann gleich zweifach wechseln, der schon angeschlagene Schuster zog sich einen Bluterguss am Auge zu und musste raus, für ihn kam Lukas Hennes. Für den stark gelb-rot gefährdeten Basti Meller wurde Sven Schlösser eingewechselt.

Auch wenn die Einstellung auf Seiten der Schwarz-Weißen nun stimmte und die Godesberger trotz der offensiven Ausrichtung der Swisttaler keine Chancen mehr verzeichnen konnten, dauerte es bis zur 89. Minute, bis die Weber/Prior-Elf zur nächsten guten Möglichkeit kam, eine Kopfballverlängerung fing der Keeper aber sicher ab. In der dreiminütigen Nachspielzeit flog ein Schuss von Monsef nach einer Hereingabe von Carsten Schlösser über den Kasten und eine schöne Kombination von Monsef mit Heiko Schlösser auf der anderen Seite endete im Toraus.

So blieb es nach 93 Minuten beim 1:3 und der Einsicht, dass Rückstände nicht zwingend dazu führen müssen, das Spiel ab zu schenken. Nach der Schwächephase von der 25. bis zur 45. Minute zeigte die Hertha in der zweiten Halbzeit eine gute Reaktion und kämpfte sich zurück in das eigentlich schon verlorene Spiel. Mit ein bisschen mehr Fortune und einem Gegentor weniger wäre an diesem kalten Sonntagnachmittag in Mehlem wie schon im Hinspiel ein Punktgewinn möglich gewesen.

Auf Seiten der Gastgeber gefielen Braune und Müllenborn, die Hertha hatte in Heinen und Monsef ihre stärksten Akteure.

Nach dem Spiel wurde beim angeschlagenen Schönenstein eine leichte Gehirnerschütterung diagnostiziert, vermutlich Ende der Woche kann er jedoch wieder zur Mannschaft stoßen.

Vorschau: Am nächsten Wochenende, 22. März, 15 Uhr, gastiert der TB Witterschlick zum Derby in Buschhoven, Am Wiedring.

Es spielten: Heinen, Overkamp, Schönenstein, Weber, Quast (17. C. Schlösser), B. Meller (73. Hennes), T. Meller, Monsef, H. Schlösser, Schuster (73. S. Schlösser), Schmitz

Tore: 1:0 Rachid (27.), 2:0 Meier (FE; 31.), 3:0 Müllenborn (35.), 3:1 Monsef (58.)

Die Hertha zeigte Einsatz musste sich aber mit 3:1 geschlagen geben. Foto: privat

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