Aktionsgruppe der Pfarreiengemeinschaft Vallendar-Urbar
72 Stunden - „Jetzt geht’s endlich los“
hbNiederwerth. Wenn am Donnerstag, 13. Juni, kurz nach 17 Uhr, der Startschuss zur deutschlandweiten 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) gegeben wird, an der Tausende Jugendliche mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit die Welt zum Besseren verändern wollen, wird auch endlich die Gruppe der Messdiener der Pfarreiengemeinschaft Vallendar-Urbar offiziell in Aktion treten. Damit das Vorhaben der Jugendlichen, den Gruppenraum der Niederwerther St. Georgs-Kirche, der aufgrund des schlechten und unattraktiven Zustandes seiner Einrichtung über Jahre nicht mehr genutzt wurde, zu einem „Raum der Begegnung“ auszugestalten, in dem sich nicht nur Messdiener- und Jugendgruppen treffen können, sondern der auch als Kinderkirche genutzt werden kann, auch in die Tat umgesetzt werden kann, wollen die Jugendlichen nun im Rahmen einer Haussammlung auf Niederwerth Spenden sammeln.
Bei einer Auftaktveranstaltung mit dem Schirmherrn der Aktionsgruppe, dem Niederwerther Ortsbürgermeister Josef Gans, am Samstag, 8. Juni, im Anschluss an den Gottesdienst in St. Georg wurde die Öffentlichkeit nun nicht nur über das Projekt informiert, sondern der Bürgermeister würdigte das große Engagement der Jugendlichen, denen ja oft nachgesagt würde, sie hätten nur sich selbst im Blick, und überbrachte auch eine namhafte Spende der Ortsgemeinde Niederwerth und von sich persönlich. Damit und auch mit den bisher eingegangenen Spenden ist das Projekt zwar noch nicht finanziert, die Jugendlichen hoffen aber, so der Verwirklichung des „Raumes der Begegnung“ ein Stück näher gekommen zu sein.
Dennoch liegt noch viel Arbeit vor der Gruppe: Der Raum muss komplett ausgeräumt und gesäubert werden; danach soll ein neuer Anstrich erfolgen, was aufgrund der momentanen sehr dunklen Wandgestaltung und der großen Höhe des Raumes ein hartes Stück Arbeit sein wird. Sodann soll - je nach Spendenaufkommen - ein neuer Bodenbelag verlegt werden und der Raum soll neu eingerichtet werden: Eine neue Sofagarnitur dafür ist bereits vorhanden, Stühle und Lagerungsmöglichkeiten sollen angeschafft werden. Ein Traum wäre es noch, die vorhandene, sehr alte und unansehnliche Küchenzeile durch eine neue ersetzen zu können.
Die Kinder und Jugendlichen der Gruppe haben sich in den vergangenen Wochen in der Vorbereitung zur Aktion bereits viele Gedanken um den Raum und dessen Gestaltung gemacht und Kontakte geknüpft und freuen sich, dass damit auch die Inselkirche endlich einen Ort bekommt, an dem sich - nicht nur - Kinder und Jugendlichen wohl fühlen können. Wer sich während der Aktion ein Bild vom Raum und den Arbeiten machen möchte, ist herzlich am Freitag und Samstag, 14. und 15. Juni, zwischen 15 und 16 Uhr, in die Kirche eingeladen. Es wird dann Gelegenheit geben, nicht nur die Aktion hautnah zu erleben und die Jugendlichen zu ermuntern, sondern auch bei Kaffee und Kuchen eine gesellige Stunde zu verleben. Auch zur Einweihung des Raumes am Sonntag wird die Öffentlichkeit eingeladen sein, da die Planung dieser Abschlussveranstaltung aber auch Teil der Aktion ist, werden sich die Jugendlichen auch erst ab Donnerstag damit beschäftigen und die Bevölkerung dann durch Presse und Plakate einladen.
Unter dem Titel „Uns schickt der Himmel“ will der BDKJ junge Menschen für 72 Stunden zum Einsatz für das Gute gewinnen. Bereits im Jahr 2009 hatten etwa 100.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus 16 Bistümern bei der BDKJ-Sozialaktion mitgemacht und in 72 Stunden mehr als 1.000 soziale, ökologische und kulturelle Projekte realisiert. In diesem Jahr wird die Aktion erstmals bundesweit in allen 27 Diözesen Deutschlands durchgeführt, mit mehr als 170.000 Aktiven ist die diesjährige 72-Stunden-Aktion schon jetzt die bislang größte Jugend-Sozialaktion Deutschlands.
