Neuwieder „Minski“ mit fünf Filmvorstellungen im April
Über ungewöhnliche Helden und schwere Schicksale
Neuwied. Wer gerne ins Kino geht, sich aber vom aktuellen „Blockbuster“-Programm nicht wirklich angesprochen fühlt, für den gibt es in Neuwied seit mehr als 20 Jahren eine attraktive Alternative. Das Programmkino „Minski“ bringt immer mittwochabends außergewöhnliche Filme auf die große Leinwand der Neuwieder Schauburg. Im April dürfen sich Filmfreunde in der Deichstadt auf gleich fünf Minski-Vorstellungen freuen.
Den Auftakt macht am Mittwoch, 1. April, der französische Film „Mit Liebe und Chansons“. Dieser behandelt den unermüdlichen Einsatz von Esther Perez: Einer Mutter, die nicht akzeptieren will, dass ihr Sohn Roland, der mit einer Fehlbildung am Fuß zur Welt kommt, niemals richtig wird laufen können und alle denkbaren Hebel für ihn in Bewegung setzt.
Eine etwas andere Heldengeschichte erzählt eine Woche später am Mittwoch, 8. April, der Film „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“. Micha ist eigentlich ein normaler Videothekenbesitzer. Durch ein Missverständnis erklärt ein Journalist ihn kurzerhand zum Fluchthelfer von über 100 ostdeutschen S-Bahn-Passagieren in den Westen. Micha widerspricht dieser Darstellung nicht – und findet sich plötzlich in einem ausgewachsenen Medienrummel um seine Person und einem großen Chaos wieder.
Marty Mauser ist ein leidenschaftlicher und hochtalentierter Tischtennisspieler. Sein Problem: In seinem Heimatland, den USA, interessiert sich niemand für die Sportart. Das will Marty unbedingt ändern und schreckt dabei auch nicht vor kleinen Tricks und Betrügereien zurück. „Marty Supreme“ wird am Mittwoch, 15. April, im Minski gezeigt.
15 Jahre Haft sind eine lange Zeit. Als „Anker“ schließlich aus dem Gefängnis entlassen wird, hat sich die Welt draußen erheblich verändert. Sein größtes Problem: Sein Bruder Manfred, den er vor seinem Haftantritt damit beauftragt hatte, die Beute aus seinem Überfall zu verstecken, ist nicht mehr derselbe und weiß auch nicht mehr, wo sich das Geld befindet. „Therapie für Wikinger“ läuft am Mittwoch, 22. April, im Minski.
Zum Abschluss erzählt der Film „Karla“ am Mittwoch, 29. April, die Geschichte eines jungen Mädchens, das all ihren Mut aufbringt, um ihren eigenen Vater wegen Missbrauchs bei der Polizei anzuzeigen. Obwohl dem erfahrenen Richter Lamy bewusst ist, wie schwierig es in solchen Fällen ist, den Täter tatsächlich zu verurteilen, nimmt er sich der 12-Jährigen mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen an und gibt ihr so die nötige Stärke, sich Gehör und Gerechtigkeit zu verschaffen.
Das Minski ist eine Kooperation zwischen dem städtischen Jugendamt, der Volkshochschule der Stadt Neuwied sowie dem Filmtheaterbetrieb Weiler. Jeden Mittwochabend öffnet sich um 20 Uhr der Vorhang im Kino Schauburg, Heddesdorfer Straße 84, für einen außergewöhnlichen Film. Kinokarten können über eine Online-Buchung zur Sitzplatzreservierung auf www.kinoneuwied.de erworben oder an der Abendkasse gekauft werden.
