Bischof Ackermann beauftragt sieben neue Gemeindereferenten
Ein Platz ganz nah bei den Menschen
Trier. Verkündigung, Diakonie und Liturgie werden die Bereiche sein, in denen die fünf Frauen und zwei Männer künftig in ihren Gemeinden wirken. Den offiziellen Auftrag dazu erhielten die neuen Gemeindereferentinnen und -referenten von Bischof Dr. Stephan Ackermann kürzlich im Trierer Dom. Im Zentrum der Leinwand auf einer Staffelei im Altarraum steht die Frage „Was tut ihr da?“. Dem Lukasevangelium entnommen, ist diese Frage der Pharisäer an Jesus das Motto, das die angehenden Gemeindereferentinnen und -referenten für ihren Beauftragungsgottesdienst gewählt haben. Zahlreiche mögliche Antworten sind auch auf dem Bild zu finden. Sie reichen von „feiern“ und „verkündigen“ über „ermutigen“, „begeistern“ und „Perspektiven eröffnen“ bis hin zu „Grenzen verschieben“, „engagiert sein“ und „Christus nachfolgen“. Es spreche für sich, sagte Bischof Ackermann in seiner Predigt, dass die sieben Frauen und Männer nicht ein Evangelium passend zu ihren Vorstellungen ausgesucht, sondern sich intensiv mit den Schriftlesungen vom Tag ihrer Beauftragung auseinandergesetzt hätten.
Die empörte, vorwurfsvolle Frage der Pharisäer, was den Jüngern Jesu denn einfalle, am Sabbat verbotenerweise Getreide von den Ähren zu pflücken, hätte Jesus menschlich, natürlich beantworten können, erklärte der Bischof. „Stattdessen verweist er auf David und seine Begleiter. Anhand einer kleinen Episode macht er seinen messianischen Anspruch deutlich, indem er sagt, der Menschensohn sei Herr auch über den Sabbat.“ Sicher würden die neuen Gemeindereferentinnen und -referenten in ihrer alltäglichen Arbeit auch öfter mit dieser Frage „Was tut ihr da?“ konfrontiert, hielt Ackermann fest. Gerade daraus ergebe sich aber die Chance der Verkündigung. „Wenn die Antwort etwa lautet ‚Ich bin Jesus gefolgt und fühle mich von ihm angesprochen‘ oder ‚Der Glaube ist für mich das A und O dieser Welt‘, dann zeigen Sie, dass es Ihnen um mehr geht und dass Sie dabei aber auch das Geheimnis, das Unerklärliche unseres Glaubens annehmen.“ Ackermann ermutigte die Frauen und Männer, offenzubleiben und weiter zu lernen. Ihnen und der gesamten Kirche könne im Grunde nichts Besseres passieren, als dass sich Menschen weiter wunderten und die Frage „Was tut ihr da?“ offen bleibe.
Auf ihre Arbeit „ganz nah bei den Menschen“ freut sich Beate Timpe.
In Gelsdorf in der Gemeinde Grafschaft (Landkreis Ahrweiler) wird sie tätig sein. „Das ist mein Platz“, betont die Theologin, die nach vielen Jahren ehrenamtlichen Einsatzes jetzt hauptberuflich im Bistum Trier arbeiten wird. Ihr liegen besonders der Umgang mit Kindern und Jugendlichen und die Vorbereitung auf das Sakrament der Firmung am Herzen. „Außerdem sehe ich eine Aufgabe darin, in Glaubenskursen missionarisch tätig zu sein“, erläutert Timpe. Sie sei beispielsweise gespannt auf die Begegnung mit vielen Menschen aus der ehemaligen DDR, die im Raum Ahrweiler ihre neue Heimat gefunden haben und die Motto-Frage des Beauftragungsgottesdienstes immer wieder stellten. Die neuen Gemeindereferentinnen und -referenten sind: Katrin Ehlen (Einsatz in St. Stephanus Zeltingen), Kerstin Mäckler (St. Marzellinus und Petrus Vallendar), Anita Nohner (St. Luzia Uess/Filiale St. Antonius Sassen), Maximilian Schmitt (Maria Heimsuchung Wadgassen), Beate Timpe (St. Mariä Himmelfahrt Grefrath/St. Walburgis Gelsdorf), Timo Wacht (St. Nikolaus Orscholz) und Ann-Cathrin Zinken (St. Peter Sinzig).
Pressemitteilung der
Bischöflichen Pressestelle Trier
