Club für Bildung und Freizeit e.V. Vallendar
Ausflug in den Taunus
Würzlaysteig und Ratzejungeweg von Löf nach Lehmen
Vallendar. Wanderung der Wandergruppe am Samstag, den 11. Mai 2013. Treffpunkt 8.45 Uhr am Bahnhof in Vallendar. Wanderführerin Barbara Arnold. Wir fahren über Koblenz nach Löf an der Mosel und gehen den Würzlaysteig - ein von der Gemeinde Lehmen ins Leben gerufener Wanderweg mit einem alpinen Teilstück - bis zum Ausoniusstein mit einem herrlichen Ausblick ins Moseltal. Dort beginnt der alpine Steig, den wir aber rechts liegen lassen und den Ratzejungeweg bis nach Lehmen weitergehen. Im Würzlayer Hof kehren wir ein. Die Wanderung ca. 12 km lang. Wanderschuhe sind erforderlich. Rückkehr in Vallendar ca. 18 bis 19 Uhr.
Ausflug in den Taunus mit Besuch der Fachwerkstadt Idstein
Ein Halbtagesausflug führte die Clubmitglieder in die Taunusstadt Idstein mit ihren ca. 14 Tsd. Einwohnern. Hier wurden wir von zwei Fremdenführerinnen empfangen, die uns in zwei Gruppen die Sehenswürdigkeiten der Stadt erklärten und näher brachten. 1102 wurde Idstein erstmals erwähnt und erhielt 1287 die Stadtrechte durch König Rudolf von Habsburg. Bis 1721 war Idstein Residenzstadt der Grafen und Fürsten von Nassau-Idstein. Im Umkreis von wenigen 100 Metern um den Bergfried präsentieren sich dicht gedrängt, viele prächtige Baudenkmäler in malerischem Ensemble. Der alte Stadtkern erstreckt sich zwischen dem Burgbereich und dem Hoerhof -erbaut 1620-1626- in der Obergasse. Hier befindet sich eine Vielfalt bemalter und verzierter Fachwerkhäuser mit alter Bausubstanz, die um 1600 erbaut wurden. Herzstück der Altstadt ist der König-Adolf-Platz mit dem Rathaus, 1698 errichtet, in dem seit über 300 Jahren über die Geschicke der Stadt entschieden wird. Neben dem Rathaus steht das Kanzleitor, Durchgang zum Schloss und Hexenturm. Im Schloss befindet sich seit 1946 ein Gymnasium. Der Hexenturm ist das älteste Bauwerk Idsteins. Der Baubeginn lag um 1170. Der Turm ist 42 Meter hoch und hat über drei Meter dicke Mauern bei nur knapp zwölf Meter Durchmesser. Wer sich von den Teilnehmern wagte, konnte die annähernd 200 Stufen bis zur Turmspitze hochsteigen und hatte eine tolle Aussicht auf Stadt und Gebäude. Im 17. Jhdt. war Idstein Schauplatz der Hexenverfolgung, die unter dem protestantischen Grafen Johannes von Nassau und Idstein stattfand. Am 22.11.1996 wurde eine Gedenktafel angebracht, die an die 43 Opfer der Idsteiner Hexenprozesse im Jahre 1676 erinnert. Zum Abschluss besuchten wir noch die Unionskirche, äußerlich ein schlichter Bau, entfaltet sie im Innern ihre Pracht. Die Baugeschichte reicht bis ins 13. Jhdt. zurück. Ungewöhnlich für eine evangelische Kirche - seit 1553 war Idstein lutherisch - wurde die Decke des Hauptschiffes im 17. Jhdt. mit großformatigen Ölgemälden aus der Rubensschule vollständig verkleidet. Die Kanzel, der Taufstein und die Säulen sind aus Lahnmarmor geschaffen. Das Gestühl ist nach damaliger Gewohnheit in Standes-Logen eingeteilt, die entsprechend der Würde des Standes verziert sind. Nach dieser recht interessanten und ausführlichen Besichtigung führte unsere Heimreise über das Wisper- und Rheintal nach Hause. So konnten wir unterwegs an der blühenden und grünenden Natur feststellen, dass der Frühling Einzug gehalten hat.
Informationsstellen
Unsere Informationsstellen sind wie folgt besetzt: Jeden Mittwoch von 9 bis 12 Uhr im Clubheim Höhrer Straße 10 (Ecke Grönerstraße), Tel. (02 61) 67 16 76 und von 17 bis 18 Uhr in der Kreuzkirche Mallendarer Berg, Pfarrer-Sesterhenn-Straße - Handy (01 60) 98 20 62 70.
Blick vom König-Adolf-Platz zum Rathaus, im Hintergrund die Spitze des Hexenturms.
