War Siegfried in Wirklichkeit Arminius?
Geschichtliche Vortragsreihe
Bei der Senioren-Union wurde die Varusschlacht diskutiert
Vallendar. In einem weiteren Vortrag zur europäischen Geschichte, den Dipl. Ing. Adolf Herr für die Seniorenresidenz Humboldthöhe mit Unterstützung der Senioren-Union der CDU Vallendar hielt, beschäftigte er sich mit der Varusschlacht, also dem entscheidenden Kampf der Germanen gegen die Römer im Jahre 9 n. Chr. Der genaue Ort der „Schlacht im Teutoburger Wald“ ist immer noch umstritten, auch wenn viele Forscher heute dazu neigen, die Ortschaft Kalkriese bei Bramsche zwischen Teutoburger Wald und Wiehen-Gebirge als Schlachtfeld anzuerkennen. Aus dem Geschichtsunterricht in der Schule kennt man noch einige Namen und Fakten wie „Hermann der Cherusker“ bzw. „Arminius“ oder den angeblichen Ruf des Augustus „Varus, Varus, gib mir meine Legionen wieder“. Doch meistens reicht in den Geschichtsstunden kaum die Zeit, auf Pläne, Absichten und Charaktereigenschaften der Akteure oder auf die kulturellen und gesellschaftlichen Gegebenheiten einzugehen, die oft das Verhalten und die Entscheidungen historischer Persönlichkeiten verständlich machen. Diese grundlegenden, manchmal aber auch sehr banalen persönlichen Hintergründe historischer Ereignisse einsichtig zu machen, war auch dieses Mal wieder eines der Ziele des Vortragenden. Interessant sind aber auch die von der Geschichtswissenschaft nicht geklärten Fragen. Hatte die Entführung der Thusnelda einen Einfluss auf die Entscheidungen des Arminius? Würden wir heute statt Deutsch eine auf dem Lateinischen basierende romanische Sprache sprechen, wenn Varus die Schlacht gewonnen hätte? Wie viel Wahrheit steckt in der Vermutung mancher Forscher, dass Arminius und der Siegfried der Nibelungensage ein und dieselbe Person sein könnten? Man darf also gespannt sein, welche Fragen sich bei Adolf Herrs nächsten beiden Vorträgen zum Thema „Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation“ ergeben werden, die für den 26. und 29. März (15.30 Uhr, Seniorenresidenz Humboldthöhe) terminiert sind.Pressemitteilung der
Senioren-Union Vallendar
