Allgemeine Berichte | 27.04.2017

Marzellinus-Musik-Konzert

„Ein Abend mit Johann Sebastian Bach“

Am 7. Mai in der Vallendarer Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus

JohannSebastian Bach.Fotos: Privat

Vallendar. „Ein Abend mit Johann Sebastian Bach“ – so lautet der Titel des nächsten Konzertabends im Rahmen der Marzellinusmusik-Reihe, der am Sonntag, dem 7. Mai um 18 Uhr in der Vallendarer Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus stattfinden wird. Dieser Konzertabend widmet sich allein dem Komponisten Johann Sebastian Bach (1685 – 1750), einem der größten Genies der Tonkunst.

Das Konzert zeigt die Formenvielfalt, unterschiedlichen Affekte, Stimmungen und Dynamiken Bach’scher Musik anhand ausgewählter Originalwerke und

präsentiert zudem den Weg vom „frühen“ zum „späten“ Bach.

Der Ausführende des Konzertes ist der Kantor und Organist der Pfarreiengemeinschaft Vallendar Johann Schmelzer (*1969). Wie immer ist der Eintritt zur Marzellinus-Musik frei; um eine freiwillige Spende bei der Türkollekte wird gebeten.

In seiner Bibel hat Bach eine Randbemerkung hinterlassen: „Bei einer andächtigen Musik ist allezeit Gott mit seiner Gnaden Gegenwart.“ Getreu diesem Basch‘schen Motto ist die kommende Ausgabe der Marzellinus-Musik-Reihe im übertragenen Sinne auch die Vergegenwärtigung der Gnade Gottes und eine Hommage an ein musikalisches Genie, das mit seiner Musik die Existenz Gottes im wahrsten Sinne des Wortes hörbar macht.

Zu Gehör gebracht wird mit der „Passacaglia in c-moll“ (BWV 582) Bachs einziges Werk dieses Genres und ein Repräsentant aus der frühen Schaffenszeit kurz nach 1700; offenbar hat Bach selbst erkannt, dass sein erstes Werk dieser Art kaum zu überbieten ist. An die einstimmige Vorstellung des Themas im Bass folgen insgesamt 20 Variationen. Daran schließt sich eine Fuge über den Themenkopf an.

Fortgesetzt wird das Programm mit der „Triosonate Nr. 5 in C-Dur“ (BWV 529), die aus einem Zyklus von insgesamt sechs Werken dieser Art stammt, die Bach wohl für seinen Sohn Wilhelm Friedemann anfertigte. Es heißt, dass dieser sich daran zur Vorbereitung auf seine Organistenlaufbahn erproben musste, was einerseits darauf hindeutet, dass Bach im Triospiel eine Grundfertigkeit für einen Organisten sah und andererseits auch zeigt, dass Bach für rein technisch motivierte „Etuden“ im engeren Sinne offenbar wenig übrig hatte.

Weiterhin auf dem Konzertprogramm steht die „Dorische Toccata in d-moll“ (BWV 538), das entgegen seines Titels nicht in der dorischen Kirchentonart sondern in d-moll komponiert ist. Das Stück erzielt seine enorme Faszination aus einem quasi als „perpetuum mobile“ angelegten Motives in Sechzehntelnoten, das ohne Unterlass bis in die Schlusskadenz hinein das Stück durchströmt.

Das „Choralvorspiel über ‚Allein Gott in der Höh‘ sei Ehr‘“ (BWV 663) aus den „Leipziger Chorälen“ sowie „Praeludium und Fuge in Es-Dur“ (BWV 552) runden das vielfältige Orgelprogramm des Konzertes ab; dieses Werk zeigt wohl den ausgereiftesten Bach auf der Orgel. In beiden Sätzen spielt die Zahl 3 eine große Rolle. Das Praeludium arbeitet mit drei verschiedenen Themen, die Fuge hat drei Teile mit drei unterschiedlichen Themen und drei unterschiedlichen Taktarten. Um dieses Werk ranken sich zahlreiche Spekulationen hinsichtlich auf den ersten Blick vielleicht „verborgener“ Botschaften und Qualitäten: Gut denkbar ist jedenfalls, dass mit diesem Stück Bezug auf den dreifaltigen Gott genommen und somit Bachs Grundeinstellung versinnbildlicht werden soll, dass bei einer andächtigen Musik Gott mit seiner Gnade tatsächlich Gegenwart ist.

„Ein Abend mit Johann Sebastian Bach“

Johann Sebastian Bach. Fotos: Privat

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