Freundschaftskreis Vallendar/Cercy-la-Tour
Exkursion in die Normandie
Vallendar. In diesem Jahr hatte die Exkursion des Freundschaftskreises Vallendar/Cercy-la-Tour die Basse Normandie (westlicher Teil der Normandie) zum Ziel. Quartier für eine Woche war die Doppelstadt Trouville/Deauville, mit ihrem herrlichen Strand. Während Trouville eine gewachsene Siedlung ist, wurde die Schwesterstadt ab 1858 vom Bruder Napoleon III geplant. Nach nur drei Jahren war das „Königreich der Eleganz“ mit seinen herrlichen Villen vollendet. Eine Eisenbahnlinie als Verbindung zu Paris wurde geschaffen. Herrliche Villen im neonormannischen Stil, eine Pferderennbahn, noble Hotels, das Spielcasino sowie die weiten Sandstrände lockten die betuchten Besucher aus der Hauptstadt an. Am dritten Tag stand das Land des Calvados auf dem Programm. Über das Dorf Beuvron-en-Auge (gehört zu den schönsten Dörfern Frankreichs) ging es zur Kulturstadt Caen. Die Stadt wurde im Juni 1944 von den Alliierten fast völlig zerstört. Nach dem Krieg wurde sie modern wieder aufgebaut, wobei allerdings wichtige historische Gebäude originalgetreu wieder-errichtet wurden. Ein Höhepunkt des Tages war der Besuch des Schlosses „Château du Breiul“ mit seiner weltbekannten Destillerie von Calvados.
Der Mont St-Michel, einziges Ziel am nächsten Tag, liegt an der Grenze zwischen der Normandie und der Bretagne. Der Berg im Meer war ursprünglich eine Insel. Ein Uferdamm als Zufahrt zu dem historischen Klosterberg sowie die Schaffung von Polderlandschaften im Umland sorgten für eine Versandung. Das hat man geändert. Während man noch vor wenigen Jahren vor dem Mont St-Michel unzählige parkende Autos und Busse sah, ist nun die Dammstraße durch eine Brücke auf Stelzen ersetzt. So kann der Tidenhub von 14 m (Differenz zwischen Ebbe und Flut) eine erneute Versandung verhindern. Pendelbusse oder Pferdekutschen bringen nun die Besucher zum Weltkulturerbe. Schöne Ziele gibt es an der Côte d’Albâtre (Alabasterküste). Weltberühmt ist Badeort Étretat mit seinem Torbogen und der vorgelagerten Felsnadel, beide geschaffen durch die Erosionsarbeit des Meeres. Über die hochmoderne Schrägseilbrücke Pont de Normandie kommt man nach Honfleur, dem Geburtsort der Impressionisten. Der malerische Hafen mit den engen Häusern war ein beliebtes Motiv der Maler. Beendet wurde das Tagesprogramm mit einem Besuch der Basilika der Ste-Thérèse in Lisieux, heute ein sehr bekannter Wallfahrtsort in Frankreich. Am letzten Tag in der Normandie besuchte der Freundschaftskreis Bayeux mit dem berühmten Teppich. Der 70 m lange und 50 cm hohe wurde erstmals 1476 erwähnt. Mit farbigen Wollfäden werden verschiedene Episoden aus der Eroberung Englands durch Wilhelm den Eroberer. Es ist ein hervorragendes Dokument der Kleidung, Schiffe, Waffen sowie der Kultur und Sitten des Mittelalters. Zum Abschluss des Tages gab es einen kurzen Besuch der Invasionsküste von 1944. Am letzten Abend im sehr guten Hotel am Meer bedankte sich Vizepräsident Erwin Wallrath mit einem tollen Gedicht beim Organisator und Reiseleiter, Präsident Wolfgang Helbach. Er war sicher, dass die nächste Exkursion (die 35.) bereits in Planung ist. Es wird dann wohl das Tal der Loire sein.
Deauville.
Honfleur.
Pferdekutsche zum Mont St-Michel.
Caen.
