Sitzung des Karnevalsvereins 1948 Niederwerth e.V.
Georg Fries wurde für sein 50-jähriges Bühnenjubiläum geehrt
Niederwerth. Nachdem die Niederwerther Funken mit viel Charme und Esprit die Männerherzen in der Narhalla im Sturm erobert hatten, folgte nun ein Zwiegespräch der besonderen Art, denn Lori und Schorsch betraten die Bühne, um eine gezielte Attacke auf das Zwerchfell der Sitzungsbesucher abzufeuern. Hier wurde Klamauk mit einmaliger Mimik gepaart und Lori Becher und Georg Fries ließen das begeisterte Publikum wissen, dass es einfach klasse ist, wenn einem das Auto zusammen mit der Ehefrau geklaut wird, was es für Folgen hat, wenn Werther eine Brücke in die Wüste bauen und das man am FKK-Strand schon sehr umschwärmt werden kann, auch wenn es sich hierbei nur um Mücken handelt. Tosender Applaus, des begeisterten Publikums war die Folge und an dieser Stelle muss erwähnt werden, dass Georg Fries in diesem Jahr sein 50-jähriges Bühnenjubiläum feiert und hierfür im Rahmen der sechsten Sitzung vom Ehrenpräsidenten des RKK, Peter Schmorleiz, mit dem goldenen Verdienstorden am Bande geehrt wurde.
Georg Fries ist ein echter Niederwerther Jung, den es der Liebe wegen nach Simmern in den Westerwald verschlagen hat. Seine große Leidenschaft war und ist der Karneval auf der Insel und diesem ist er auch immer treu geblieben. 50 Jahre aktiv „om Werth“ auf der Bühne zu stehen, bedeutet auch, dass er nach seinem Wohnortwechsel zu allen Auftritten, Proben und sonstigen Aktivitäten von Simmern immer nach Niederwerth kommen musste. Im November 1964 wurde er in den Verein aufgenommen und im November 2004 wurde er, anlässlich der JHV, zum Ehrenmitglied ernannt.
Er ist ein echtes „Werther Urgestein“. Ob im Einzelvortrag, im Zwiegespräch, oder in der Gruppe - Georg Fries stellte mit seiner ganz eigenen Art immer wieder besondere Charaktere auf der Bühne dar. Er gehört zu den Highlights der Werther Fastnacht und auch hinter den Kulissen hilft er beim Bühnenbau und steht den jüngeren Kollegen bei ihren Vorträgen mit Rat und Tat zur Seite. Mit der Session 2014 will er nun seine Karriere im Verein beenden und dann nach 50 Jahren das „Versmaß“ an den Nagel hängen. Doch wer unser „Schorschelche“ kennt, weiß, dass er sich nicht ganz aus dem Karneval zurückziehen kann. Hierfür ist der gesamte KVN sehr dankbar und alle Aktiven sind sehr froh, ihn auch weiterhin immer wieder in ihrer Mitte begrüßen zu dürfen. Nachdem Schorsch und Lori nun die Bühne verlassen hatten, betraten weitere elf gestandene Mannsbilder die Narhalla.
Das Männerballett kam geradewegs vom Oktoberfest
Das Männerballett des KVN wurde geradewegs vom Oktoberfest in München eingeflogen und begeisterte, in knackigen Lederhosen, das Publikum mit einem bayrischen Tanz. Der Schuhplattler hat zwar schon bessere Zeiten gesehen, aber in puncto Erotik konnten Martin Zweck, Frank Zisgen, Jens Brink, Julian Kopp, Matthias Klöckner, Jörg Jächel, Manfred Hause, Stefan Kaul, Christoph Hilden, Jonas Willmes sowie der Mann für alle Fälle, Guido Hilden, und Achim Münz auf ganzer Linie überzeugen. Das fesche Dirndl, Michaela Hahn, hatte ihre Buben im Griff und war verantwortlich für die tolle Choreographie.
Doch nun folgte ein wahres Musterexemplar von einem Mann, denn Toni-Peter Pütz betrat die Bütt und berichtete von seinen Erfahrungen mit der holden Weiblichkeit. Ob er Säbelzahntiger oder Rollmöpse jagte, früher war der Mann noch ein Mann. Doch was man als Büttenass in der Wanne so alles erleben kann, brachte er stimmgewaltig und mit viel Witz und Humor dem begeisterten Publikum näher. Um seine Angebetete zu beeindrucken, ertrug er es sogar, auf dem Stöpsel zu sitzen, ihr „den Walfisch“ zu machen und das Seifenschälchen schwimmen zu lassen. Natürlich wurde er für diesen tollen Vortrag mit donnerndem Applaus belohnt und nun folgte der durch und durch musikalisch und tänzerisch einmalige Auftritt der grantigen Werther Jürgen Portugall und Alexander Buhl. Die beiden starteten eine Attacke auf das Zwerchfell der Sitzungsbesucher, denn mit Liedern wie „Vollwärmeschutz der Liebe“ und dem „Heringsdöschen“ zeigte hier insbesondere Alexander Buhl ein enormes musikalisches und tänzerisches Talent. Jürgen Portugall begeisterte durch seine unverwechselbare herzlich-grantige Art, denn auch in diesem Jahr attackierte er den Elferrat als kleinste Orgel der Welt mit neun Pfeifen und erzählte, was man mit Würmern und tief liegenden Geländern auf dem Nachhauseweg so alles erleben kann.
„Talentfrei“ begeisterten mit einer tollen Nena-Show
Natürlich gingen diese beiden Büttenasse nicht ohne eine Rakete von der Bühne und nun genoss das Publikum eine kleine Pause bis die Band „Talentfrei“ den Saal mit ihrer tollen Nena-Show mitriss. Stefan Maxeiner, Marcus Hoffman, Alexander Buhl, Matthias Dobrowolski und Nena Nicole Bumblies brachten den Saal schier zum Kochen und begeisterten das mitsingende und klatschende Publikum mit Songs wie „Leuchtturm“ und „99 Luftballons“. Natürlich wurde dieser tolle Auftritt vom Publikum mit einer Rakete belohnt und die lautstark geforderte Zugabe wurde natürlich gerne von Sitzungspräsident Thomas Stein freigegeben. Was eine Krankenschwester auf der Männerstation erleben kann, brachte nun Sabine Reichert den vor Spritzen zitternden Zuschauern nähern, aber hierzu werden Sie in der nächsten Ausgabe mehr erfahren, wenn es auch dann wieder heißt: „Mit Spaß und Herz dabei, 6 x 11 Jahre Werther Narretei! Helau!“.
Narrenfahrplan
Freitag, 21. Februar: Achte Sitzung; Samstag, 22. Februar: Neunte Sitzung.
27. Februar: Schwerdonnerstag; 2. März: Karnevalsonntag, Umzug in Vallendar; 5. März: Aschermittwoch, Heringsessen beim Vinz.
Zwei grantige Werther: Jürgen Portugall und Alexander Buhl.
Lorenz Becher und Georg Fries als „Lori und Schorsch“.
Georg Fries wurde anlässlich seines 50-jährigen Bühnenjubiläums von Peter Schmorleiz geehrt.

