Gebet der Weltreligionen für den Frieden
Die Zwillingsschwester der Religion heißt Friede
Schweigen für den Frieden am 30. September von 18 bis 18:30 Uhr auf dem Carlfritz-Nicolay-Platz in Cochem
Cochem. Zum Schweigen für den Frieden versammelt man sich am 30. September in Cochem auf dem Carlfritz-Nicolay-Platz. Die Einladung durch das Dekanat Cochem und das pastorale Team der Pfarreiengemeinschaft Cochem richtet sich an alle Menschen guten Willens, unabhängig von Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung. Frieden ist zuallererst eine Geisteshaltung, eine Neigung zu Güte, Vertrauen und Gerechtigkeit, wie Baruch de Spinoza sagt. Alle Religionen und Weltanschauungen wollen Menschen in ihrer jeweiligen spirituellen Tradition in dieser Geisteshaltung bestärken, damit daraus die Kraft erwächst, das Gute zu tun.
Anita Emmel, Kappel, wird in der Runde der Menschen, die unterschiedlichen Konfessionen und Weltanschauungen angehören, ein Glaubenszeugnis geben. Sie weist hin auf ihre Reise nach Assisi, der Stadt, in der das historische Gebet der Weltreligionen für den Frieden vor 30 Jahren zum ersten Mal stattgefunden hat. Assisi war für sie der entscheidende Impuls, sich mit allen Menschen guten Willens zu verbinden im Schweigen für den Frieden. In diesem Jahr wird anlässlich des 30-jährigen Jubiläums ein erneutes Treffen der Religionen in Assisi geben, um zu bezeugen, dass „die Zwillingsschwester der Religion Friede heißt und nicht Gewalt“, so der Kardinal Kurt Koch, Präsident des päpstlichen Einheitsrates. Mehrmals haben in Assisi, der Stadt des heiligen Franziskus, große Gebetstreffen für Frieden stattgefunden. 1986 fand das erste Gebet der Weltreligionen für den Frieden in Assisi mit Vertretern aller großen Kirchen und Religionen statt. Das letzte große Assisi-Treffen 2011 wurde von Papst Benedikt XVI. initiiert; dazu war erstmals auch eine Delegation von Nichtglaubenden eingeladen. Am 20. September wird Papst Franziskus anlässlich des Jubiläums am Gebet der Weltreligionen in Assisi teilnehmen. Wer miteinander schweigen kann, hat sich viel zu sagen. Im Anschluss an die Zeit der Stille bleibt Gelegenheit, sich auszutauschen über das konkrete Engagement einzelner in ihren lokalen Solidaritäts-Projekten für Menschen am Rande.
Weitere Informationen gibt es beim Dekanat Cochem, Moselweinstr, 15, 56821 Ellenz bei Pastoralreferentin Veronika Raß, Mobil- Tel. (01 51) 12 23 71 15, und Anita Emmel, Kappel, Tel. (0 67 63) 24 57.
