Allgemeine Berichte | 15.12.2015

FDP Vallendar - Große Politik in Vallendar

Christian Lindner zu Besuch bei Freunden

Der Bundesvorsitzende der FDP sprach über die Themengebiete „Mut zur Marktwirtschaft und die beste Bildung der Welt“.

er größte Hörsaal der WHU war mit über 250 Studenten und Bürgern komplett gefüllt privat

Vallendar. Christian Lindner, der Bundesvorsitzende der FDP, sprach am Mittwochabend über die Themengebiete „Mut zur Marktwirtschaft und die beste Bildung der Welt“. Eingeladen wurde der FDP Bundesvorsitzende von dem FDP Direktkandidaten Carsten Renner, den Verbänden der Freien Demokraten Vallendar und Bendorf und der Liberalen Hochschulgruppe (LHG) der WHU Vallendar. Um 18 Uhr war der größte Hörsaal der WHU mit über 250 Studenten und Bürgern komplett gefüllt. Eröffnet wurde der Abend vom Prorektor der WHU, Herrn Prof. Dr. Weigand. Dem folgte der Vorsitzende der LHG, Herr Felix Hosse (Student der WHU), mit einer atemberaubenden Rede über die Freiheit und was die Freiheit für jeden einzelnen Menschen individuell bedeutet. Er verdeutlichte, wie wichtig es ist, diese Freiheit zu bewahren. Der Vorsitzende und Direktkandidat im Wahlkreis 10 der Freien Demokraten, Herr Carsten Renner, schloss sich seinem Vorredner an und sagte: „Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut, denn ohne Freiheit ist alles nichts!“. Zudem stellte Herr Renner fest, wie wichtig ein liberaler Anteil in der Politik, im Landtag und Bundestag ist. Er begrüßte am Ende seiner Rede den Bundesvorsitzenden der FDP, Herrn Christian Lindner. Zu diesem Zeitpunkt drängten sich bereits die Zuhörer auf den Gängen im Hörsaal. Christian Lindner bestach schon zu Beginn seines Vortrags mit Humor und Leidenschaft. Zunächst widmete er sich der Frage „Was ist soziale Marktwirtschaft?“ Soziale Marktwirtschaft ist ein gesellschafts- und wirtschaftspolitisches Leitbild mit dem Ziel, auf der Basis der Wettbewerbswirtschaft die freie Initiative mit einem gerade durch die wirtschaftliche Leistung gesicherten sozialen Fortschritt zu verbinden. Der Staat gibt hierfür die Rahmenbedingungen vor, in denen sich die Wirtschaft entfalten darf. Man sollte diese aber nicht durch Bürokratie noch weiter beschneiden. „Über 1.600 neue Stellen hat beispielsweise die aktuelle Regierung beim Zoll zur Überprüfung des Mindestlohns eingerichtet. Früher wurden Bäckereien von Hungrigen gestürmt! Heute sind es Bewaffnete, die die Bäckereien stürmen, um die Einhaltung der bürokratischen Vorgaben des Mindestlohns und dessen Dokumentation zu überwachen!“ Die Bürokratie und Kontrollen rauben wichtige Zeit, die ein Unternehmer für das Kerngeschäft benötigt. Diese Stellen wären heute für die Bearbeitung der Asylanträge wesentlich besser zu gebrauchen.

Flüchtlingskrise

Christian Lindner gab an diesem Abend auch die Position der FDP zum Thema „Flüchtlingskrise“ an. Lindner: „Frau Merkel muss ihre Politik verändern und das nicht nur, weil sie sonst zum besten Wahlhelfer der AfD wird. Frau Merkel sagt, wir schaffen das. Ich will wissen, wie! Ich erwarte von der Bundesregierung, dass sie eine Wende in der Flüchtlingspolitik einleitet, mit dem Ziel die Anzahl zu reduzieren. Und ich möchte ein professionelles Projektmanagement sehen. Wenn Herr Seehofer und Frau Merkel auf offener Bühne ihren Dissens zeigen, wenn Union und SPD seit Monaten nicht auf eine Linie kommen, dann dokumentiert das ein Organisations- und Politikversagen in Deutschland. Das treibt den Rechtspopulisten die ängstlichen und verunsicherten Wähler zu.“

Spätestens jetzt hätte man im Hörsaal der WHU eine Stecknadel fallen hören. Die FDP ist für eine geordnete Einreise von Flüchtlingen und es muss zeitnah genau geprüft werden, wer welches Talent hat, mit welchem er die deutsche Marktwirtschaft unterstützen und weiter voranbringen kann. Hier liegen die Qualifikationen der Flüchtlinge klar im Vordergrund. Sollte die Sprache eine Barriere darstellen, so können Dolmetscher und Sprachunterricht sinnvolle Instrumente darstellen.

Der Vortrag von Christian Lindner beruht auf Fakten, wie die Investitionsstaus für den Ausbau der Infrastruktur. Täglich stehen wertvolle Ressourcen der deutschen Wirtschaft, wie Arbeitskräfte und Güter, in unnötigen kilometerlangen Staus. Dies bedeutet für die deutsche Wirtschaft einen täglichen Schaden in Millionenhöhe. Zudem kritisierte er den schleppenden Ausbau des Breitband-Internets, welches für die kleinen und mittelständischen Unternehmen in einem hochtechnologischen Land wie Deutschland existenziell ist. Andere Länder sind hier wesentlich fortschrittlicher als wir Deutschen. Dass Deutschland ein Land der Funklöcher ist, schadet der Wirtschaft und muss dringend geändert werden.

Bildung

Im nächsten Fokus seiner Rede stand die Bildung in Deutschland. Der Bundesvorsitzende verdeutlichte, dass schon lange nicht mehr nur der Bildungsvergleich zwischen den Bundesländern wichtig ist, sondern vor allem der Wettbewerb mit anderen Staaten wie Schweden, China und Indien. „In der Pause auf dem Schulhof tauschen sich die Schüler per Smartphone über die neuesten Apps aus und nach dem Gong kehren wieder alle aus der Gegenwart in die Kreidezeit zurück!“. Unsere Kinder sind das höchste Gut unserer Gesellschaft, es wäre nur fair und gerecht, sie auch so zu behandeln und mit modernsten pädagogischen Lernmethoden zu unterrichten. „Die Kinder, die jetzt in der Schule lernen, arbeiten später in Jobs, die es heute noch gar nicht gibt!“. Die Investitionsstaus in deutschen Schulen und Hochschulen liegen derzeit bei unfassbaren 32 Milliarden Euro. Es verlassen jedes Jahr 80.000 Mädchen und Jungen die Schule ohne einen Abschluss. Das ist ein Fehler im System. „Jeder Mensch kann etwas, ich bin mir sicher jeder Mensch hat ein Talent, welches nur erkannt und gefördert werden muss!“. Der nächste Punkt behandelte das Thema Rente in Deutschland. Herr Lindner wies darauf hin, dass jeder Mensch und jeder Beruf einen individuellen Renteneintritt mit sich bringt. Wer will und noch kann, der sollte doch gemeinsam mit seinem Arbeitgeber seine persönliche Rentenlösung, unabhängig von einem festen Renteneintrittsalter, suchen dürfen.

Im Anschluss an den Vortrag folgte eine einstündige Diskussionsrunde. Vor allem die jungen Studenten der WHU stellten dem Bundesvorsitzenden der FDP sehr durchdachte und auch kritische Fragen. Die Fragen umfassten die Themen Klimawandel, Wirtschaft und Soziales. Eine spannende Frage einer Studentin war z.B.: „Gauck und Merkel sagen, der Islam gehöre zu Deutschland, wie stehen Sie dazu?“. Christan Lindner antwortete mit einer Gegenfrage: „Gehört das Christentum zu Deutschland?“. Für ihn sei das Grundgesetz fundamental und jeder Mensch, der sich ausnahmslos an das Grundgesetz hält und tolerant ist, gehört zu Deutschland!

Man konnte an diesem Abend mit Christian Lindner spüren, dass die FDP im Aufwind ist. Herr Lindner steht mit einem guten Konzept an der Spitze der FDP und lässt an diesem Abend keinen Zweifel offen, dass die FDP wieder in den rheinland-pfälzischen Landtag und in den Bundestag zurückkommen wird. Im Anschluss fand man sich zum gemütlichen Zusammensein im Foyer ein und führte noch das ein und andere interessante Gespräch mit einem Christian Lindner, sozusagen zum Anfassen. Der FDP Verbandsgemeinde Verband dankt vor allem der Liberalen Hochschulgruppe der WHU Vallendar für die gute Zusammenarbeit bei der Organisation des gelungenen Abends.

Pressemitteilung

FDP Vallendar

Carsten Renner, Christian Lindner, Günther Bomm (v.l.n.r.)

Carsten Renner, Christian Lindner, Günther Bomm (v.l.n.r.)

Christian Lindner, der Bundesvorsitzende der FDP

Christian Lindner, der Bundesvorsitzende der FDP

er größte Hörsaal der WHU war mit über 250 Studenten und Bürgern komplett gefülltFotos: privat

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