CDU-Kreisverband Mayen-Koblenz
Bahnlärm geht auf leisen Sohlen
Zulassung der LL-Sohle ist ein wichtiger Schritt zur Reduzierung des Bahnlärms am Mittelrhein
Mayen-Koblenz. Der CDU-Bezirksverband Koblenz-Montabaur setzt sich bereits seit Jahren im Kampf gegen den Bahnlärm ein. Der Bezirksvorsitzende Dr. Adolf Weiland, MdL und Josef Dötsch, MdL begrüßen die Entscheidung des internationalen Eisenbahnverbandes UIC zur Zulassung der lärmarmen LL-Sohle für den Güterverkehr. „Das ist eine gute Nachricht für die lärmgeplagten Anwohner, insbesondere am Mittelrhein, die seit Jahren auf wirksame Schritte zur Lärmminderung warten. Die LL-Sohle ist eine kostengünstige Lösung, um Güterzüge endlich leiser zu machen. Nun muss die Umrüstung auf diese Flüsterbremse schnell erfolgen. Gemeinsam mit der CDU Landtagsfraktion und unseren Bundestagsabgeordneten haben wir in Berlin und Brüssel intensiv die Lärmproblematik am Mittelrhein zum Thema gemacht und für die Einführung der LL-Sohle geworben. Hiermit wird der Lärm an der Quelle halbiert. Dieser Einsatz hat sich gelohnt. Darüber freuen wir uns sehr, denn der Bahnlärm am Mittelrhein ist nicht zu ertragen. Während der frühere rheinland-pfälzische Verkehrsminister Hering (SPD) und der frühere Bundesverkehrsminister Tiefensee (SPD) gemeinsam mit dem hier im Land nun zuständigen Herrn Lewentz (SPD) in Ankündigungen und Forderungen stecken geblieben sind, hat der Bundesverkehrsminister Ramsauer (CDU) gehandelt. Erst kürzlich wurde in Berlin beschlossen, den Lärmbonus an Schienenneubaustrecken ab 2015 abzuschaffen. Dies bedeutet, dass dort zukünftig niedrigere Lärmgrenzwerte gelten. Zu den Maßnahmen gehört auch die Einführung eines lärmabhängigen Trassenpreissystems. Ab dem 1. Juni 2013 müssen Züge ohne lärmreduzierte Bremsen einen Aufpreis für die Streckennutzung zahlen.“ Nach Ansicht des CDU-Bezirksverbandes sind dies wichtige erste Schritte zu einem nachhaltigen Lärmschutz im Mittelrheintal. Neben den 60.000 Güterwagen der DB die nun bis 2020 umgerüstet sein sollen, müssen auch andere Anbieter in ihre 120.000 Wagen investieren. Hierzu sollten, nach Auffassung des CDU-Bezirksverbandes, die Trassenpreise für laute Güterwagen weiter angehoben werden. Dötsch und Weiland: „Wir dürfen es bei diesen Erfolgen nicht belassen. Weitere Schritte sind erforderlich. Hieran werden wir kontinuierlich mitarbeiten. Neben vielen Einzelmaßnahmen zur Lärmreduzierung dürfen wir auch nicht die notwendige Entlastungsstrecke aus den Augen verlieren.“
Pressemitteilung
CDU-Kreisverband
Mayen-Koblenz
