100 Jahre Schönstatt - Pressekonferenz gab Auskunft über das Programm
10.000 Pilger aus aller Welt werden erwartet
Vallendar. Die Gründungsstunde der Schönstatt-Bewegung erfolgte am 18. Oktober 1914. Mit einem Jubiläumsjahr soll dieses Ereignis groß gefeiert werden. Gegründet von Pater Josef Kentenich (1885 - 1968), hat die Schönstatt-Bewegung ihren Namen von dem Ort, an dem sie entstanden ist: Schönstatt, ein Ortsteil von Vallendar. „Das Jubiläum einer geistlichen Gemeinschaft oder Bewegung ist kein Vereinsjubiläum. Zu jedem geschichtlichen Einschnitt dieser Art mag es übergreifende Gesichtspunkte geben, wie: Würdigung des Gründungsimpulses; Lust und Last einer vielleicht erfolgreichen Geschichte; Zielsetzungen und Zukunftsaufgaben. - Um all das geht es selbstverständlich beim 100-jährigen Jubiläum Schönstatts auch. Aber zentral um Vergegenwärtigung und Neuvermittlung einer geistlichen Erfahrung“, erklärte Pater Dr. Lothar Penners, Leiter der Schönstatt-Bewegung Deutschland auf einer Pressekonferenz.
Pater Kentenich - Gründer der internationalen Schönstattbewegung - stellt bei seinen allerersten Mitarbeitern, damals vor 100 Jahren, fest: „Ihre Herzen haben Feuer gefangen!“ Wo ist das Feuer Schönstatts? - In den zurückliegenden 100 Jahren ist „der Funke“ übergesprungen und hat die Herzen von Millionen Menschen rund um den Globus entzündet. Schönstatt feiert den Beginn des Jubiläumsjahres drei Tage lang. „Diese Tage sind auch ein kleiner Testlauf für das große Fest 2014. Und die Hoffnung, dass die Herzen noch einmal neu Feuer fangen“ sagte Schwester Veronika Riechel, die die Feierlichkeiten im Zentralteam wesentlich mitplant.
Höhepunkt in diesem Jahr ist der Abend des 18. Oktober, dann findet um 20 Uhr die Internationale Eröffnung des Jubiläumsjahres statt. Schwester Richel erläuterte: „Diese Veranstaltung ist - trotz Oktober - „Open Air“; wir hoffen, dass es Petrus gut mit uns meint. Der Grund, diese Veranstaltung im Freien durchzuführen, ist die kleine Marienkapelle, unser Urheiligtum. Denn diese Kapelle, der Mittelpunkt der Schönstattbewegung, wird 100. Wir rechnen damit, dass der Platz am Urheiligtum gut gefüllt ist mit vielen deutschen Pilgern. Schönstatt international ist mit Vertretern aus vielen Ländern dabei: aus Chile, Peru, Texas, Paraguay, Kroatien, Ungarn, Schottland, Polen, Spanien, Burundi, Indien, von den Philippinen und andere. Wir freuen uns sehr, dass Stanislaw Kardinal Rylko aus Rom an diesem Abend mit uns in Schönstatt feiert und auch die Feier am Abend leitet.“ Kardinal Rylko ist Präsident des Päpstlichen Rates für die Laien; sozusagen die oberste Stelle im Vatikan für eine Bewegung wie Schönstatt.
Die beiden folgenden Tage stehen im Zeichen der deutschen Schönstattbewegung. Der Abend des 19. Oktobers 2013 hat für alle Gäste noch ein besonders attraktives Angebot: das Kentenich-Musical „Auf dem Hochseil“ von Wilfried Röhrig in der Pilgerkirche. Was Wilfried Röhrig, Lehrer für katholische Religion und Sport an einer kirchlichen Privatschule, mit diesem Musical vermitteln möchte, erklärte er wie folgt: „Zum ersten soll klar werden, dass die Entstehungsgeschichte Schönstatts und die ersten 30 Jahre der Lebensgeschichte Pater Josef Kentenichs untrennbar ineinander verwoben sind. Das eine ist ohne das andere nicht zu verstehen. Was ist da passiert? Was ist da abgelaufen? Welches waren die wichtigen Personen, Begegnungen, Ereignisse? Diese möchte ich in Szene setzen.“ Insgesamt 15 Personen sowie ein Chor und eine Tanzgruppe treten im Musical auf: Ein Seilartist verkörpert „spielend“ Josef Kentenich, ein Solist verleiht ihm seine „Stimme“.
Am 18. Oktober 2014, zur Feier von 100 Jahren Liebesbündnis, 100 Jahren Schönstatt, werden dann circa 10.000 Pilger aus aller Welt erwartet. Weitere Informationen über die umfangreichen Feierlichkeiten sind unter http://www.schoenstatt2014.org/de zu finden.
Schwester Veronika Riechel (3. v.r.) erläutert die Einzelheiten der Feierlichkeiten.Fotos: WT
Sängerin Carolin Ankenbauer ist eine der Sängerinnen bei dem Musical „Auf dem Hochseil“. Sie gab schon einmal eine Kostprobe bei der Pressekonferenz.
