Biblische Reihe geht weiter
Ein gescheiterter Erlöser?
Der Messias im Evangelium nach Markus
Weißenthurm. Das Markusevangelium ist das älteste unter den synoptischen Evangelien. Es konfrontiert den Leser mit einem Erlöser „von unten“. Ein von der römischen Staatsmacht Gekreuzigter, wen kann der schon erlösen? Kein strahlender Sieger, sondern ein Verlierer, welche Probleme kann er lösen? Mit solchen Fragen setzt sich die Markusgemeinde, konfrontiert mit der römischen Gewaltherrschaft und traumatisiert durch den brutalen Krieg Roms gegen die Juden, auseinander. Welche Einsichten lassen sich in der Erinnerung an den Weg der Markusgemeinde für den Weg als Christen gewinnen? Welche Orientierungen und Hoffnungen können auf die heutige Zeit überspringen? An sechs Abenden soll diesen Fragen anhand ausgewählter Textstellen nachgegangen werden. Die letzten drei Abende finden jeweils von 20 Uhr bis 21:30 Uhr in der Familienbildungsstätte Andernach, Erdgeschoss, Ludwig-Hillesheim-Straße 3, unter der Leitung von Dekanatsreferent Alexander Just statt. Nähere Informationen unter Tel. (0 26 32) 3 09 79 12. Erster Abend: Donnerstag, 9. März, „Petrus ... machte ihm Vorwürfe.“ (Mk 8,32), Die Schwierigkeit, mit einem gekreuzigten Rebellen Staat und Kirche zu machen. Zweiter Abend: Dienstag, 21. März, „Wer der Erste sein will, soll der letzte von allen und der Diener aller sein.“ (Mk 9,35) Wenn die Verhältnisse umgekehrt werden. Dritter Abend: Donnerstag, 6. April, Gekommen, „sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele“ (Mk 10,45), wen kann ein gekreuzigter Messias schon befreien, wen erlösen?
