Allgemeine Berichte | 24.07.2017

Fitness- und Gesundheitssport im Turnverein 1878 Vallendar e.V.

Durch verwunschene Wälder, schwarze Tore und Rebenlande

Walkingmädels on Tour: Von der Eifel an die Mosel - Teil 2

Auf der „Stella Noviomagi“.

Vallendar. Nachdem wir am Freitag das Stadtleben ausgekostet haben, zieht es uns am Samstag wieder in die Stille der Natur. Das Wanderpaket ist geschnürt, die Rucksäcke sind gepackt, die Mädels steigen um neun Uhr voller Elan in die Taxis, die uns zum Wanderparkplatz im Butzerbachtal bei Kordel bringen.

In verwunschenen Wäldern

Die Schlussetappe des Eifelsteigs will bezwungen werden, der etwa siebzehn Kilometer lange Endspurt nach „Treveris“ liegt vor uns. Und dann wandern wir wieder auf dem liebgewonnenen Steig, der sich nun durch das abenteuerliche, enge Butzerbachtal, dort wo der Buntsandstein dominiert, windet. Einfach schön, diesen Pfad zu bestreiten. Kleine Wasserfälle bahnen sich ihren Weg über moosbedeckte Baumstämme, der rote Buntsandstein schimmert hier und da durch. Plätschernd läuft das Wasser über massige Steine, die zum Teil wie riesige Stufen im Bachbett angeordnet sind. Verspielt schlängelt sich der Pfad mal auf der einen, mal auf der anderen Seite des Baches bergan. Es geht über hölzerne Stege, zum Teil über nasse rutschige Steine, jede Biegung bringt neue Überraschungen. Still ist es im Tal, nur Naturgeräusche wie das sanfte Murmeln des Baches, das Plätschern der Wasserfälle und das Zwitschern der Vögel ist zu vernehmen. Über Trittleitern, über von Seilen gesicherte Felspassagen und über Hängebrücken wandern wir still durch das wildromantische Bachtal und merken kaum, dass wir mehr und mehr an Höhe gewinnen. Nach einer recht steilen Treppe erreichen wir den Ausstieg aus dem herrlichen Butzerbachtal und folgen dem Eifelsteiglogo zu einem römischen Kupferbergwerk. Hier wurden Erze und Sandsteine abgebaut, auch die großen Steinquader für die Porta Nigra.

Der Eifelsteig führt durch einen schattigen Buchenwald und auf abschüssigem Pfad zur Klausnerhöhle. Die zweistöckige Buntsandsteinhöhle wurde über Jahrhunderte von Eremiten bewohnt. Über eine Leiter gelangt man in die obere Felsenkammer, oben und auch unten sind maskenhafte Gesichter zu erkennen, die in das Gemäuer eingehämmert wurden. Sie sollten womöglich böse Geister fernhalten. Noch begeistert von der leuchtend roten Felsenhöhle geht es im Zick-Zack-Weg ins Laubachtal. Doch kaum sind wir unten, geht es durch dichten Wald wieder bergauf und wir erreichen bald die mächtige Genovevahöhle. Über uns wölbt sich eine riesige Öffnung im Buntsandstein, wir sind erstaunt über das gewaltige Ausmaß der Höhle. Über eine große Treppe gelangen wir in die Höhle und sind fasziniert von den unterschiedlichen Gesteinsschichten in verschiedenen Rottönen. Wir verlassen die Felsenhöhle, wenden uns wieder dem vertrauten Logo zu und kommen nach einer Weile an eine markante Kreuzung. An der „Dicken Buche“ stehen an einem großen Holzkreuz Bänke und Tisch bereit, nun können wir endlich rasten und den Rucksack leeren. Nach der Mittagspause, die wir uns redlich verdient haben, unterqueren wir im Anmarsch auf Biewer die Autobahn und erreichen nach einem steilen Abstieg das Trierer Stadtteil. Auf naturnahem Pfad nehmen wir etwas später einen langen Anstieg in Angriff und dann verläuft der Eifelsteig oberhalb der Mosel, jedoch auch in einem steten Auf und Ab. An der gesicherten Hangkante unmittelbar an den Sandsteinfelsen vorbei genießen wir fabelhafte Ausblicke über das Moseltal und Trier. Immer wieder bleiben wir stehen und lassen diese Panoramablicke auf uns wirken. Nach dem Abstieg überqueren wir die Mosel und der Eifelsteig findet in der uralten Römermetropole ein großartiges Finale. Im Eiscafe‘ in Sichtweite zur Porta Nigra klingt die letzte Etappe des grandiosen Erlebnisses Eifelsteig aus. Eifelsteig geschafft! Time to say goodbye, Eifelsteig!

Das schwarze Tor

Voller Stolz schreiten wir heute durch das „Schwarze Tor“ wieder vor die Tore der Stadt. Doch was wäre eine Reise ohne Einkehr?

Wir brauchen etwas Erfrischung und Erholung nach dem anstrengenden und heißen Tag, dann machen wir uns wieder auf den Weg, passieren erneut das Wahrzeichen von Trier und kehren in die „Weinwirtschaft Friedrich Wilhelm“ ein. Wir freuen uns bei herrlichem Wetter auf der großzügigen Terrasse Platz nehmen zu können und kosten jede Minute dieses wunderschönen Beisammenseins aus. Es wird ein langer Abend. Und ein letztes Mal schreiten wir am späten Abend unter der Porta Nigra hindurch vor die Tore der Stadt.

Genuss und Erholung steht am Sonntag auf dem Programm. Nach dem Frühstück verlassen wir die Römerstadt und fahren moselabwärts nach Neumagen, dem ältesten Weinort an der Mosel. Die Römer haben auch an der Mosel ihre Spuren hinterlassen und die Landschaft geprägt, sie bauten ihre Weinreben im großen Stil an den Moselhängen an.

Auf der Mosel

Im Moselort angekommen, werden wir sehr schnell der heutigen Überraschung gewahr:hier ankert das Römerweinschiff „Stella Noviomagi“, ein fahrtüchtiger Nachbau des „Neumagener Weinschiffs“. Wir wollen an Bord dieses „antiken“ Schiffes gehen, denn wo sonst können wir die liebliche Mosellandschaft besser genießen als auf der Mosel selbst. Doch zunächst erhalten die Passagiere im Info-Pavillon Römerweinschiff einige Informationen zum Ort Neumagen und zur Geschichte des nachgebauten Römerweinschiffs. Danach kann die vergnügliche Zeitreise an Bord des „Stern von Neumagen“ beginnen. Die „Stella Noviomagi“ fährt bei gemächlichem Tempo die Mosel hinunter und wieder hinauf, die Mosel windet sich hier zu einer mutigen Schleife. Während die malerische Landschaft vorbeizieht, erfahren wir von dem Gästeführer mehr über die Mosel, die kleinen Orte, den Weinbau, über die 2000 Jahre alte Weinkulturlandschaft. Er macht uns auch auf die „Moselloreley“ aufmerksam, eine kleine Version der „Rheinloreley“, die wir erst vor kurzem bei der schönen Wanderung auf dem Rheinburgenweg bestaunen konnten.

Wir genießen bei strahlendem Sonnenschein mit einem Gläschen Riesling in der Hand die schöne Mosellandschaft und staunen über die steilen Moselweinberge, die sich rund 300 Meter vom Moselufer empor erheben. Majestätisch gleitet das „antike“ Schiff über die im Sonnenlicht glitzernde Mosel. Bei dieser Kulturfahrt herrscht die perfekte Harmonie: leuchtend blauer Himmel, das Grün der Weinberge, und die Walkingmädels entspannt, zufrieden und glücklich geben sich voll und ganz dem Genuss hin. Nichts könnte jetzt schöner sein? Uns so fällt es uns sehr schwer, das Weinschiff zu verlassen, doch das weltberühmte Steindenkmal aus der Römerzeit, das „Neumagener Weinschiff“ wartet auf einen Besuch. In der Ortsmitte steht die Nachbildung des Weinschiffs, das einst das monumentale Grabmal eines reichen römischen Weinhändlers zierte. Es ist mittlerweile unerträglich heiß geworden, wie tut es gut, dass wir im schattigen Innenhof des alten, schön renovierten Schieferhauses der Vinothek Vinopolis Platz nehmen können. Eine lange Mittagspause genehmigen wir uns, verzichten aber wegen der großen Hitze auf eine Wanderung durch die Weinberge.

Wir treten mit zwei Unterbrechungen schließlich die Heimreise an. Beim ersten Stopp auf der Panoramastraße hoch über der Mosel präsentiert sich eine atemberaubende Weitsicht über das Moseltal mit der großen Schleife und den kleinen Dörfern. Hier oben spüren wir, es bleiben die Erinnerungen an fantastische Moselbilder und es bleibt der Eindruck eines wundervollen Tages. Ein Tag, der noch nicht zu Ende ist. Der zweite Stopp ist in Klausen, wir besuchen die Wallfahrtskirche und kehren zum Abschluss im Klostergut Klausen ein.

Voller neuer Erfahrungen zurück

Wir haben ein sehr schönes, ein buntes und vielseitiges Wochenende in guter Stimmung erlebt, wieder gemeinsam viel Neues entdeckt, Erfahrungen und Gedanken ausgetauscht, zusammen gelacht und die menschliche Nähe genossen.

Mädels, mit euch macht wandern und unterwegs sein so viel Spaß, davon kann man nicht genug bekommen. Zeit, neue Pläne zu schmieden.

Am „Neumagener Weinschiff“. Privat

Am „Neumagener Weinschiff“. Fotos: Privat Foto: Picasa

Im Innenhof der Vinothek Vinopolis.

Im Innenhof der Vinothek Vinopolis. Foto: Picasa

Auf der „Stella Noviomagi“. Foto: Picasa

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