Das musikalische Klassenzimmer war zu Gast bei der Stommel-Stiftung
Die jungen Zuschauer durften die beiden Philharmoniker dirigieren
Urbar. Das musikalische Klassenzimmer war zu Gast bei der Stommel-Stiftung. Schulnoten und Vokabeltests gab es nicht - dafür aber jede Menge Spaß und gute Unterhaltung. Wolfgang Jablonski und Nikolaus Maler, ihres Zeichens Soloflötist und Solofagottist bei der Rheinischen Philharmonie, brachten ihre Instrumente mit zum musikalischen Klassenzimmer bei der Stommel-Stiftung in Urbar. Hier konnten sie allerlei Interessantes über klassische Musik erzählen und dies mit vielen Beispielen illustrieren.
Warum zum Beispiel zählt die Querflöte zu den Holzbläsern im Orchester, obwohl sie doch aus Metall ist? Und wieso konnten auf den ersten Flöten keine unterschiedlichen Töne gespielt werden? Entsteht der Ton beim Fagott anders als bei der Flöte? Dass das Fagott tiefer spielen kann als die Flöte, lässt sich schon wegen der Größe des Instruments erahnen. Aber kann es auch höher spielen? Sehr zur Freude des Publikums schienen sich die beiden Berufsmusiker da manchmal selbst nicht so sicher zu sein und lieferten sich gegenseitig den einen oder anderen ehrgeizigen Wettstreit, was die Fähigkeiten ihrer Instrumente anging. Auch die anderen Instrumentengruppen des Sinfonieorchesters wurden vorgestellt und mit typischen Melodien illustriert.
Dabei durften die Kinder mitmachen, wo immer es ging und dabei herausfinden, dass auch zum Beispiel das Geräusch eines Klettverschlusses „Musik“ sein kann.
Einigen der jungen Zuschauer wurde dann zum krönenden Abschluss ein besonderes Privileg zuteil: Sie durften die beiden Philharmoniker dirigieren. Diese machten bereitwillig jeden noch so halsbrecherischen Tempowechsel mit, was dazu führte, dass die Musik vor lauter „interpretatorischer Freiheit“ teilweise kaum noch wiederzuerkennen war. Für manch einen der jungen Nachwuchsdirigenten vielleicht ein Einstieg in eine glänzende Karriere. Wer weiß, bei den Berliner Philharmonikern zieht sich die Wahl des neuen Chefdirigenten ja bekanntlich noch etwas hin.
Jablonski und Maler wurden vom Publikum besonders herzlich verabschiedet und werden hoffentlich bald wieder zu Gast bei der Stommel-Stiftung sein. Hinweise auf das weitere Stiftungsprogramm gibt es unter www.stommel-stiftung.de.
Einmal im Leben die Philharmoniker dirigieren...
