Außergewöhnliches Projekt an der Schönstätter Marienschule
"Chefinnen" für einen Tag
17 Schülerinnen lernten den Alltag eines Unternehmers kennen
Vallendar. „Schüler im Chefsessel ist ein außergewöhnliches Projekt: Bringt es doch junge Menschen in der beruflichen Findungsphase mit Unternehmern für einen ganzen Tag intensiv zusammen. Meiner Meinung nach eine ganz hervorragende Chance, nicht nur das Berufsbild des Unternehmers ganz praktisch und individuell zu definieren, sondern auch einen kleinen bildungspolitischen Beitrag zu leisten.“ So begründete Jens Stevens, der Landesvorsitzende von Rheinland-Pfalz und Leiter des Unternehmens AFG-Recycling GmbH & Co. KG, Neuwied/Rhein, seine Unterstützung dieses Projektes. {http://www.junge-unternehmer.eu/aktionen/schueler-im-chefsessel/unterstuetzer.html}
Stellvertretend berichtet hier die Gewinnerin der Berlin-Reise Lea S.:
„Einen Tag durfte ich in der Vulkanbrauerei in Mendig verbringen und den Geschäftsführer, Herrn Tack, bei seinen Terminen begleiten, bei seiner Arbeit zusehen und zwischenzeitlich selbst mithelfen. Ich wollte unter anderem der Frage nachgehen: Wie kommen die Getränke, die wir im Supermarkt einkaufen, eigentlich dort hin? Wie ist das Getränk in die Flasche gelangt? Und wie sieht der Arbeitsalltag eines Chefs aus?
Etwas nervös, aber mit Vorfreude, meldete ich mich im Büro des Unternehmens, wo ich von Herrn Tack selbst und dessen Assistentin sehr nett begrüßt wurde. Zu Beginn des Tages machten wir einen kleinen Rundgang , und ich lernte die einzelnen Stationen der Biergärung kennen.
Einige Kundengespräche und Treffen mit verschiedenen Mitarbeitern waren für diesen Tag vorgesehen. Als Schülerin im Chefsessel durfte ich zwischen verschiedenen Gesprächen und Meetings Herrn Tack beim „E-Mails Checken“ über die Schulter schauen und an einem Gewinnspiel mitarbeiten, das auf der Facebookseite der Brauerei veröffentlicht werden sollte. Beim Entwerfen war Strategie und Kreativität gefragt. Weiter ging es am Nachmittag mit der Suche nach einer neuen Kraft als Office-Manager. Eine Bewerbung schreiben nach Kriterien, die man im Unterricht gelernt hat oder im Internet liest, das kennt man. Aber worauf achtet eigentlich der Unternehmer? Für meine Zukunft hat mir das Bewerten der Bewerbungen aus der Sicht des Chefs sehr viel gebracht.
Abschließend erhielt ich noch eine sehr interessante Führung durch den Felsenkeller, der sich 30 Meter unterhalb von Mendig befindet. Aufgrund dieser Keller, die durch den Jahrhunderte langen unterirdischen Basaltabbau entstanden sind, war die Stadt einst die größte Brauereistadt Deutschlands. Der gesamte Tag „im Chefsessel“ war für mich eine sehr gute Erfahrung und hat mir einen vielseitigen Einblick in die Unternehmerwelt gewährt.“
