Franco Palamin regiert das Vallendarer Schützenvolk
Festtagsprogramm der Superlative im Jubiläumsjahr
Vallendar. Franco Palamin ist neuer Vallendarer Schützenkönig. Mit seiner Königin Mira wird er bis Juli nächsten Jahres die Vallendarer Schützen repräsentieren. Gegen zwei Mitbewerber setzte er sich in einer spannenden Runde durch. Alle fünf Jahre ermitteln die Vallendarer St. Sebastianus Schützengesellschaft 1790 e.V. auch einen Schützenkaiser. Alle Schützenkönige der letzten Jahre, achtundzwanzig an der Zahl, schießen um die Kaiserwürde. Wer beginnt, wird im Losverfahren entschieden. Es dauerte nicht lang, da brachte Bernd Opitz den hölzernen Adler zur Strecke. Er ist nun Vallendarer Schützenkaiser. Die Würde der Bürgerkönigin erwarb im Schießwettbewerb Nicole Erlemann.
Das diesjährige Vallendarer Schützenfest am letzten Wochenende war ein ganz besonderes Schützenfest. Man feierte den 225. Geburtstag des Traditionsvereins. Da wollte man der Bevölkerung etwas Außergewöhnliches bieten. Und man sagt, wenn die Schützen etwas wollen und dann auch machen, dann tun sie das auch richtig. Und so war es. Freitag ging es mit der SWR 4 Schlagernacht los. Das Schützenfesterleben wurde aus Platzgründen vom Schützenplatz an den Rhein verlegt. Eine enorme logistische Leistung mit sehr viel Arbeit. Ein riesiges Festzelt mit 800 Plätzen aufgebaut. Für die Schießwettbewerbe wurde ein Hochschießstand angemietet - bisher einmalig im Vereinsleben, doch aus Sicherheitsgründen war dies notwendig.
Schon die Schlagernacht war durch den Besucherandrang rekordverdächtig. Man spricht von etwa 800 Gästen. Samstagabend war dann ein bayerischer Abend angekündigt. Die Besucher, die beide Festveranstaltungen besucht hatten, sagten, dass bei diesem zünftigen Programm die Stimmung noch besser gewesen sein soll. Bei hochsommerlicher Witterung standen die Gäste auf den Tischen und feierten bis in die Nacht.
Mit zwei feierlichen Umzügen durch den Ort - einer am Samstag und einer am Sonntag - wurde dem Jubiläum ein angemessener Rahmen geboten. Selbstverständlich gab es Sonntagmorgen eine Hochamt in St. Marzellinus und Petrus, denn die St. Sebastianus Schützenbrüder sind der katholischen Kirche auf das Engste verbunden.
Krönung der neuen Majestäten
Nach dem Schießwettbewerb und der Krönung der neuen Majestäten durch den Präses Pater Rüdiger Kiefer lauschten sehr viele Bürger am Rheinufer dem Großen Zapfenstreich - sehr festlich! Stadtbürgermeister Gerd Jung überraschte bei der Gratulation der neuen Majestäten mit einem ganz besonderen Bonbon. Er habe sich sehr dafür eingesetzt, dass anlässlich eines besonderen Festtages in Vallendar ein Feuerwerk gezündet wird. Das fände er, so der Stadtchef, sehr angemessen anlässlich des Schützenjubiläums. Er warb bei Sponsoren für das Vorhaben und erklärte sogar, dass er bereit sei, etwas aus seiner eigenen Schatulle zum Gelingen beizutragen. So konnten sich zum krönenden Abschluss der Jubliäumsfeierlichkeiten Hunderte von Zuschauer über das Feuerwerk freuen. Gezündet wurde es von Feuerwerksprofis nach dem Zapfenstreich von einem Ponton im Vallendarer Rheinarm - wirklich, sehr ansprechend, sehr romantisch und sehr schön.
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Alle fünf Jahre ermitteln alle Vallendarer Schützenkönige ihren Kaiser – dieses Jahr ist es Bernd Opitz (re.)
Die neue und die alte Bürgerkönigin von links: Nicole Erlemann und Natascha Bayer.
