Andreas-Hahn-Stiftung fördert MBR der BDH-Klinik Vallendar
Fit für die Ausbildung trotz Handicap
Mit einer Spende von 5.000 Euro stärkt die Andreas-Hahn-Stiftung die Ausbildung jugendlicher Neurologiepatienten
Vallendar. Acht iPads verzahnen künftig zwei Ausbildungsziele der klinikeigenen Jugend-Neurologie: die Förderung digitaler Kompetenz sowie die Verbesserung neuropsychologischer Lernmodelle. Teilhabe bedeutet Partizipation. Die jugendlichen Patienten der Medizinisch-beruflichen Rehabilitation (MBR) der BDH-Klinik Vallendar müssen um Partizipation täglich kämpfen. Wer hier in der pädagogischen Einrichtung der neurologischen Fachklinik medizinisch und berufsvorbereitend betreut wird, hat motorische Handicaps, leidet nach einem Hirnschlag möglicherweise unter einer Beeinträchtigung der Sehfähigkeit oder unter Sprachstörungen. Da braucht es medizinische und berufspädagogisch abgestimmte Therapien und Lernkonzepte, die den Weg zurück in die „Normalität“ ebnen. Im Oktober startete die Klinik ein Digital-Projekt mit acht iPads und einer passenden Hardwareumgebung. „Wir helfen immer dort, wo wir Brücken bauen können, um Jugendlichen eine Zukunft zu eröffnen. Die Berufsvorbereitung in der MBR integriert die medizinischen Aspekte mit individuellen berufspädagogischen Schritten, weshalb wir uns zum Erwerb der iPads entschlossen und 5.000 Euro beigesteuert haben. Der tägliche Umgang mit moderner Kommunikationstechnologie ist zudem wichtig, damit die jungen Leute nicht vom technologischen Fortschritt abgehängt werden“, erläutert Stiftungsvorstand Alfred Hahn sein Engagement für eine Kooperation, die schon seit vielen Jahren Früchte trägt. 7.500 Euro hat das gesamte Projekt gekostet, das die Teilnehmer digital fit macht für die im Anschluss der Therapie anstehende Ausbildung. Zunächst stehen einfache Alltagshandlungen in der Hauswirtschaft, wie Backen oder Kochen sowie Werkstattarbeiten an. „Die iPads kommen dabei als interaktive Gebrauchsanleitungen mit Spracheingabefunktionen und passender Lernsoftware zum Einsatz, die im Laufe der Zeit immer am Puls der Zeit weiterentwickelt werden soll“, so der Leiter der MBR, Lothar Lehmler. Geplant sind regelmäßige Updates der pädagogischen Lernsoftware-Komponenten, die den Bedürfnissen der Patienten entsprechend angepasst werden sollen. Hohe Motivation durch Lernspaß – das ist das pädagogische Mantra, dem die berufliche Vorabqualifikation in der Klinik folgt. Denn nichts ist für junge Menschen mit Handicap frustrierender als Stagnation beim Wiedererlernen alltäglicher Handlungen.
Pressemitteilung BDH-Klinik
