Allgemeine Berichte | 02.06.2015

Theater Mittelrhein Urbar

Darstellerinnen zogen das Publikum in ihren Bann

privat

Urbar. Am Anfang musste die Theaterleitung den Besuchern mitteilen, dass der angekündigte Claus Biederstaedt im Krankenhaus liege und heute nicht auftreten könne. Schade. Aber wenn man die 80 überschritten hat, muss man mit solchen Überraschungen rechnen. Trotzdem wurde das Publikum in Bann gezogen, weil die beiden Spielerinnen, Gabi Nickolmann und Carola Moritz, ein solches Feuerwerk von kleinen, witzigen Szenen entfachten, dass die Zuschauer ständig in Atem gehalten wurden. Mit blitzschnellen Kostümwechseln wurden immer wieder andere Figuren dargestellt, die immer wieder eine andere Variante des Wiener Lebensgefühls zeigten. Von der gemütlichen Kaiserzeit, die auch nicht für jeden gemütlich war, über den Ausbruch des Ersten Weltkriegs, dem Auftreten Hitlers bis zum Opernball in der Gegenwart. Bissig witzige Texte, absolut überzeugend im Wiener Slang vorgetragen, wechselten mit einschmeichelnden Melodien und kleinen Tanz-Einlagen. Am Ende war das Publikum ganz gefangen und spendete ausgiebig Beifall. Im Juni wird dann die aktuelle Komödie weitergespielt: „Trennung für Feiglinge“. Eine temporeiche Handlung mit schnellen Dialogen, bissigem Humor und einem sicheren Timing für Situationskomik. Die nächste Aufführung ist am 13. Juni um 19.30 Uhr. Anmeldungen unter Tel.: (01 72) 7 04 01 71.Pressemitteilung

Theater Mittelrhein Urbar

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