Helene Ramershoven: Hymne an die Heimat
Rheinbreitbach. Über 1.000 Werke hat Helene Ramershoven, die „Grande Dame der Kunstszene im Siebengebirge“ wie Roswita Oschmann vom General Anzeiger Bonn sie einmal genannt hat, in über 60 Jahren geschaffen: Skulpturen und Radierungen, Linol- und Holzschnitte, Gemälde, Kollagen, Installationen u.v.m.
1937 in Rheinbreitbach geboren, wohnt sie noch heute in dem uralten Fachwerkhaus ihrer Eltern. Ihre künstlerische Ausbildung begann in der St. Martin’s School of Art in London. Sie war Meisterschülerin des Bildhauers Edmund Wessling, absolvierte ein Studium an der Kölner Werkschule bei Prof. Joseph Jaeckel und in der Kunstakademie Trier. Vier Kinder zog sie groß, dann perfektionierte sie die Technik der Radierung durch ein weiteres Studium in Köln bei Prof. Pravoslav Sovak. Ihr vielfältiges Werk ist geprägt von ihrem christlichen Glauben und ihrem Naturerleben, ob am Rhein oder am Amazonas, mal abstrakt, mal figurativ.
Der Heimatverein Rheinbreitbach hat aus ihrem unerschöpflichen Oeuvre einen Zyklus von Radierungen mit Bezug auf die Wurzeln ihrer künstlerischen Laufbahn ausgewählt: „Die Schönheit meiner Heimat habe ich erst so richtig in England wahrgenommen, dort hingen überall Gemälde vom Drachenfels.“ Dort lernte sie auch die berühmte, sehnsuchtsvolle Ballade „The castled crag of Drachenfels“ von Lord Byron kennen, die – geschrieben 1816 – die Rheinromantik begründete. Etwa 200 Jahre später schuf sie zu jeder Zeile dieses Gedichtes und eines alten Volksliedes ein zart-melancholisches Bild, das die wundersamen Worte und den Blick auf Drachenfels und Löwenburg ganz neu erschließt.
Ausstellung im Heimatmuseum Rheinbreitbach, Blauer Salon, Hauptstraße 29, 53619 Rheinbreitbach, geöffnet jeden 2. und 4. Sonntag im Monat, 14:30–17:30 Uhr. Sonntag, 25.01.2026, 15 Uhr, Vernissage mit der Künstlerin.
