Kolpingfamilie Oberlahnstein
Keine Gebetsstunde für den Frieden 2021
Lahnstein. Erstmals seit über 40 Jahren wird das Jahresprogramm der Kolpingfamilie Lahnstein, St. Martin nicht mit der „Gebetsstunde für den Frieden“ zum Weltfriedenstag beginnen. Der Gottesdienst am Freitag, 8. Januar 2021 wurde abgesagt wegen Covid-19. Auch wenn es keine gemeinsame Versammlung an diesem Abend in der Pfarrkirche St. Martin gibt und der Infektionsschutz über der gemeinsamen Friedenssehnsucht steht, so können Interessierte doch ein Zeichen setzen. Die Verantwortlichen wollen zu einer „Friedensgebetsbrücke“ einladen und arbeiten an einer Alternative, welcher jeder für sich zu Hause verwirklichen kann. In der ersten Januarwoche sollen in der St. Martinskirche und in der St. Barbarakirche Gebetszettel im Format Din-A-4 ausgelegt werden. Das Gebet soll dann am Freitag, 8. Januar 2021 um 19 Uhr von allen zu Hause, in den jeweiligen Familien, gesprochen werden. Der Zettel kann ans Fenster gehangen werden als Friedenszeichen. Das Motto zum Weltfriedenstag lautet: „Die Kultur der Achtsamkeit als Weg zum Frieden“. „Auch in der Corona-Pandemie wollen wir es nicht vergessen, über den Tellerrand hinaus zu schauen“, so Pater Wolfgang Jungheim, normalerweise der geistliche Leiter einer Gebetsstunde mit realer Präsenz. „Wir wollen an die Menschen denken, die in Unfrieden und Unfreiheit leben müssen, die unterdrückt werden oder auf der Flucht vor Kriegen fliehen.“ Die Initiative der „Friedensgebetsbrücke“ wird getragen von der Kolpingfamilie St. Martin und der Pax-Christi-Gruppe.
