FDP Bürgergespräch im Gasthaus „Verona“ unterm Elch
Brainstorming zum Thema „Zweite Anbindung Gumschlag“
Bürger und Bürgerinnen sollen stärker in kommunale Arbeit eingebunden werden
Vallendar. Schwerpunktthema des Abends war ein Brainstorming zum Thema „zweite Anbindung Gumschlag“ und so waren auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der Einladung gefolgt und trugen erfolgreich zu einem konstruktiven Abend bei. Moderiert wurde der Abend von Paul P. Baum. Wie Herr Seehaus und weitere Vertreter der FDP aus Stadt- und Verbandsgemeinderat betonten, ist es unserer Partei ein besonderes Anliegen, die Bürger und Bürgerinnen, mehr als in der Vergangenheit, in die kommunale Arbeit einzubinden und deren Ideen und Anregungen direkt in örtliche Planungen und in die politische Entscheidungsfindung einzubinden. Zur Illustration von möglichen Vorschlägen stand ein Kartenausschnitt vom Bereich Gumschlag bis Ortsmitte Vallendar bereit. Die Bürger eröffneten dann auch gleich die Gesprächsrunde mit mehreren Vorschlägen. Im Zuge der dringend notwendigen Sanierungsarbeiten im Bereich Kirchstraße muss eine Umgehung zum Gumschlag erörtert werden. Dabei soll es sich gleich um eine sinnvolle Umgehung handeln, bei der man auch in Betracht ziehen sollte, sie gleich als zweite Anbindung auch nach den Renovierungsarbeiten zu nutzen. So könnte man Kosten sparen und hätte gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
Die Verkehrsbelastung zum Gumschlag hat in den letzten Jahren stark zugenommen und es ist eine Zumutung, wie man versuchte, dem Herr zu werden. Weder eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 km/h noch der aufgepflasterte Übergang „Sprungschanze“ im Bereich Friedhof konnten die Geräuschbelastung durch den starken Verkehr mindern. Als favorisierter Vorschlag kam ein Ausbau der Braugasse am Altenheim zur Sprache. Da die Kirche das Altenheim aufgeben möchte und ein neues Pfarrheim geplant sei, wären Gespräche zur beiderseitigen Lösung anzustreben. Wenn nicht jetzt, wann dann sollten zielführende Gespräche geführt werden. So könnte man den abfließenden Verkehr morgens Richtung Koblenz besser regeln und hätte auch gleich bei Hochwasser eine bessere Lösung parat. Denn auch das Thema Hochwasser bewegt die Menschen in der Region.
Auch der Ausbau oberhalb am Reginaberg Richtung Haus der Familie wurde vorgetragen. Allerdings stellt dies einen erheblichen Umweg Richtung Koblenz dar. Des Weiteren stellen die Höhenmeter einen Kostenfaktor dar, der andere Optionen als sinnvoller scheinen lässt. Oder die Anbindung über den Wüstenhof Richtung Weitersburg. Dort müsste man dann im Zuge der Baumaßnahme die Unterführung der A48 prüfen. Auch müssten dann Gespräche mit Weitersburg geführt werden, da es eine höhere Belastung des Verkehrs zur Folge hätte. Bereits heute fahren viele landwirtschaftlichen Fahrzeuge und Busse über den Wüstenhof von und nach Vallendar. Offen sei auch, den Stich am Minigolfplatz als nutzbare Straße auszubauen. Dies sei in der Vergangenheit abgelehnt worden, da Vallendar noch ein Luftkurort war. Dies ist heute auch nicht mehr so. Weitere Punkte in der zweistündigen Runde waren die Kosten der Renovierungsarbeiten, da der Ausbau ja nicht nur für die Anwohner der Kirchstraße geplant sei, sondern auch alle weiteren Anwohner betrifft. Auch wurde kurz das Thema „Umwidmung“ der Kirchstraße angesprochen. Dabei wurde vermerkt, dass die Stadt versuche, die Kosten auf die Anwohner zu verteilen, obwohl die Straße noch nicht umgewidmet sei und man es in den letzten Jahren versäumt habe, die Straße in einen ordnungsgemäßen Zustand zu halten. Die Umwidmung jetzt zu beschließen sei ein Schlag ins Gesicht der Anwohner. Zum Thema Streudienste konnte man den Unmut der Bürger spüren, die nicht verstanden, warum viele Straßen im Hang einfach ausgenommen werden. Weder die Ringstraße noch der Sonnenhang würden im Winter vom Streudienst angefahren. Dies stellt eine Gefährdung von Leib und Leben dar. Bereits mehrere Unfälle haben in diesen Bereichen gezeigt, dass eine Streuung unumgänglich ist. Es kam auch der Vorschlag die Kirchhohl für Fahrzeuge bis 7,5 t zu beschränken, da sich viele Baufahrzeuge mit Anhängern dort hochschleppen und eine Belastung der Anwohner zur Folge hat. An diesem Abend waren sich alle einig, dass eine zweite Anbindung an dem Gumschlag dringend zu erfolgen hat, denn auch die Verkehrsbelastung im Stadtkern könnte dadurch gemindert werden. Ob dies dann eine Schwächung der Kaufkraft zur Folge hätte, sei abzuwarten. Nach rund zwei Stunden bedankte sich Herr Seehaus bei allen Beteiligten für ihr Erscheinen und die lebhafte Diskussion. Auch alle anderen Vertreter der FDP fühlten sich nach dem regen Zuspruch und den guten Beiträgen darin bestärkt, das Instrument des Bürgergesprächs auch in Zukunft weiterzuführen.
Pressemitteilung
der FDP VG Vallendar

Es zeigt sich sich deutlich an der von der FDP Vallendar forcierten Diskussion, dass keine langfristige vernüftige Lösung gesucht wird. Vielmehr geht es im Kern um Wählerstimmern für die Kommunalwahl.
Langfristige Lösung würden durch ein Verkehrskonzept gestützt werden, welches allerdings in Vallendar bekanntlich nicht vorliegt. Klar ist, es muss eine Lösung her und zwar nicht nur für die Anwohner der Kirchstraße sondern auch für die Bewohner des Gumschlags. Es sollte mit allen anderen Gemeinden, vor allem auch mit Weitersburg, eine Lösung angestrebt werden, da auch die Anbindung zu Weitersburg verbesserungswürdig erscheint. Eine Lösung quer durch die Stadt, wie an der katholischen Kirhe vorbei oder am Minigolfplatz kann wohl von keinem ernsthaft gewollt sein, da diese Strecken nur neue Verkehrsprobleme mit sich bringen werden.