30 Jahre Partnerschaft zwischen der Verbandsgemeinde Vallendar und der Gemeinde Cranleigh
Freundschaft lässt sich nicht verordnen, sondern kann nur gelebt werden
Vallendar. „Es geht um Menschen, um Begegnungen, nicht um eine Vertragserfüllung.“ So fasste Bürgermeister Fred Pretz Sinn und Zweck des Partnerschaftsvertrags zwischen der Verbandsgemeinde Vallendar und der Gemeinde Cranleigh in knappe Worte. Freundschaft könne nicht erzwungen werden, sie müsse gelebt werden, so der Verwaltungschef. Er hatte anlässlich des 30-jährigen Bestehens der offiziellen Partnerschaft zwischen den beiden Gemeinden auf den Platz der Partnerschaften vor dem Rathaus eingeladen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rathauses hatten den Platz hübsch hergerichtet - es gab Leckeres aus Keller und Küche, bunte Länderwimpel flatterten im Frühlingswind, die Gemeindefahnen mit den Gemeindewappen waren aufgezogen.
Eine lebendige Städtepartnerschaft, aus der sich sogar Freundschaften entwickeln, kann nur entstehen, wenn es ein Kreis von Menschen gibt, die mit viel Engagement und Herz die Verbindung mit Leben füllt. Das tut der Freundschaftskreis Vallendar-Cranleigh. Der besteht schon länger als die offizielle Partnerschaft, denn er wurde schon 1981 gegründet - erste Kontakte wurden Ende der siebziger Jahre geknüpft. Humorvoll skizzierte Vorsitzender Ingo Brenne Stationen der Partnerschaft, erinnerte an die Anfänge und an Höhepunkte der Vereinsgeschichte.
Pater Rüdiger Kiefer und Pfarrer Gerd Götz sprachen Segensworte, dankten für Freundschaften, die über Grenzen hinweg bestehen. Der Landrat des Kreises Mayen-Koblenz, Dr. Alexander Saftig, sprach sich eindrücklich dafür aus, dass auf dem Weg zu einem vereinten Europa Städte- und Gemeindepartnerschaften unbedingt bewahrt werden müssen. Das geschieht natürlich nicht auf dem Papier, sondern in der herzlichen, offenen Begegnung der Menschen untereinander.
Musikalisch auf das Beste bereichert wurde die Feier von Franziska Seitz, Sophie Müller und Marice Schlaus von der Kreismusikschule. Werner Klimkeit vom Freundschaftskreis Vallendar-Cranleigh hatte aus dem Fotoarchiv von Kurt Pfahl eine kleine Ausstellung zusammengestellt, die noch einige Zeit im Rathausfoyer zu sehen ist. Bedauert wurde, dass zu der Vallendarer Freundschaftsfeier keine englischen Gäste kommen konnten. Einige mussten kurzfristig absagen. Cranleigh liegt nun mal nicht eben um die Ecke, sondern etwa 40 Meilen südlich von London. Aber Anfang Juni starten die Vallendarer Cranleigh-Freunde mit einem Bus nach England und besuchen ihre Freunde.
Franziska Seitz, Sophie Müller und Marice Schlaus von der Kreismusikschule unterhielten die Gäste mit Musik.
Ehrenpräsident Karl Kirch (Zweiter von links) und Vorsitzender Ingo Brenne (rechts) sehen sich die Fotoausstellung aus dem Archiv von Kurt Pfahl (links) an, die Werner Klinkeit (Zweiter von links.) zusammengestellt hat.
