Weitersburger feierten Kirmes
Buntes Treiben über drei Tage
Weitersburg. Mit kräftigen lauten Böllerschüssen wird es unüberhörbar kundgetan: In Weitersburg ist Kirmes angesagt. Dirk Schwantuschke und Bernd Hahn sind die ausgebildeten Feuerwerker, die ihr Dorf aufwecken. Am Samstag ging es los. Ein festliches Hochamt mit dem Kirchenchor Cäcilia und einer Partynacht im Festzelt. Janina Mann und Niclas Weber ist das neue Kirmespaar und mit den anderen Jungs und Mädels ihres Jahrganges 1994/1995 richten sie mit der Kirmesgesellschaft „Fidele Jungens e.V.“ das Fest aus. Übrigens zum Verein gehören nicht nur Männer, sondern auch Frauen. Das Motto der diesjährigen Kirmes, begleitet von einem hübschen großen selbst gebauten Maskottchen, ist in Anlehnung an die Westernfigur Lucky Luke „Lucky Kuba“. Dem Nichteinheimischen sei erklärt: „Kubaner“ nennen sich die Weitersburger - hergeleitet von mundartlichen „Kubbe“ - hochdeutsch „Kuppe“ - bezogen auf die Lage des Höhenortes.
Der Höhepunkt des Kirmestreibens ist der große Umzug durch das Dorf am Sonntag. Es scheint, als sei ganz Weitersburg auf den Beinen. „Kirmes, das ist bei uns gelebte Tradition“, stellt Ortsbürgermeister Rolf Rockenbach mit Stolz fest. Zu der Tradition gehört die riesige Eierkrone. Die ist, darauf legen die Kubaner großen Wert, aus echten ausgeblasenen Hühnereiern gebastelt. Mehrere tausend Eier ergeben die Form einer großen Glocke. Mit dem Ortswappen geschmückt, wird diese am Samstag am Kirmesbaum hochgezogen. Sonntags allerdings kurz wieder abgenommen, denn vier kräftige Kirmesmänner tragen das Schaustück beim Umzug auf ihren Schultern. An der großen Kreuzung trifft sich dann das versammelte Kirmesvolk am Baum und wartet gespannt auf die Kirmesrede. Die wurde dieses Jahr wieder vorgetragen von Björn Kleinert und Karsten Mohr. Das war echt lustig in Reime gepackt. Thema ist wie jedes Jahr: Geschehnisse in der Gemeinde - und ganz klar, Namen werden nicht genannt, doch so geschickt verpackt, dass jeder ahnt, was denn da los war und wem´s geschah. Doch die Kirmesredner verpacken alles mit Humor und meinen es wirklich nicht böse. Der Vorsitzende der Kirmesgesellschaft Fidele Jungens e.V., Jörg Halfen, dankte allen Beteiligten für ihr großes Engagement. Auf dem Kirmesplatz ging das muntere Treiben mit einem Platzkonzert des Kobener Musikvereins weiter. Montag gab es einen zünftigen Frühschoppen mit den Dünsberg Buam und dem MGV Rheinland sowie großer Tombola.
Auch dieses Jahr hielten Björn Kleinert und Karsten Mohr die Kirmesrede.
Vorsitzender der Kirmesgesellschaft Jörg Halfen bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste.
Umzug mit der Eierkrone - im Vordergrund Ortsbürgermeister Rolf Rockenbach.
