Koblenzer Familiengruppe des DAV und des Vallendarer FWV
Gelungene Gemeinschaftstour von Berg- und Wassersportlern
Vallendar. Am langen Fronleichnamswochenende war es mal wieder so weit: Die Koblenzer Familiengruppe des Deutschen Alpenvereins (DAV) und des Vallendarer Wassersportvereins (FWV) machten sich auf zur inzwischen zur Tradition gewordenen gemeinsamen Tour. Über mangelnden Zuspruch kann sich diese Veranstaltung nicht beklagen und so starteten trotz schlimmster Wetterprognosen zehn Familien aus den beiden Vereinen ins Naheland bei Bad Sobernheim. Nach dem Einrichten auf dem Campingplatz Nahemühle wollten wir das (noch) schöne Wetter ausnutzen und machten uns direkt auf den Weg in die „Kirner Dolomiten“ um die ersten Routen der Felsen zu erklettern, während ein kleiner Voraustrupp die Nahe erkundete. Dank der ergiebigen Regenfälle war der sonst oft wegen Niedrigwasser kaum paddelbare Fluss zu einem beeindruckenden Gewässer angeschwollen. Nachdem abends alle wohlbehalten zurück waren, konnten wir auch gleich die Grills anwerfen und neue Gesichter besser kennenlernen oder auch den aktuellsten Klatsch austauschen. Da für den Freitag schon im Voraus eine 100-prozentige Regenwahrscheinlichkeit angesagt worden war, hatten wir das Programm entsprechend gestaltet. Nach dem noch weitgehend trockenen Frühstück brachen wir zum Besuch eines Kupferbergwerkes auf und informierten uns über den mühsamen Abbau des wertvollen Metalls in früherer Zeit. Anschließend ließ es sich der größte Teil der Gruppe noch in den Thermen von Bad Sobernheim gut gehen. Als gemütlichen Tagesausklang besuchten wir zum Abendessen noch die Gaststätte der örtlichen Winzergenossenschaft, wo wir natürlich auch die dortigen Erzeugnisse gleich verkosteten. Nachdem sich die Nahe nach den Probetouren als nicht ganz einfach aber paddelbar herausgestellt hatte, gruppierten sich alle Wasserhungrigen in unsere insgesamt fünf Canadier und drei Kajaks. An der Einstiegsstelle in Kirn kamen alle Paddler gut aufs Wasser, doch dass unsere Besatzungsverteilung nicht ganz optimal war, zeigte sich schon nach einer knappen Stunde guter Fahrt, als es zur ersten Kenterung kam. Die daraufhin vorgenommene Umverteilung konnte jedoch auch ein zweites Kippen der Besatzung des „grünen Bootes“ nicht verhindern, ob es am Material oder doch an der Mannschaft lag, konnte letztlich nicht genau geklärt werden. Nachdem jedoch der eine oder andere ziemlich durchnässt und durchgefroren war, nahmen einige die kurze Reststrecke lieber mit festem Boden unter den Füßen auf sich, während der Rest der Gruppe noch bis direkt an den Zeltplatz paddelte. An der Ausstiegsstelle ereignete sich leider noch ein kleiner Unfall, der mit einer Platzwunde im Krankenhaus endete, zum Glück aber ohne schlimmere Folgen blieb. Offenbar hatten sich an diesem Tag noch nicht alle voll verausgabt, sodass am Nachmittag auch noch ein Fußballspiel ausgetragen werden konnte. Schon der lange genossene schöne Vorabend hatte die Vorfreude auf den Sonntag geweckt.
Obwohl es bereits unser Abreisetag war, wollten wir das sonnige Wetter noch voll ausnutzen und verschoben deshalb den Zeltabbau auf den Nachmittag.
Es zog uns noch mal an die Kletterfelsen, wo wir wiederum mehrere Routen einhängten und insbesondere die Kinder viel Spaß in der Vertikalen hatten. Alles in allem hatten wir mit den Familien aus den beiden Vereinen wieder einmal viel Freude und tolle Erlebnisse und die Ideen, wo es im nächsten Jahr hingehen soll, liegen natürlich schon wieder bereit!
Ersteigung der „Jungfrau“.
