Lesung im Willy-Brandt-Forum in Unkel
Eine Chronistin der Nachkriegsgeschichte
Wibke Bruhns stellt am 17. Mai ihr neues Buch vor
Unkel. Sie war die erste Frau, die im deutschen Fernsehen die Nachrichten sprach: Wibke Bruhns. Aber sie ist weit mehr als dieses Etikett. In den vierzig Jahren danach wurde sie zur Chronistin der deutschen Nachkriegsgeschichte. Als „Stern“-Journalistin porträtierte sie die maßgeblichen Akteure der Bonner Politik. Später begegnete sie den Machern der internationalen Politik. Mit dem Bestseller „Meines Vaters Land“ gelang ihr eine deutsche Familiengeschichte, die Maßstäbe setzte.
Willy Brandt lernte sie bei der Abschlussveranstaltung der legendären Wahl 1972 in der bis auf den letzten Platz besetzten Bonner Beethoven-Halle kennen, die sie moderierte. In die SPD war sie schon früher, 1965, eingetreten, weil sie die Anwürfe gegen den sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten wegen seiner unehelichen Geburt aufbrachten.
Wibke Bruhns, die der WDR-Journalist Frank Plasberg „Die Helmut Schmidt des deutschen Journalismus“ nennt, liest aus ihren – wie sie sagt – unfertigen Erinnerungen mit dem Titel „Nachrichtenzeit“.
Die Veranstaltung findet entgegen der ursprünglichen Ankündigung nicht im Rheinhotel Schulz statt, sondern am Dienstag, 17. Mai, 19.30 Uhr, im Willy-Brandt-Forum, Willy-Brandt-Platz 5, Unkel. Aufgrand der begrenzten Platzzahl wird um Voranmeldung gebeten.
